Klassenprojekte

Klassenprojekte

Hier sind eine große Zahl von Projekte enthalten, die sowohl von einzelnen Klassen als auch von Gruppen von Klassen durchgeführt wurden.

Endlich wieder unterwegs auf Klassenfahrt

betreuende Lehrerin: Christiane Lipponer

Am 27. Juli 2021 unternahmen die Klassen 7b und 8b einen Ausflug in den Erlebnispark Tripsdrill.

Morgens trafen wir uns an der Bushaltestelle "Berliner Straße". Doch leider ließ der Bus etwas auf sich warten, aber nach einer halben Stunde ging es endlich los und nach weiteren 1,5 Stunden erreichte der volle Bus dann sein Ziel.

Die Lehrer holten die Eintrittskarten für uns und dann konnte es losgehen! Wir bewegten uns in kleinen Gruppen durch den Park. Da viele andere Klassen an diesem Tag versuchten die triste Coronazeit hinter sich zu lassen, war die Wartezeit an den Attraktionen dementsprechend lang. Trotzdem genossen wir die rasanten und auch weniger rasanten Fahrten in den Fahrgeschäften.
Die Wartezeiten an den Attraktionen nutzen wir zum Essen und zum Quatschen.

Um 16:30 trafen wir uns schließlich wieder am Eingang, doch bevor wir den Park endgültig verließen, deckten sich viele noch mit Süßigkeiten aus dem Souvenir-Shop ein.

Die Busfahrt nach Hause ging dann sehr schnell und wir beendeten sie deshalb mit einem „Hoch auf unseren Busfahrer".

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein sehr schöner Abschluss dieses schwierigen Schuljahres war und an dieser Stelle möchten wir auch den Lehrerinnen Frau Forster, Frau Gollert, Frau Lipponer und Frau Pape sowie dem Förderverein der JRS dafür danken, dass sie uns so einen schönen Ausflug noch kurzfristig ermöglicht haben und hoffen, dass wir auch in diesem Schuljahr wieder tolle Ausflüge unternehmen können.

(Von Lea Pfister 8b)

Ersatzschullandheim 8c

Unsere Kajak- und Kanutour auf dem Neckar

betreuende Lehrerin: Anne Bossert

Wir sind die Klasse 8c der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg. Frühmorgens trafen wir uns alle am Jugendhaus in Herrenberg, um dort mit vielen Kleinbussen zu unserer ersten Anlegestelle am Neckar zu fahren. Hier war erstmal „Menpower“ gefragt. Alle Kanus und Kajaks mussten von den beiden Anhängern abgeladen werden, um sie dann direkt an das Wasser zu tragen. Anschließend bekamen wir die Einweisung zur besagten „Paddelkunst“ von einem unserer Guides. Nachdem wir über die wichtigsten „Paddelregeln“ informiert waren, ging es an die Boote. Ziel war, dass jeder ein zur Körpergröße passendes Boot erhielt. Das war unsere erste Herausforderung. Die Zweite war, erfolgreich mit dem Kajak/Kanu ins Wasser zu gelangen. Hier gab es schon die ersten Badeversuche 😊

Im Wasser startete unsere erste Trainingseinheit und zwar eine Stunde gegen die Strömung zu paddeln. Durch die vorherigen Regentage, war der Fluss sehr voll und die Strömung stark, sodass all unsere Power gefordert war. Auch hier galt: wer die Technik gut beherrschte, kam gut voran.

Wir versuchten einige Übungen, wie z.B. einen Kreis mit allen Kajaks zu bilden oder auf den Kajaks im Wasser zu laufen. Nachdem die Trainingseinheit erfolgreich beendet wurde, ging die Reise auf dem Wasser endlich flussabwärts los. Das Abenteuer der Wasserrutschen startete. Viele Kajaks meisterten erfolgreich unsere erste Wasserrutsche, doch vor allem einige unserer Kanus kenterten. Nach dieser kleinen Badeeinheit fuhren wir mehrere Stunden durch schöne Naturszenarien und meisterten noch viele weitere Wasserrutschen. Gegen Ende unserer Tour wurden wir vor allem durch das auf uns wartende warme Grillfeuer angespornt. Gegen Spätmittag endlich an unserer Grillstelle angekommen, genossen wir unser wohlverdientes „BBQ“.

Uns hat es herausgefordert, sehr viel Spaß gemacht und freuen uns auf unser nächstes Abenteuer!

(Eure Klasse 8c)

Abschlussfahrt 10c

betreuender Lehrer: Thomas Spengler

Am 14.07.2021 fand der Abschlusstag der Klasse 10c statt.

Aufgrund der diesjährigen Vorgaben hinsichtlich der Pandemie, wurde aus einer mehrtägigen Abschlussfahrt leider nichts. Nichts desto trotz machten wir das beste daraus und fuhren am Mittwochmorgen nach Pfullendorf in den Seepark. Am See mieteten wir für die gesamte Klasse die Wakeboard- und Wasserskianlage und verbrachten dort 3 actionreiche Stunden am See auf den Brettern und den Skiern.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Seerestaurant ging es zum Abschluss noch einige Stündchen auf den angrenzenden Fuballgolfplatz.

Nach einem gemeinsamen letzten Tag als Abschlussklasse, ging es früh abends wieder zurück nach Herrenberg.

(Thomas Spengler)

Projekttage 8d

betreuende Lehrkräfte: Yavuz Ata

Die Schüler:innen aktiv an einer Zielsetzung und an einem Projekt teilhaben zu lassen, ist aus pädagogischer und erzieherischer Sicht eines der Erfolgsrezepte, wenn es um die Kompetenzvermittlung geht. Denn so lernen sie hautnah, was es bedeutet, im Team zu agieren, sich eigene Ziele zu setzen, in Meilensteinen zu arbeiten, Kreativ zu sein, in Etappen zu denken und immer wieder zu kommunizieren, um Feedback zu holen und Feedback zu geben.


Dieses handlungsorientierte Arbeiten konnten wir an unseren pädagogischen Tagen am Schuljahresende planen und durchführen. Die Schüler:innen hatten die kreative Idee, den Eingang des Schulhauses umzugestalten.


Sie hatten vielfältige Ideen und haben rege über die Realisierbarkeit diskutiert. Am Ende entstand ein überdimensionales -JRS- die Abkürzung unseres Schulnamens.


Der Weg ist das Ziel und somit durften wir in dieser schwierigen Corona-Phase endlich wieder gemeinsam mit den Schülern arbeiten und Gemeinschaft auch erleben.

(Yavuz Ata)

Kanufahrt 8d

betreuende Lehrkräfte: Yavuz Ata

Nach der langen Abstinenz und des Distanzlernens war es ein Segen, dass wir am Schuljahresende noch einmal die frische Luft und die Natur gemeinsam mit der Klasse erleben konnten. Die Schüler:innen haben es sichtlich genossen, dass sie nun rausgehen und etwas "machen" durften.


Unser Ziel war die Schöne Stadt Sulz am Neckar- hier sind wir gewandert und haben unseren Tag erst einmal mit Grillen begonnen. Denn diese Stärkung haben wir für unsere nächste anspruchsvolle Etappe auch sichtlich gebraucht: Wir wollten allen zeigen und beweisen, dass wir nicht nur auf Land gut sind, sondern auch im Wasser! Die Kanus warteten schon auf uns.


Nach einer kurzen und professionellen Einweisung durften wir schon in die Kanus und es hautnah erleben, was es bedeutet, wenn man von der "Macht und Stärke des lebensnotwendigen Elixiers" spricht. Es war zeitweise eine Kraftanstrengung und ein absolutes Teamplaying, um die Kanus zielstrebig zu lenken und den Fliehkräften entgegenzuwirken, aber die Schüler:innen haben es mit Bravour gemeistert.


Ein denk- und erlebniswürdiger Tag ging somit zu Ende. Zwar waren wir alle am Ende sehr müde, aber froh, in Gemeinsamkeit Schule außerhalb erleben zu dürfen.

(Yavuz Ata)

Kajak und Kanuausflug mit dem Jugendhaus Herrenberg

Verantwortliche Lehrerinnen: Larissa Laib, Ina Dietrich

Am Mittwoch, den 21. Juli 2021, startete die 7a um 8.00 Uhr vom Jugendhaus Herrenberg aus Richtung Horb am Neckar. Die 26 SchülerInnen wurden zu Beginn am Startpunkt in Horb, nach dem gemeinsamen Abladen der Ausrüstung, zunächst vom Team des Jugendhauses in die Kniffe des Kajak- und Kanufahrens eingewiesen. Sechs Kajakguides des Juha sorgten für Sicherheit der wenigen Kanus und vielen Kajaks auf dem Wasser. Nach einer Stunde Training in ruhigem Gewässer wurde es direkt spannend für die Klasse- das erste Wehr wurde überwunden. Hier mussten bereits ein paar Ängste besiegt und die ersten paar Milliliter Wasser geschluckt werden.

Nachdem die Guides ein paar gekenterte Boote wieder geleert und den wenigen Verunsicherten gut zugeredet hatten, ging es weiter Richtung Bieringen. Während den Stunden auf dem Neckar mussten die Kinder immer wieder auch mit schwierigeren Stellen zurechtkommen und sich gegenseitig helfen, um an ihr gemeinsames Ziel zu gelangen.

Zwei weitere Wehre und die ein oder andere Strömung konnten von Allen gemeistert werden. An einer ruhigeren Stelle sammelten sich alle Kajaks zu einem Kreis auf dem Wasser und Einzelne stiegen aus ihrem Kajak um den Kreis auf den Bootspitzen zu Fuß zu umrunden.

Am Ende kamen alle sicher am Ziel in Bieringen an und freuten sich auf ihr wohlverdientes Grillgut.

Vielen Dank für die großzügige Spende des Fördervereins und die tolle Planung und Durchführung des Juha Herrenberg- Teams - ohne sie wäre dieses unvergessliche Erlebnis nicht möglich gewesen!

(Larissa Laib)

Ausflug Tripsdrill

betreuende Lehrkräfte: Martina Karl-Hartmann, Anja Pfeifer, Susanne Maier-Haag

Die Bläserklasse 5b und 6b machten sich mit ihren Lehrerinnen Frau Pfeifer, Frau Maier-Haag und Frau Karl-Hartmann am 15. Juli auf den Weg zum Erlebnispark nach Tripsdrill. Die Aufregung bei der Busfahrt war riesengroß. Denn seit über einem Jahr durften die Kinder, bedingt durch Corona, keine außerunterrichtliche Veranstaltung durchführen.

Ein ursprünglich angedachtes Platzkonzert der beiden Bläserklassen durfte leider nicht stattfinden. Dies tat der Freude aber keinen Abbruch.

In Tripsdrill angekommen, konnten es die Kinder kaum erwarten, bis sie in ihren Gruppen losstürmen durften.

Von der Katapult-Achterbahn Karacho über die Holzachterbahn Mammut bis hin zur neuen Hals-über-Kopf Achterbahn gab es Nervenkitzel pur.

Nicht nur bei den Achterbahnen, sondern auch bei den zahlreichen Wasserattraktionen kamen die Kinder voll auf ihre Kosten und hatten jede Menge Spaß.

Am Ende des Tages waren sich alle einig, dass dies ein tolles Erlebnis war.
Vielen Dank für die Unterstützung und den Zuschuss des Fördervereins der JRS.

(Martina Karl-Hartmann)

Verwerten statt wegwerfen
 
Herrenberg: Ratgeb-Realschüler produzieren Leckeres mit Lebensmittelretter
 
von Angela Baum, Gäubote Herrenberg, 21.07.2021
 

Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule backen mit Reza Khajavi (rechts) aus Afghanistan              GB-Foto: Holom

Aus Lebensmitteln, die Supermärkte oder Gärtnereien wegwerfen würden, zauberten gestern Neuntklässler der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule einen Mittagstisch für Schüler und Lehrer. Angeleitet wurde der Projekttag von Reza Khajavi, der mit „Wertbrot" auf sich aufmerksam macht. Die Schüler der Klasse 9b und Lehrerin Silke Würth waren sichtlich begeistert von den fantasievollen kulinarischen Köstlichkeiten, die sie gemeinsam mit dem Lebensmittelretter in der Lernküche kochten.

Da wurden etwa Frühlingsrollen hergestellt, die in einen Teig eingebettet waren, der zum Teil aus altem, gemahlenem Brot hergestellt war. Wer die Lernküche betrat, wurde bereits an der Tür mit einem Duft von frisch gekochter Erdbeermarmelade empfangen. Selbst der erfahrene Koch Reza Khajavi war begeistert von dem, was die Schüler aus Erdbeeren, Rhabarber und einem Schuss Zitronensaft machten. Die vor der Mülltonne geretteten Früchte ergaben eine tolle Marmelade. Gefragt, woher die Lebensmittel kommen, meinte Khajavi, dass er die Erdbeeren und den Rhabarber von einer heimischen Gärtnerei bekommen hat. „Die Schüler haben die Beeren verlesen und das, was man noch brauchen kann, für die Marmelade verwendet."

An vier Herden gleichzeitig wurde gekocht. Das Öl, das zum Kochen verwendet wurde, ist Olivenöl, in dem früher einmal Oliven eingelegt waren. Eine super Idee, fand auch Marlon, der zu Hause viel mit seiner Mutter kocht. „Es ist schön zu sehen, wie man Reste verwerten kann", und: „Ich werde den Teig auch mal nachmachen." Seine Mitschülerin Jana ist überzeugt, dass man beim Kochen einfach „kreativ sein muss". Khajavi meint, dass die Fähigkeit, auch ältere Lebensmittel oder den Rest vom Rest zu verwerten „wichtig ist für unsere Zukunft - wir hatten eine Katastrophe in Deutschland, die Natur war sauer auf uns". Die Lebensmittelrettung komme auch dem Klima zugute. Gegen die Ressourcenvergeudung müsse etwas getan werden, sagt Khajavi, der demnächst in Herrenberg seinen Laden „Wertbrot" eröffnet.

Handlungsalternativen zum Wegwerfen müssen her

Erik, der neue Schülersprecher half auch mit und weiß, dass mit den in Europa weggeworfenen Lebensmitteln die globale Hungersnot zwei Mal beendet werden könnte. „Es ist toll, dass wir die Lebensmittel neu verwerten, die eigentlich weggeschmissen werden würden." Johanna aus der 9b erstellte ein Meinungsbild ihrer Mitschüler und brachte es folgendermaßen auf den Punkt: „Unsere junge Generation muss aktiv werden für die Zukunft." Zum Wegwerfen und der Verschwendung von Lebensmitteln müsse man Handlungsalternativen finden. Wichtig sei ihren Mitschülern auch, etwas gegen den Klimawandel tun zu können, „und Lebensmittelverschwendung hat viel damit zu tun".

Silke Würth, die das Fach „Alltagskultur, Ernährung, Soziales" in der Klasse unterrichtet, freut sich, dass die Schule erstmals einen Projekttag „Miteinander statt gegeneinander" umsetzte. Im Rahmen dieses Projekttages wurde gestern mit Khajavi gekocht. Den Lehrern schmeckten die gefüllten Datteltaschen, die Khajavi nach einem iranischen Rezept herstellte. „Den Teig mache ich aus 50 Prozent Semmelbröseln und 50 Prozent Mehl", berichtete der Lebensmittelretter. Als Hauptspeise gab es ein Gericht mit Kartoffeln. Lehrerin Melanie Wissendaner erklärte, dass man den Schülern trotz der Corona-Zeit eine Möglichkeit geben wollte, projektbezogen miteinander zu arbeiten. Daher seien beim Projekttag „Miteinander statt gegeneinander" ganz viele unterschiedliche Projekte entstanden. „Das Miteinander soll im Vordergrund stehen", so die Lehrerin, und: „Wir wollen die Gemeinschaft mit dem Projekttag an der Schule fördern."

(Artikel erschienen am 21.07.2021 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).