Klassenprojekte
Hier sind eine große Zahl von Projekte enthalten, die sowohl von einzelnen Klassen als auch von Gruppen von Klassen durchgeführt wurden.
Theaterbesuch der Klasse 9b und 9d
betreuende Lehrkräfte: Yavuz Ata, Ulrike Bau, Stephanie Fritsche
Im vergangenen Schuljahr besuchte unser kommender Abschlussjahrgang eine Theateraufführung zur Unterrichtslektüre „Der Markisenmann“ von Jan Weiler.
Es war eine überaus interessante und kurzweilige Veranstaltung. Besonders die gelungene Adaption des Romans vermittelte den Schülerinnen und Schülern wertvolle und anschauliche Einblicke in den Stoff. Die hervorragende und amüsante schauspielerische Leistung des Ensembles machte den Theaterbesuch zu einem rundum gelungenen Erlebnis.
Ein ganz besonderer Dank gilt dem Förderverein, der uns bei diesem Projekt finanziell tatkräftig unterstützt hat. Für uns als Schule ist die kulturelle Bildung durch außerschulische Veranstaltungen von zentraler Bedeutung, weshalb wir solche Erlebnisse nach Kräften fördern.
(Yavuz Ata)
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Ein großer Schritt in Richtung Zukunft:
Förderverein der JRS Herrenberg bedankt sich bei der Vector Stiftung
verantwortlicher Lehrer: Johannes Hilscher
Der Förderverein der JRS Herrenberg freut sich sehr, die Anschaffung eines modernen SOLPRO 3D-Scanners bekannt geben zu dürfen. Unser besonderer Dank gilt der Vector Stiftung, deren großzügige Unterstützung diese Investition in die technische Ausstattung und die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler ermöglicht hat.
In einer Zeit, in der Digitalisierung, moderne Fertigungstechnologien und innovative Entwicklungsmethoden immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es besonders wichtig, junge Menschen frühzeitig mit zukunftsweisenden Technologien vertraut zu machen. Genau hier setzt die Anschaffung des neuen 3D-Scanners an. Er eröffnet unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, technische Zusammenhänge praktisch zu erleben, digitale Arbeitsprozesse kennenzulernen und eigene Ideen in die Realität umzusetzen.
Mit dem SOLPRO 3D-Scanner können dreidimensionale Objekte digital erfasst und für die weitere Bearbeitung am Computer aufbereitet werden. Dadurch ergeben sich spannende Einsatzmöglichkeiten, beispielsweise im technischen Unterricht, bei Projektarbeiten und bei der Entwicklung eigener Konstruktionen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, moderne digitale Technologien nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern diese auch selbst anzuwenden und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Solche Möglichkeiten sind ein wichtiger Bestandteil einer zeitgemäßen technischen Bildung. Sie fördern das räumliche Vorstellungsvermögen, das Verständnis für digitale Prozesse sowie die Fähigkeit, kreative Lösungen für technische Herausforderungen zu entwickeln. Gleichzeitig werden Kompetenzen vermittelt, die in zahlreichen technischen und industriellen Berufsfeldern zunehmend gefragt sind.
Für den Förderverein der JRS Herrenberg ist es ein wichtiges Anliegen, die Schule bei der Umsetzung solcher zukunftsorientierten Projekte zu unterstützen und zusätzliche Möglichkeiten für eine praxisnahe Ausbildung zu schaffen. Die Anschaffung des 3D-Scanners ist dabei ein wertvoller Beitrag, um den Unterricht noch abwechslungsreicher zu gestalten und die Begeisterung für Technik, Digitalisierung und Innovation zu fördern.
Unser besonderer Dank gilt daher der Vector Stiftung für das Vertrauen in unsere Arbeit und die wertvolle Unterstützung dieses Projekts. Durch ihr Engagement wird deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Förderern und Bildungseinrichtungen ist, um jungen Menschen neue Chancen zu eröffnen und sie bestmöglich auf die Anforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Wir freuen uns darauf, dass der SOLPRO 3D-Scanner künftig vielfältig an der JRS Herrenberg eingesetzt wird und unseren Schülerinnen und Schülern dabei hilft, ihre technischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, neue Ideen auszuprobieren und innovative Lösungen zu erarbeiten.
Im Namen der Technikfachschaft der JRS Herrenberg bedanken wir uns nochmals herzlich bei der Vector Stiftung für diese wertvolle Unterstützung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung moderner Bildung und zur Gestaltung einer zukunftsorientierten Lernumgebung.
Vielen Dank für dieses Engagement und die Investition in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler!
(Johannes Hilscher)
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Klasse 8e - Unser Schullandheim in Freiburg
betreuende Lehrkraft: Tobias Stark
Am Anfang des Schuljahres 26/27 fuhr die Klasse 8e nach Freiburg ins Schullandheim. Wir verbrachten dort fünf spannende Tage und unternahmen viele verschiedene Aktivitäten. Dabei konnten wir als Klasse viel erleben, Neues lernen und unsere Gemeinschaft stärken.
Montag – Stadtführung: Vampire und böse Buben
Am Montag startete unser Schullandheim mit einer Stadtführung durch Freiburg. Dabei ging es um das Thema „Vampire und böse Buben“. Wir erfuhren spannende und teilweise gruselige Geschichten über die Stadt und ihre Vergangenheit. Besonders interessant war es, Freiburg einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. Die Führung war ein gelungener Start in unsere gemeinsame Woche.
Dienstag – Floßbauen
Am Dienstag stand Floßbauen auf dem Programm. Wir mussten gemeinsam überlegen, wie wir aus den vorhandenen Materialien ein stabiles Floß bauen konnten. Dabei waren Teamarbeit, Kreativität und Geschick gefragt. Nachdem wir unser Floß fertiggestellt hatten, konnten wir ausprobieren, ob es auch wirklich schwimmen konnte. Es war eine abwechslungsreiche Aktivität, bei der wir viel zusammenarbeiten mussten.
Mittwoch – Besuch des Mundenhofs
Am Mittwoch besuchten wir den Mundenhof in Freiburg. Dort konnten wir viele verschiedene Tiere beobachten und mehr über sie erfahren. Wir gingen über das Gelände und entdeckten unterschiedliche Tierarten. Der Besuch war interessant, weil wir die Tiere aus der Nähe sehen konnten. Außerdem genossen wir die Zeit draußen in der Natur.
Donnerstag – Wanderung auf den Schauinsland
Am Donnerstag machten wir eine Wanderung auf den Schauinsland. Dabei konnten wir die schöne Landschaft des Schwarzwalds und den spektakulären Ausblick erleben. Die Wanderung war teilweise anstrengend, aber wir unterstützten uns gegenseitig und legten gemeinsam Pausen ein. Für viele von uns war die Wanderung ein besonderes Erlebnis.
Unser Schullandheim in Freiburg war eine abwechslungsreiche und erlebnisreiche Woche. Wir lernten die Stadt besser kennen, bauten gemeinsam ein Floß, besuchten Tiere und unternahmen eine Wanderung im Schwarzwald. Besonders schön war, dass wir viele Aktivitäten als Klasse gemeinsam erleben konnten. Dabei hatten wir nicht nur Spaß, sondern lernten auch, wie wichtig Zusammenhalt und Teamarbeit sind. Insgesamt wird uns diese Woche sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Vor allem danken wir auch dem Förderverein der JRS, der dieses Schullandheim und diese Woche mit ermöglicht hat!
(Tobias Stark)
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Schullandheim der Klasse 8d vom 21. bis 25. September 2026 in Freiburg
betreuende Lehrkraft: Ina Peter
Wir starteten unsere Reise nach Südbaden gemeinsam mit der Klasse 8b und 8e am Montag gegen 9 Uhr. Kaum in Freiburg angekommen, mussten wir auch schon zu unserem ersten Programmpunkt in die Innenstadt: eine Stadtführung mit einem Schauspieler. Wir hatten das Thema „Vampire, Blut und böse Buben“.
Dienstags waren wir im Europa-Park Stadion und haben uns die Heimat des SC Freiburgs etwas genauer angesehen. Am Nachmittag versuchten wir uns aus insgesamt fünf Escape Rooms zu befreien. Ohne die Unterstützung unserer Mitschülerinnen und Mitschüler hätten wir das nicht geschafft. Am Abend haben wir uns den Film „Das gewisse Etwas“ im Kino Harmonie angeschaut.
Bei strahlend blauem Himmel sind wir m Mittwoch mit der Seilbahn den Schauinsland hochgefahren. Oben angekommen hatten wir eine grandiose Aussicht bis zu den Alpen. Beim Abstieg fanden viele schöne Gespräche statt, so dass wir überhaupt nicht bemerkt haben, dass wir nebenher ca. 10 Kilometer gelaufen sind. Obwohl unsere Beine schon etwas müde waren, haben wir am Abend beim Geländespiel mit den anderen beiden 8. Klassen nochmal alles gegeben.
Am vorletzten Tag hatten wir einige Foto-Aufgaben im Mundenhof zu erledigen. Wir suchten das größte, das kleinste und das gefräßigste Tier, außerdem mussten wir eine Tierkonferenz ablichten und auch Nemo sollten wir vor die Kamera bekommen. Danach sind wir mit der Straßenbahn in die Stadt gehfahren und bekamen Zeit in Kleingruppen Freiburg zu erkunden und auch shoppen zu gehen. Den letzten Abend haben wir nochmal mit Spielen in der Klasse genossen, bevor es am Freitag wieder nach Hause ging.
Es war eine erlebnisreiche Woche voller Abenteuer, Gemeinschaft und vieler schöner Erinnerungen. Wir bedanken uns herzlich beim Förderverein, dass er uns finanziell unterstütz hat!.
(Ina Peter)
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Schullandheim der Klasse 8b in Freiburg
betreuende Lehrkraft: Karina Pape
Eine erlebnisreiche Woche voller Abenteuer, Gemeinschaft und vieler schöner Erinnerungen erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b bei ihrem Schullandheimaufenthalt in Freiburg.
Montag – Freiburg einmal anders erleben
Nach der Ankunft in Freiburg startete unsere Woche mit einer ganz besonderen Stadtführung. Gemeinsam mit einem Schauspieler erkundeten wir die Stadt und erfuhren dabei Spannendes und Ungewöhnliches über die Friedhöfe Freiburgs. Durch die schauspielerische Gestaltung wurde die Führung zu einem besonderen Erlebnis und sorgte bei den Schülerinnen und Schülern für viel Interesse und so manchen überraschenden Moment.
Am Abend stand die erste Klassenchallenge auf dem Programm. Dabei waren Teamgeist, Kreativität und Geschick gefragt – ein gelungener Auftakt für unsere gemeinsame Woche.
Dienstag – Hoch hinaus auf den Schauinsland
Am Dienstag ging es zum Schauinsland. Schon die Fahrt mit der Gondel war ein Highlight: Rund 20 Minuten schwebten wir über den Schwarzwald und konnten dabei die beeindruckende Landschaft genießen. Oben angekommen, machten wir uns auf zu einer Wanderung und erkundeten die Umgebung.
Nach einem erlebnisreichen Tag ließen wir den Abend gemütlich bei einem gemeinsamen Kinobesuch ausklingen.
Mittwoch – Mundenhof und Freiburg
Am Mittwoch besuchten wir den Mundenhof. Dort warteten zahlreiche Fotoaufgaben auf die Schülerinnen und Schüler. In kleinen Gruppen mussten verschiedene Aufgaben gelöst und kreative Fotos gemacht werden. Dabei waren nicht nur gute Ideen, sondern auch Teamarbeit gefragt.
Anschließend ging es zurück in die Freiburger Innenstadt. Bei einer Shoppingtour konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt auf eigene Faust erkunden und das ein oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen.
Am Abend wurde es noch einmal spannend: Gemeinsam mit zwei weiteren Klassen fand ein großes Geländespiel statt. Mit viel Einsatz und Teamgeist kämpften die Gruppen um Punkte und den Sieg.
Donnerstag – Floßbau und Wasserspaß
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Wassers. Beim Floßbau waren zunächst Kreativität, Geschicklichkeit und Zusammenarbeit gefragt. Nachdem die Flöße fertiggestellt waren, wurde es bei einer Wettfahrt spannend: Welche Gruppe würde mit ihrem selbstgebauten Floß am schnellsten das Ziel erreichen?
Anschließend blieb natürlich noch Zeit, sich im See abzukühlen und gemeinsam Spaß zu haben.
Den letzten Abend verbrachten wir bei einem gemütlichen Klassenabend mit verschiedenen Spielen. Dabei konnten wir die gemeinsame Woche noch einmal Revue passieren lassen und den Schullandheimaufenthalt in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Förderverein für die großzügige Unterstützung, durch die viele dieser Erlebnisse ermöglicht wurden!
Wir nehmen viele schöne Erinnerungen, lustige Momente und sicherlich auch die eine oder andere Geschichte mit nach Hause.
(Karina Pape)
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Berlinfahrt der Klasse 10b vom 21. bis 25. September 2026
betreuende Lehrkraft: Johannes Hilscher
Die Klasse 10b unternahm vom 21. bis 25. September 2026 eine Bildungsfahrt nach Berlin. Nach der Anreise am Montag und dem gemeinsamen Weg zum Hostel begann das Programm mit dem Besuch der Landesvertretung.
Am Dienstag standen der Bundesrat und der Deutsche Bundestag im Mittelpunkt. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler anschauliche Einblicke in politische Abläufe und konnten bei einem Gespräch ihre Fragen stellen. Anschließend blieb noch Zeit, Berlin selbstständig zu erkunden.
Am Mittwoch beschäftigten wir uns intensiv mit unterschiedlichen Kapiteln der deutschen Geschichte. Zunächst führte uns eine Stadtführung entlang der ehemaligen Berliner Mauer zu wichtigen Orten der deutschen Teilung. Anschließend besuchten wir die Ausstellung „Topographie des Terrors“, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert und über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft informiert.
Am Donnerstag erhielten wir in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen weitere eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der DDR. Museumsbesuche und eine Bunkerführung ergänzten das abwechslungsreiche Programm. Gemeinsame Mahlzeiten und freie Zeit stärkten zudem die Klassengemeinschaft. Am Freitag besuchten wir die Neue Nationalgalerie und traten anschließend mit vielen neuen Eindrücken und wertvollen Erfahrungen die Rückreise an.
Wir danken dem Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule herzlich für die finanzielle Unterstützung dieser Bildungsfahrt.
(Johannes Hilscher)
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Besuch von Christoph Rickels von „First Togetherness“
verantwortlicher Lehrer: Dominik Haug
Im Rahmen der Gewaltprävention der Jerg- Ratgeb- Realschule besuchte Herr Christoph Rickels am 23.04.2026 die Jahrgangsstufe 9 unserer Schule.
„Ich kann nicht mehr weinen, verdammt!“, so beginnt der heute 37 jährige Christoph Rickels die Präsentation über sein Schicksal, das ihm als Teenager mit gerade mal 16 Jahren widerverfahren ist. Dann erzählt er innerhalb 90 Minuten eindrücklich, was sich damals zugetragen hat. Er wurde nach einem Clubbesuch brutal ins Gesicht geschlagen, sodass er mit dem Gesicht auf den Boden aufprallte und ohnmächtig wurde. Es folgte ein 4 monatiges Koma und die Gewissheit: 80% Schwerbehinderung! Der Täter kommt mit Bewährung davon, er - das Opfer - wartet noch immer auf die Entschädigung. Sein Fall liegt immer noch beim Bundesverfassungsgericht. Es ist mucksmäuschenstill. Die Schüler der Klassen 9 lauschen seiner spannenden aber auch tragischen Lebensgeschichte gebannt. Es folgenden Videoausschnitte der Szene, die sein Leben verändert hat, da sie mit Überwachungskameras aufgezeichnet wurde. Eine Reportage im Fernsehen und sein eigens komponierter Rap, den er kurz vor der Gewalttat aufgenommen hat. Die Jugendlichen sind berührt und geschockt zugleich. Am Ende dürfen noch offene Fragen gestellt werden, die zeigen, was dieser Vortrag in manchem Schüler ausgelöst hat.
Herr Rickels zeigt anhand seiner Lebensgeschichte den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 auf, dass es immer eine Alternative zur Gewalt gibt und wie schnell aus einem Schlag im Affekt heraus gleich mehrerer Leben zerstört werden können. Christoph Rickels ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und seine Lebensaufgabe ist es, im gesamten Bundesgebiet Präventionsworkshops mit Jugendlichen durchzuführen. Seine Besuche sind seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionsarbeit im Bereich der Gewaltprävention.
Vielen Dank an den Förderverein, der den Besuch von Herrn Rickels auch in diesem Jahr wieder möglich gemacht hat.
(Dominik Haug, Präventionslehrer)
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Einen Tachymeter braucht man beispielsweise für die präzise Bauvermessung. GB-Foto: Baum
In der Aktionswoche Geodäsie zeigen Experten Jugendlichen die Welt der Vermessung. Auch in Böblingen fand ein Aktionstag Geodäsie statt - hieran nahmen auch die fünf 7. Klassen der Jerg-Ratgeb-Realschule teil. Organisiert wurde der Aktionstag, der den jungen Leuten die Hintergründe der Vermessungstechnik nahebrachte, vom Landratsamt Böblingen und von Intermetric. Einmal selbst ein Tachymeter halten und bedienen konnten die Jungs und Mädels - und sie konnten sich über all die Ausbildungsberufe im Bereich Vermessungstechnik und Geodäsie informieren. Und: Was hat ein modernes Navigationssystem mit dem Bau einer Straße, der Vermessung eines Grundstücks oder dem Hochwasserschutz gemeinsam? Hinter all diesen Themen steckt die Geodäsie - eine Disziplin, die im Alltag oft kaum wahrgenommen wird, aber nahezu überall eine entscheidende Rolle spielt. Genau darauf macht derzeit die Aktionswoche Geodäsie aufmerksam. Ulrich Völter, Geschäftsführer von Intermetric, erklärt den Jugendlichen, wie so ein Tachymeter funktioniert - und dass es auf 100 Meter millimetergenau misst. „So einen Tachymeter braucht man für jede präzise Bauvermessung - sei es beim Eisenbahnbau oder bei anderen Bauprojekten", sagt er. Überall dort benötigt man präzise geometrische Grundlagen höchstpräzise und „nicht aus Google Maps". Vor einer Bauplanung wird eine Entwurfsvermessung gemacht - und zwar zentimeter- oder millimetergenau. Ulrich Völter bedauert, dass es zu wenige Vermessungstechniker in Deutschland gibt - genau hier will die Aktionswoche Geodäsie ansetzen. Oft hängen die Auszubildenden nach ihrer Ausbildung zum Vermessungstechniker ein Studium zum Vermessungsingenieur an.
Dies weiß auch Lucas Mayer zu berichten, er ist Ausbildungsbeauftragter beim Landkreis Böblingen. Super findet er, dass die Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule mit all ihren 7. Klassen zum Geodäsie-Aktionstag aufs Böblinger Flugfeld gekommen ist. Denn: Das Landratsamt hat neun verschiedene Stationen zum Bereich Geodäsie ausgeklügelt, und die Jugendlichen werden über alle neun Stationen gelotst. Da galt es etwa, Streckenmessungen zu machen oder ein Puzzle zusammenzusetzen. Zudem sollten Höhenmessungen gemacht werden, und es gab ein Ouiz. Man konnte GPS-Messungen machen oder sich genauestens über die Ausbildungsberufe im Bereich Vermessungstechnik informieren. „Wir wollen einfach die Vielfalt dessen zeigen, was wir so machen", erläuterte Lucas Mayer - und nicht zuletzt das Interesse der Jugendlichen am Bereich Geodäsie vermitteln. 13 Mitarbeiter der Stadt Sindelfingen, des Landkreises und von Intermetric schulten die Schülerinnen und Schüler - und zeigten auch auf, wo das Fach studiert werden kann. Seit dem Jahr 2018 findet jährlich der Aktionstag Geodäsie statt, der sehr gut angekommen ist, wie die Begeisterung der jungen Leute zeigte.
(Artikel erschienen am 25.07.2026 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).






















