Projekte
Fairer Handel ist jetzt fest im Stadtleben verankert
 
Herrenberger Fairtrade-Familie mit 48 Mitgliedern gegründet
 
Amtsblatt Herrenberg vom 15.01.2015
 
betreuende Lehrkräfte: Birgitta Lutz, Heidrun Hecker, Susanne Reissner

Der Schulstress kann schon im Bus beginnen. Doch mit dem richtigen Verhalten können alle Beteiligten eine entspannte Fahrt haben. Beim Schulbustraining am Herrenberger Markweg-Schulzentrum lernen Fünftklässler, was man im Bus machen sollte und was besser nicht.

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 Die Gründungsmitglieder der Fairtrade-Familie Herrenberg freuen sich auf die künftige Vernetzung und Zusammenarbeit

Die Bewegung blüht weiter auf und setzt bei der Gründungsfeier Akzente und Zeichen: Ein halbes Hundert Mitmacher nahmen in der Mensa Markweg ihre Urkunde entgegen. Und das Logo, das jeden der Netzwerker als „Mitglied der Fairtrade-Familie Herrenberg" öffentlichkeitswirksam ausweisen wird. Dazu zählen Vereine, Schulen, Parteien, Kitas, Einrichtungen, AGs, Gastronomen und Unternehmen.

OB Sprißler zeigte sich überwältigt von der großen Resonanz und zog hochzufrieden Bilanz: „Die Familie wächst und gedeiht." Weiterer Zulauf zeichnet sich ab: „Herrenberg wird zur offiziellen Fairtrade-Stadt am 9. Mai ernannt, dem internationalen Fairtrade-Tag." Mit diesem Paukenschlag markierte er den nächsten Höhepunkt der städtischen Entwicklung.

Dieser Erfolg ist vielen zu verdanken: den Fairtrade-Bürgermentorinnen, der Steuerungsgruppe „Fahrede-Stadt", Fairtrade-Arbeitsgruppen, „Bananologen", Stadtverwaltung und Gemeinderat. Ina Mohr von der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement hat die vielfältigen Akteure miteinander in Verbindung gebracht und das Netzwerk belebt. Dass aus den ersten Ideen ein so umfangreiches Bürgerprojekt wurde, ist durch das große Engagement vieler Beteiligter und die Gesinnung der zahlreichen Gründungsmitglieder möglich geworden. Wofür sie einstehen, machten sie beim Fototermin deutlich. Indem alle auf den am Boden aufgeklebten Buchstaben FAIR standen, veranschaulichten sie ihr Leitbild, Nach außen werden Fairtrade und faire Produkte mitgedacht und eingesetzt. Nach innen unterstützen sich die Mitglieder des Netzwerks bei Projekten und dem gemeinsamen Ziel des fairen Handels.

Bürgermentoren benennen Vorteile

„Ein starkes Signal und ein motivierendes Potenzial", freuten sich auch die Fairtrade-Bürgermentoren über das große Engagement. Das die Stadt weiter fördert: Hier im Amtsblatt können Fairtrade-Aktionen kostenlos beworben werden, im Internet wird ein Forum eingerichtet. Nichtkommerzielle Einrichtungen haben die Möglichkeit, bei Projekten zum Fairen Handel über die Stabstelle für Bürgerschaftliches Engagement finanziell bezuschusst zu werden.

Die speziell für die Bildungsarbeit geschulten BananologInnen kommen für Workshops, Projekttage und Tage der offenen Tür in Schulen, Kitas und Unternehmen. Wie sie das Thema Fairtrade transportieren, war auf der Gründungsfeier augenfällig: informative Stellwände, interaktive Themenkoffer und Weltspielplanen. Auch 2015 wird für Interessierte ein Ausbildungsgang zum „Dipl.Bananologen" angeboten.

Paradebeispiel Bewirtung

Wie Sensibilisierung und globales Lernen Hand in Hand gehen, stellten an die 20 Schüler der Jerg-Ratgeb-Schule beeindruckend unter Beweis. Im Unterrichtsfach „Mensch und Umwelt" wurde mit den Lehrerinnen Frau Lutz, Hecker und Reissner zunächst erkundet, welche Produkte wo in Herrenberg zu fairen Bedingungen bezogen werden können. Dann wurde geplant, getüftelt und vorbereitet. Das raffinierte kalte Buffet, das so für den Abend gezaubert wurde, war Augenweide wie Gaumenfreude. Genauso wie der gereichte Streuobst-Secco aus Herrenberg als regionale Erfrischung begrüßt wurde. Denn der Herrenberger Fairtrade-Weg verbindet Regionalität mit fairem Handel.

Zum Abschluss des anregenden Abends wurden die Fairtrade-Bürgermentoren vom Paritätischen Wohlfahrtsverband für ihren ehrenamtlichen Einsatz beurkundet. Martin Link komme zu solchen Auszeichnungen „so oft in die Stadt, weil Herrenberg so bürgerschaftlich aktiv ist", brachte es der OB schmunzelnd und stolz auf den großen gemeinsamen Nenner. Und die breit aufgestellte Fairtrade-Familie wird aktiv.

Weitere Informationen zum Thema Fairtrade-Stadt und der Fairtrade-Familie erhalten Sie bei der Koordinatorin für Bürgerschaftliches Engagement.

 (Artikel erschienen am 15.01.2015 im Amtsblatt Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Amtsblatt für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.herrenberg.de/aktuelles/amtsblatt).

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