2026-03 Judo Turnier

Die Unterbewertung gibt den Ausschlag
 
Judo: Jerg-Ratgeb-Realschule qualifiziert sich für das Finale des Regierungsbezirks in Sindelfingen.
 
von Henrik Riester, Gäubote Herrenberg, 25.03.2026
 

Das Schulteam der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule zog ins Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia" ein.    GB-Foto: gb

Das Regierungspräsidium Stuttgart veranstaltete zum Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" ein Judoturnier in Nürtingen. Mit dabei: die Schulmannschaft der Jerg-Ratgeb-Realschule. Um eine vollständige Mannschaft ins Rennen zu schicken, mussten fünf Gewichtsklassen besetzt werden. In den Begegnungen traten jeweils die Leicht-, Mittel- und Schwergewichte gegeneinander an und erkämpften mit einem Sieg jeweils einen Punkt für ihr Team.

Im Finale des Regierungsbezirks Stuttgart galt es für die Jerg-Ratgeb-Realschule, sich gegen die Teams des Johannes-Kepler-Gymnasiums Leonberg und des Gymnasiums Rutesheim durchzusetzen. Der Auftakt verlief aber nicht so wie erhofft: Gegen das Johannes-Kepler-Gymnasium aus Leonberg blieben die Herrenberger Leichtgewichte ohne Punktgewinn, so dass man sich früh mit einem 0:3-Rückstand konfrontiert sah. Benaiah Weiss und Finn Reiss konnten in ihren Duellen lediglich die Unterbewertung ausbessern, was sich im weiteren Verlauf jedoch noch als entscheidend erweisen sollte. Endstand: 2:3 aus Herrenberger Sicht.

In der anschließenden Begegnung gegen das Gymnasium Rutesheim gelang ein deutlich besserer Start: Philipp Hiller sicherte den ersten Punkt, Leo Reiss erhöhte auf 2:0. Benjamin Krischke zeigte einen engagierten Kampf, musste sich nach intensivem Ringen jedoch geschlagen geben. Für besondere Spannung sorgte die Begegnung von Benaiah Weiss: Nach einer frühen Führung durch einen Hüftwurf kämpfte sich sein Gegner zurück und glich in letzter Sekunde aus - die Entscheidung fiel im „Golden Score". In einem hochintensiven Duell setzte sich letztlich der Herrenberger durch, indem er erneut seinen dominanten Nackengriff etablierte und so den Rutesheimer ein weiteres Mal über seine Hüfte auf den Rücken beförderte. 3:1 für die Judoka des Gäuclubs. Einen aussagekräftigen Schlusspunkt in dieser Begegnung setzte Finn Reiss: Mit der ersten Aktion warf er seinen Kontrahenten bereits nach wenigen Sekunden deutlich auf den Rücken, so dass die Kampfrichter die höchste Wertung „Ippon" vergaben - das vorzeitige Kampfende, vergleichbar mit dem K. o. im Boxen. Damit stand für das Schulteam aus Herrenberg ein überzeugender 4:1-Erfolg zu Buche.

Mit Spannung wurden anschließend die Kämpfe der beiden Gymnasien aus Leonberg und Rutesheim beobachtet. Hier behielten die Rutesheimer knapp die Oberhand und siegten mit 3:2. Mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage entschied nun die Unterbewertung, welche Schule den Regierungsbezirk beim Landesfinale am 15. Juli in Sindelfingen vertreten darf. Und hier waren es schließlich die Herrenberger, die sich aufgrund ihres deutlichen 4:1-Sieges über Platz eins und die Qualifikation für die nächsthöhere Ebene freuen durften.

In den kommenden Wochen gilt es nun, die Erkenntnisse gezielt aufzuarbeiten, um optimal vorbereitet in das Landesfinale zu gehen. Dort trifft die Mannschaft auf die Sieger der Regierungsbezirke Tübingen, Karlsruhe und Freiburg - mit dem Ziel, sich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren.

(Artikel erschienen am 25.03.2026 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

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