Schulprojekte

Schulprojekte

Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.

 

Einladung zur
Fasnets-Challenge
im Exit Game Style
 
Fasching 21 ist anders als die Jahre zuvor.
Anders aber...
 
..in uns allen steckt noch ausreichend Partylaune und Fasnetsstimmung!

Sie ist nur etwas eingerostet und alles was du dafür tun musst, um die Fasnetsstimmung wieder in vollem Glanze erleben zu können ist dich der ultimativen Fasnets-Challenge zu stellen!
 
Diese Rettungsmission ist aber nicht ohne! Knifflige Herausforderungen und Rätsel, welche ganz im Style beliebter Exitgames gestaltet sind, erwarten dich.


Mit einem scharfen Verstand und den richtigen Hilfsmitteln lassen sich die Herausforderungen der unterschiedlichen Level lösen.
 

Welche Hilfsmittel?

  • Du brauchst unbedingt ein Smartphone mit QR-Code-Scanner & ausreichendem Datenvolumen.

  • Außerdem einen „Magic Navigator“, dies ist das Begleitheft zum Game. Lade ihn dir hier herunter oder hole ihn dir bei der Mobilen Jugendarbeit ab. Dort beginnt die Challenge!

  • Das Einladungsvideo siehst du hier.

Insgesamt spielst du dich über 10 Level hoch bis zum Endgame. Löst du die letzte Aufgabe und verfolgst das Game aufmerksam, bekommst du einen Preis für deinen Beitrag zur Rettung der Fastnet(-sstimmung)!

Empfohlene Altersgruppe: ab der 7-8 Klasse selbstständig lösbar, jüngere Kids schaffen das Game auch, allerdings nur mit Begleitung.

Start: Mobile Jugend Arbeit, Bahnhofsstraße 18, Herrenberg

Schätze finden mit Rätselstationen
 
Gäubote Herrenberg, 09.02.2021
 
Herrenberg — Derzeit sieht man in Herrenberg im Markwegzentrum und Umgebung sowie in der Altstadt Kinder oder Familien mit suchenden Blicken, Papier und Bleistift. Konzentriert versuchen sie, die ausgehängten Rätsel zu lösen, um Buchstaben und Ziffern in die richtige Reihenfolge zu bringen. Manche schauen auf ihre Handys, denn mithilfe von Kamera und QR-Code-Scanner können sie sich etwas Sucharbeit ersparen.

Dahinter steckt der Rätselspäß der Schulsozialarbeit und der Mobilen Jugendarbeit des Vereins für Jugendhilfe, die von der Herrenberger Kommune finanziert werden. Auf insgesamt elf Stationen finden sich unterschiedliche Rätsel wie zum Beispiel Bilderrätsel, Zahlenrätsel, Suchbilder, Sudoku und Kreuzworträtsel, die gelöst werden müssen, um den Lösungssatz zu finden.

Der Startpunkt der Rätselstrecke befindet sich am Seiteneingang der Vogt-Heß-Schule. Bildhinweise und ein QR-Code zeigen, wo sich die jeweils nächste Station befindet. So werden die Teilnehmer über das Markweggelände in Richtung Adlerstraße und Vogelsang geleitet.

Wenn sie alle Stationen entdeckt und alle Rätsel gelöst haben, finden sie sich bei den Mitarbeitern der Mobilen Jugendarbeit wieder - hier wartet eine gefüllte Schatzkiste auf sie.

Nach der Händedesinfektion darf sich jeder, der den richtigen Lösungssatz herausgefunden hat, für die harte Arbeit belohnen. Die Schatzkiste wurde durch Spenden des Lions Clubs sowie mit Sachspenden von Volksbank und Kreissparkasse befüllt.

Das Angebot, das sich die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter speziell für Familien in der Ferien- und Lockdownzeit ausgedacht haben, nahmen bis zu 40 Kinder am Tag wahr. Zur Freude der Organisatoren konnten viele Kinder und Familien davon profitieren und das, ohne die Abstands- und Hygieneregeln zu brechen, heißt es in der Pressemitteilung.

Aufgrund des großen Zuspruchs ist bereits die nächste Rallye in Planung. Informationen zu den Schnitzeljagden gibt es auf den Homepages der Herrenberger Schulen, des Herrenberger Elternbeirats oder bei den Schulsozialarbeitern des Vereins für Jugendhilfe.    -gb-.

(Artikel erschienen am 09.02.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Sportprofil, Bläserklasse, Tanz-Theater und Natur
 
Herrenberg: Jerg-Ratgeb-Realschule zeichnet sich durch ein vielfältiges Angebot aus
 
Gäubote Herrenberg, 06.02.2021
 
von Gabi Weber-Urban
 
Seit Jahren punktet die Jerg-Ratgeb-Realschule mit einem breiten Spektrum an schulischen Schwerpunktangeboten. Angefangen hat alles mit dem sogenannten „Sportzug", der lange bevor die Profilbildung Einzug in den Schulalltag gehalten hat, zum Alleinstellungsmerkmal geworden war.

Das intensive sportartenübergreifende Bewegungsangebot schult Ausdauer, Geschick und Kraft    GB-Foto: gb

Die Jerg-Ratgeb-Realschule liegt im Schulzentrum Markweg und wird als offene Ganztagsschule geführt. Ein Mittagessen in der Mensa, Hausaufgabenbetreuung sowie die Teilnahme an AGs runden das Tagesprogramm ab. Im laufenden Schuljahr besuchen insgesamt 700 Jungen und Mädchen die Realschule. Zurzeit werden 117 Kinder in vier fünften Klassen unterrichtet. Alexander Riegler steht als Schulleiter einem Team von 50 Pädagogen vor. Eine Schulsozialarbeiterin komplettiert das Team der Schule.

Wohin nach der vierten Klasse?
Wohin nach der vierten Klasse? Diese Fragen stellen sich Jahr für Jahr viele Eltern und Schüler. Doch dieses Jahr fällt die Antwort darauf noch schwerer als sonst. Denn Auskünfte und Infogespräche vor Ort in den Schulen gibt es nicht. Infoveranstaltungen fallen aus, die Türen bleiben zu, keine Projektpräsentationen. Der Corona-Lockdown lässt es nicht zu. Dabei stehen die Anmeldetermine im März unmittelbar bevor. Zwar werden viele Angebote ins Internet übertragen, doch der Informationsbedarf bleibt groß. Der „Gäubote" stellt deswegen in einer kleinen Artikelserie die weiterführenden Schulen in Herrenberg und Umgebung vor. Und ebenso die beruflichen Schulen - auch sie können nur eingeschränkt um neue Schüler werben.                                                   -gb-

Wie in allen Realschulen ist die erste Fremdsprache Englisch. Der Englischunterricht beginnt in Klasse 5. Ab dem sechsten Schuljahr kann die erste Fremdsprache um Französisch ergänzt werden.

Das Sportprofil als Weiterentwicklung des Sportzuges bietet bewegungsfreudigen Kindern die Möglichkeit, sich sportlich zu erfahren. Mit dem intensiven sportartenübergreifenden Bewegungsangebot werden Ausdauer, Geschick und Kraft geschult und gleichzeitig auch optimale Bedingungen für das Lernen der Kinder geschaffen. Schullandheimaufenthalte ermöglichen den Kindern Einblicke in Natur- und Outdoorsportarten wie Snowboarden, Kajakwandern, Raften, Klettern oder Canyoning. Aber auch Gesundheitserziehung wird im Rahmen dieses Profils gelehrt.

In der Bläserklasse wird zwei Jahre lang als Klassenorchester musiziert

In der Bläserklasse - dem zweiten Profil - musizieren die Schüler über zwei Jahre als Klassenorchester. An die Stelle des traditionellen zweistündigen Musikunterrichts tritt ein dreistündiger Orchesterunterricht, der um einen einstündigen Instrumentalunterricht durch den Kooperationspartner Musikschule realisiert wird. Im Anschluss an das Bläserklassenprofil haben die jungen Musiker die Gelegenheit, in weiteren Orchestergruppierungen ihre musikalischen Fertigkeiten auszubauen. Big Band, Chor, Samba, Band für Einsteiger und Tanzmodule für die Jahrgangsstufen 9 und 10 komplettieren das Profilangebot.

Aber auch für Kinder, die nicht in einer Profilklasse sind, bietet die JRS spannende Klassenprojekte an, die sich möglicherweise in Zukunft zu einem weiteren Profil entwickeln können: Eines dieser Klassenprojekte beschäftigt sich mit dem Themenschwerpunkt Tanz-Theater. Das Staatstheater Stuttgart ist bei diesem Projekt Kooperationspartner. Workshops, die durch Choreografen und Tänzer des Staatstheaters angeleitet werden, münden in einer gemeinsamen Werkstattpräsentation. Das Angebot wird um Theatertage auf Schloss Rotenfels und um Theaterbesuche umfassend ergänzt.

Ein weiteres Projekt widmet sich dem Thema Natur und Garten und zeichnet sich unter anderem durch naturkundliche Exkursionen, Bauernhofbesichtigung, und vieles mehr aus. Der Schulgarten bietet darüber hinaus vielfältige Gelegenheit zu praktischen Erfahrungen.

Gemäß den Aussagen von Alexander Riegel ist ein „sanfter Übergang" von der oft kleinen Grundschule in die weiterführende Schule oberstes Prinzip bei der Gestaltung der ersten Schulwochen. Durch sogenannte „Kennenlerntage" soll sich die Klassengemeinschaft festigen, Klassenlehrerstunden schaffen Nähe und Bindung, und mit Schulwegtrainingseinheiten wird für die Sicherheit gesorgt.

Für den Unterricht unter Pandemiebedingungen sieht sich die Schule nach Aussage des Schulleiters gut vorbereitet. Dank einer sehr frühen Nutzung einer Kommunikationsplattform und zahlreicher Fortbildungen ist die Schule gegenwärtig in der Lage, den Fernunterricht nach Stundenplan durchzuführen. Die Abläufe sind standardisiert und so eingeübt, dass sogar Gruppenarbeit möglich ist.

Die Jerg-Ratgeb-Realschule zeichnet sich durch eine sehr lebendige Elternarbeit aus, wie der Schulleiter zufrieden feststellt. Unter dem Motto „Eltern für Eltern" wurde von Erziehungsberechtigten ein JRS-Abc gefasst. Und so sitzen am Tag der offenen Tür nicht nur Pädagogen und die Schulleitung am Infotelefon, sondern auch Eltern, die über ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit der Schule berichten. Große Unterstützung erfährt die Schule durch den Förderverein, der sich mit Rat und Tat und auch materiell für die Schule einsetzt.

@ Infos gibt es auch unter www.jrs-herrenberg.de und am virtuellen Infonachmittag am Donnerstag, 11. Februar, von 15 bis 18 Uhr. Um 15 Uhr stellt sich die Schule allgemein vor, um 16 Uhr die Bläserklasse, ab 16.30 die Sportklasse. Anschließend werden bis 18 Uhr Fragen beantwortet..

(Artikel erschienen am 06.02.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Altstadtrallye

betreut durch: Rose Bahlinger

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Pausenspiele

betreut durch: Rose Bahlinger

Bisher gab es an der JRS eine große Spielkiste für alle Schüler. Aufgrund der neuen Abstands- und Hygienregeln, konnte diese nicht mehr genutzt werden, eine neue Idee musste her!

Das Material aus der Spielkiste wurde aufgeteilt um damit 8 große Einkaufstaschen zu befüllen. Jede dieser Taschen gehört einer Klasse, alle Spielmaterialien sind beschriftet.  Auch eine Anleitung für Spiel ohne Material (aber mit Abstand!) ist dabei.

Alle Klassen 5 und 6 treffen sich auf dem „roten Platz“, dem Sportplatz und bringen ihre Tasche mit, die Verantwortlichen sorgen dafür, dass alles wieder eingesammelt und in die Klasse zurückgebracht wird.

Wer in den beiden großen Pausen über den Platz schaut, kann sich an den spielenden Kindern freuen, Federball, Gummitwist und Hüpfseile, Indiaca und Softbälle werden gerne genutzt.

Auch das Aufräumen funktioniert recht gut, manchmal muss ein Ball oder ein Federball gesucht werden, ein Hüpfseil eingefordert werden, kommen die Verantwortlichen deshalb auch zu spät in den Unterricht.

Insgesamt ist es ein wirklicher Erfolg und eine Bereicherung.

Vielen Dank an den Förderverein der dieses Projekt gefördert hat und für die tolle Ausstattung der Taschen möglich gemacht hat!

(Rose Bahlinger, Schulsozialarbeit)

Ein außergewöhnlicher Jahrgang
 
Herrenberg: 126 Absolventen der Ratgeb-Realschule erhalten Abschlusszeugnis
 
Gäubote Herrenberg, 28.07.2020
 
126 Absolventen der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule haben ihr Abschlusszeugnis in Empfang genommen — ein außergewöhnlicher Abschlussjahrgang in einem außergewöhnlichen Prüfungsjahr.

Die besten Absolventen der Jerg-Ratgeb-Realschule (von links): Johanna Supper (Notendurchschnitt 1,2), Isabel Kleiner
(1,0) Stefan Staiger (1,2) und Niklas Reinhold (1,2)    GB-Foto: gb

Die traditionelle gemeinsame Abschlussfeier in der Markweghalle mit Hunderten von Gästen und einem bunten Rahmenprogramm konnte in diesem Jahr nicht stattfinden und musste kleinen Zeugnisfeiern im Rahmen der Klassengemeinschaft weichen. Dieses ungewöhnliche Format der Zeugnisüberreichung war nur eine der Besonderheiten in diesem Prüfungsjahr: Schulschließung, Prüfungsvorbereitung im Fernunterricht, ausgefallene Abschlussfahrten, veränderte Abschlussprüfungen und Prüfungstermine und die bange Frage, ob man die Prüfung gesund antreten wird.  Die gute Nachricht: Alle Absolventen haben die Prüfung gesund angetreten, und alle haben die Prüfungen zur mittleren Reife auch bestanden. Aber nicht nur das: Der Abschlussjahrgang 2020 hat nicht nur den veränderten und herausfordernden Umständen getrotzt, sondern die Abschlussprüfungen auch äußerst erfolgreich absolviert.

Zwölf Prüflinge erreichten einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser. Die Schulbesten sind in diesem Jahr Isabel Kleiner mit der Traumnote 1,0. Johanna Supper, Niklas Reinhold, Stefan Staiger und Finn Wittko folgen als weitere Schulbeste mit einem Schnitt von 1,2.

Einen Preis mit einem Notendurschnitt bis zu 1,9 erhalten außerdem: Maja Meix-ner, Jennifer Klenk, Lea-Chiara Bsonek, Gina Stimmler, Lisa Holzwarth, Nathan Wilke, Rasmus Hohenstein, Siyu Chen, Nelio Vischer, Larissa Burckardt, Derya Haybat, Fabian Fenchel, Lucas Jäger,  Bennet Bosch, Anabel Fegert, Angela Man-cuso, Nina Schneider, Lean Haag, Anika Meixner, Ameie Rittner, Hetty Hester Hollatz, Marie Supper, Maya Dieterle, Jens Christopher Schuller, Emma Brouilly, Andreas Höpfer, Dominik Wolber, Salome Staiger, Elena Pugar, Julia Lais.

Eine Belobigung mit dem Notendurchschnitt bis 2,3 erhalten: Jakob Wolpold, Ricky Rehnert, Linus Benedict Weber, Jana Bürger, Tim Bischof, Lauro Caggiano, Florian Wacker, Lara Rinderknecht, Ann-Cathrin Raßmann, Julian Olderdissen, Eli-as Rinderknecht, Finn Sattler, Silas Tom Eichling, Paul Kienzle, Luis Niethammer-Oliveira, Anja Aichele, Paul Pingel, Leonie Fix, Finn Egeler, Carl Zettelmayer, Melisa Oruc, Axel Sobotta, Metehan Tosun, Mustafa Ileri, Philipp Benjamin Kammerer, Fabrizio De Luca, Denis Can Kemal John-son, Cemal Ay, Cora Eulenfeld, Sophia Wilhelm, Marion Geysel, Finn Luca Stroh-
äker, Noah Thomas.

(Artikel erschienen am 78.07.2020 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Eine Präsentation der Extraklasse
 
Herrenberg: Abschluss des gemeinsamen Projektes von Jerg-Ratgeb-Realschule und Stuttgarter Ballett
 
von Gabi Weber-Urban, Gäubote Herrenberg, 07.12.2019
 
betreuende Lehrerin: Ilona Will

Eine Präsentation der Extraklasse zeigten 30 Schüler der Klasse 5d der Jerg-Ratgeb-Realschule und entführten das begeisterte Publikum in die Welt des Märchens Dornröschen. Gleichzeitig demonstrierten die Akteure eindrucksvoll den Ablaufeiner Probenstunde. Der Aufführung vorangegangen waren zehn Übungseinheiten, welche die Kinder unter der Leitung der Stuttgarter Tanzpädagogen und ausgebildeten Balletttänzer Marieke Lieber und Adrian Turner absolviert hatten.

Die Schüler zeigten eindrucksvoll, was sie entwickelt hatten                          GB-Foto: Holom

Das kulturpädagogische Schulprojekt „Impuls MusikTheaterTanz" der Staatstheater Stuttgart unter der Leitung von Nicole Loesaus - fördert unter anderem das Selbstvertrauen der Teilnehmer, ermöglicht vielfältige Bewegungserfahrun  gen, schult das Körperbewusstsein und ermöglicht ein Gruppenerlebnis der besonderen Art. Angefangen hatte alles mit einer Bewerbung, welche die Klassenlehrerin Ilona Will bei „Impuls MusikTheaterTanz" einreichte und die „von einer guten Fee" positiv beschieden wurde. Noch vor den Herbstferien nahmen die beiden Tanzpädagogen ihre Arbeit mit der Klasse auf und begaben sich gemeinsam mit den 30 Mädchen und Jungen auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt des Tanzes (der „Gäubote" berichtete ausführlich).

Gleichzeitig erreichten die ehemaligen Tänzer - mit Begeisterung und Herzblut -, die Kinder mit sich selbst und mit ihren Mitschülern in intensiven Kontakt zu bringen. Adrian Turner, der die Werkstattpräsentation am Donnerstagabend im Gemeindehaus St. Martin moderierte, bescheinigte den Kindern, dass sie im Laufe des Projektes eine große Entwicklung ihres Wesens gemacht hätten. Seinem Motto „Du musst nicht perfekt sein, aber du musst immer dein Bestes geben, immer 100 Prozent" entsprechend, konstatierte er bei den Schützlingen ein hohes Maß an persönlicher Einschätzung.

Disziplin und Konzentration sind Eckpfeiler einer gelungenen Aufführung. Und so startete die Werkstattpräsentation mit Konzentrationsübungen. Die Kinder saßen aufrecht im Schneidersitz und verbanden sich miteinander. Aus zarten Berührungen entwickelte sich eine entspannende Massage. Der Kopf gesenkt. Stille, absolute Konzentration. Was bei den Schülern mühelos gelang, forderte der Moderator vom Publikum energisch, wenn auch augenzwinkernd, ein. Nach der Auf-wärmphase folgte ein Spiel, das die Kondition der Akteure steigert. Im Wettbewerb kämpften zwei Mannschaften um Schnelligkeit. Und dann ging es an die Choreografie.

"Ihr habt in mir viele schöne Gefühle geweckt. Danke, dass ich das erleben durfte"
Ein Schüler


Dabei ist es den Tanzpädagogen wichtig, dass nichts einstudiert wird, sondern die Bewegungsabfolgen aus den Kindern herauskommen und von ihnen weiterentwi-  ekelt werden. Die Lehrer unterstützen dabei feinfühlig und wertschätzend. Der erste Durchgang fand noch ohne Musik statt es wurde lediglich eingezählt. Konzentriert absolvierten die Eleven - unterstützt von ihren Ausbildern - die Choreografie. Alles klappte wie am Schnürchen.

Dann kam der große Augenblick. Die Aufregung war spürbar. Die Tanzlehrer fokussierten ihre Schützlinge ein letztes Mal: "Nehmt Haltung an. Versucht, ganz bei euch zu bleiben." Und dann zeigten die Kinder eindrucksvoll, was sie entwickelt hatten. Mit Musik und ganz allein. Atemloses Mitverfolgen der Choreografie, erlösender Applaus. Jeder hatte wirklich sein Bestes gegeben.

Mit dem Thema „negative Energie" hatte sich die Klasse intensiv auseinandergesetzt, galt es doch, die böse Fee Carabosse darzustellen, und hatten dabei tief in ihre Körper hineingehört. Genauso souverän wie die negativen Energien in Bewegung umgesetzt wurden, gelang die Darstellung des „hundertjährigen Schlafes" und das anschließende friedvolle Aufwachsen, das sich durch weiche und fließende Bewegungen auszeichnete. Schlaftrunkene, langsame Gesten, bis alle Kinder, die sich mit zarten Berührungen gegenseitig weckten, sich dem Licht des Tages zuwenden konnten. Der tosende Applaus des Publikums beendete eine eindrucksvolle Darbietung, die alle berührte: Ausführende, die Tanzpädagogen, die Schulleitung und das ganze Publikum.

Die Klassenlehrerin brachte das Lob auf den Punkt. „Es hat geklappt. Ich bin s00000 stolz auf euch! " Ilona Wills Wunsch „Ich möchte, dass ihr eine Gemeinschaft werdet, dass ihr euch vertraut, dass ihr respektvoll miteinander umgeht, dass ihr Geborgenheit und Vertrauen geben und erfahren könnt" wurde voll erfüllt. Die Kinder bedankten sich ganz persönlich bei ihren Tanzlehrern. Dabei waren die Statements so vielfältig wie das ganze Projekt „Ihr habt in mir viele schöne Gefühle geweckt. Danke, dass ich das erleben durfte" - „Besonders lustig fand ich, als Adrian uns den Quatsch aus dem Kopf operiert hat" - „Im Tanzworkshop hat mir besonders die Massage gefallen. Da konnte ich in mich reinschauen in mich reinhören." Schulleiter Alexander Riegler bedankte sich „für das tolle Geschenk", und auch die Eltern waren des Lobes voll. Die „Schulung des Tanzes" zeigte sich als „Schule des Lebens". Das erfolgversprechende Projekt sollte dringend weiter „Schule machen".

(Artikel erschienen am 07.12.2019 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

 

Märchenstunde mit dem Stuttgarter Ballett
 
Herrenberg: Schüler nähern sich in den nächsten Wochen der Kunstform Tanz an
 
von Christiane Hornung, Gäubote Herrenberg, 10.10.2019
 
betreuende Lehrerin: Ilona Will

Von der Schulbank in den Tanzsaal heißt es für rund 30 Fünftklässler der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule an diesem grauen Oktobertag. Die kommenden Stunden gehören der Arbeit mit dem Bewegungsrepertoire des eigenen Körpers, angeleitet durch Marieke Lieber und Adrian Turner vom Stuttgarter Ballett. Dass die Kunst des Tanzes eine gewisse Disziplin erfordert, wird schnell klar.

Ballet-Projekt an der Jerg-Ratgeb-Realschule: Die Fünftklässler lernen von und mit dem Profi    GB-Foto: Bäuerle

„Impuls MusikTheaterTanz" ist ein die drei Sparten des Württembergischen Staatstheaters übergreifendes Projekt mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche mit Kunst in Verbindung zu bringen. Die Oper machte im Jahr 2005 den Auftakt, 2006 zog das Schauspiel nach, 2007 schloss sich das Ballett an. 17 Projekten nehmen sich die drei Sparten jährlich an, wie Nicole Loesaus, Leiterin des Bereiches „Stuttgarter Ballett jung", erläutert. Das Stuttgarter Ballett selbst trägt mit fünf Projekten an fünf Schulen zu „Impuls MusikTheaterTanz" bei.

In den kommenden Wochen werden die Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule in den Genuss von zehn Workshops kommen, die jeweils in den Vormittagsunterricht  eingebettet sind, hinzu kommt eine Führung hinter den Kulissen in Stuttgart sowie ein Besuch der Generalprobe von „Dornröschen", das als leitendes Motiv über den Workshops steht. Zur Seite gestellt werden ihnen dabei mit Marieke Lieber und Adrian Turner zwei professionelle Pädagogen, die beide bereits seit elf Jahren für das „Stuttgarter Ballett jung" tätig sind. Marieke Lieber ist ehemalige Tänzerin des Staatstheaters, ihre Ausbildung erhielt sie an der hauseigenen John-Cranko-Schule. Adrian Turner wurde an der Rambert School in London ausgebildet und ist nun als freier Choreograf und im Rahmen verschiedener Tanzvermittlungsprojekte tätig. „Es ist immer etwas Neues", erklärt er seine Faszination an der Weitergabe der Kunstform Tanz, „wir wissen, dass es immer auf verschiedene Art und Weise funktioniert". Wichtig ist den beiden Pädagogen, das Wort „Ballett" grundsätzlich zu vermeiden, um keine falschen Assoziationen zu wecken. „Wir machen ein Tanzvermittlungsprojekt und vermitteln unsere Kunst", so Adrian Turner, „wir machen nicht in dem Sinne klassisches Ballett", ergänzt Marieke Lieber.

Stattdessen geht es für die Kinder dar um, mit den Möglichkeiten des eigenen Körpers zu arbeiten, diese zu entdecken und zu erweitern. „Wir machen unsere eigene Idee von 'Dornröschen', erläutert Adrian Turner, „zwei, drei Aspekte" des märchenhaften Balletts werden dabei fokussiert. So könnte beispielsweise der im merwährende Kampf Gut gegen Böse erarbeitet werden, im Ballett dargestellt durch den Charakter der bösen Fee Carabosse und ihrer Gegenspielerin, der Fliederfee.

Dies jedoch liegt noch in weiter Ferne, „wir müssen die Kinder erst einmal kennenlernen und schauen, wie sie draufsind", so Adrian Turner. Pädagogen und Kinder müssen sich annähern, „jeder stellt sich anders heraus, wir müssen die Gruppendynamik feststellen".

Um am Projekt teilzunehmen, müssen sich die einzelnen Schulen bewerben, in Herrenberg initiiert hatte dies Ilona Will, die an der Jerg-Rat-geb-Realschule als Lehrerin tätig ist. Aktuell verfügt die Institution mit dem Fokus auf Musik und Sport über zwei besondere Profile, derzeit laufen jedoch die Überlegungen, ein Drittes ins Leben zu rufen, das sich im Bereich des Theaters bewegt.

"Wir müssen die Kinder erst einmal kennenlernen und schauen, wie sie drauf sind "
Tänzer Adrian Turner


„Mit dem Projekt starten wir eine erste Kooperation mit dem Staatstheater", nun können erste Erfahrungen gesammelt und sondiert werden, „ob so ein Projekt im Schulalltag tauglich ist", so Ilona Will. Weitere Schritte in Richtung eines neuen Profils werden aktuell mit einer Theaterstunde gegangen, „im zweiten Halbjahr machen wir mehr mit Musik", geplant ist ein Musical als Klassenprojekt.

„Ich freue mich aufs Theaterspielen und auch das Tanzen, das macht Spaß", formuliert die zehnjährige Pauline aus Nufringen erste Erwartungen an das Projekt, das durch den Förderverein der Staatstheater, die BNP Paribas-Stiftung sowie einen Eigenanteil der Staatstheater gefördert wird. Vonseiten der Jerg-Rat-geb-Realschule steuert der dortige Förderverein ebenfalls einen finanziellen Obolus bei.

„Es ist eine Riesen-Ehre für uns, dass wir hier mit professionellen Künstlern, Tänzern und Choreografen zusammenarbeiten dürfen", ergänzt Alexander Riegler, Schulleiter der Jerg-Ratgeb-Realschule. Nicht zuletzt wünscht er sich, dass das Projekt auch nachhaltig    wirken wird, „ich hoffe, dass es den Kindern Lust auf mehr macht". Auch im Hinblick auf ein mögliches neues Profil setzt der Auftakt mit den Staatstheatern Maßstäbe, „das ist schon eine große Nummer".

Auf lange Sicht sollen die Schüler durch das Impuls-Projekt profitieren und geprägt werden, sowohl in ihrer persönlichen Entwicklung als auch hinsichtlich der Sozialkompetenz, denn „Tanzen zur Musik hat immer etwas Heilsames", so Marieke Lieber.

(Artikel erschienen am 10.10.2019 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).