Musik an der Schule

Musik an der Schule - etwas für's Leben
 

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Das Musikprofil der JRS

Die JRS bietet ihren Schülerinnen und Schülern im Fach Musik in allen Jahrgangsstufen ein durchgängiges fachpraktisches Angebot, das ihnen ein kontinuierliches und nachhaltiges Musizieren innerhalb und außerhalb des Unterrichts und über die Schulzeit hinaus ermöglicht. Musikerziehung an der JRS soll etwas für’s Leben sein.

Wenn Sie mehr über das Musikprofil der JRS, seine Intentionen, Ziele und Konzeption lesen möchten: http://jrs-herrenberg.de/handbuch/e-f-g-h/faecher0/musik2/


Der Förderverein – starker Partner im Musikprofil der JRS

Zentraler Kooperationspartner im Musikprofil ist der Förderverein der Schule. Dank seiner langjährigen finanziellen Unterstützung steht den Musiklehrerinnen und Musiklehrern der Schule ein attraktiver Instrumentenpark für ihre Arbeit zur Verfügung.

Darüber hinaus unterstützt der Förderverein Konzerte, Veranstaltungen und Probetage, die zum festen Bestandteil des Musikprofils geworden sind.

Im Folgenden sind beispielhaft einige Angebote aus dem Musikprofils beschrieben, die maßgeblich durch die Unterstützung des Fördervereins möglich geworden sind.

BläserKlasse


In den BläserKlassen 5b und 6b musizieren die jüngsten SchülerInnen der Schule als Klassenorchester. An die Stelle des traditionellen zweistündigen Musikunterrichts tritt ein dreistündiger Orchesterunterricht plus einstündigem Instrumentalunterricht, der u.a. durch den Kooperationspartner Musikschule realisiert wird.

Die Erfolgsgeschichte „BläserKlasse“ an der JRS begann im Schuljahr 2000/2001 unter der Leitung und Initiative von Christoph Mild-Ruf. Im Schuljahr 2011/2012 ist nunmehr die 12. BläserKlasse am Start. Damit haben bereits mehr als 350 Schülerinnen und Schüler eine musikalische Grundausbildung auf einem Blasinstrument erhalten.


Von Beginn an, seit nun mehr als 10 Jahren, leistet der Förderverein die gesamte finanzielle Betreuung und Abwicklung des Projekts. Die Finanzierung des zweijährigen Projekts erfolgt durch monatliche Entgelte der BläserKlassen-Eltern.


Durch zahlreiche gemeinsame Auftritte innerhalb und außerhalb der Schule oder durch gemeinsame Probetage in Form zweier Schullandheime wird bei Schülern wie Eltern eine hohe Identifikation mit der Klasse und der Schule geschaffen, die in den meisten Fällen weit über den Zeitraum des Projekts hinaus bestehen bleibt.


Nach dem BläserKlassen-Projekt haben die jungen Musiker die Gelegenheit, außerhalb der Schule in den Jugendorchestern verschiedener Musikvereine und/oder innerhalb der Schule in der SieBand ihre musikalischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Im 
Schnitt musizieren ca. 60 SchülerInnen in den BläserKlassen.

Bläserklassen - Was ist das?

Informationsveranstaltung zur neuen Bläserklasse 2008

Sieband und Bigband


Die sog. SieBand ist ein jahrgangs- und klassenübergreifendes Orchester, an dem neben den Musikern der ehemaligen BläserKlassen vor allem auch SchülerInnen aller anderen siebten und achten Klassen teilnehmen können. Die Besetzung des Orchesters wird um die Instrumente der Rhythmusgruppe Klavier, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug sowie weitere Orchesterblasinstrumente erweitert.

In der SieBand begegnen die SchülerInnen ersten Bigband-Arrangements. Sie machen erste Schritte im Bereich der Improvisation und haben dabei die Gelegenheit als Solisten hervorzutreten. Wie die BläserKlasse ist auch die SieBand ein Orchesterangebot anstelle des traditionellen Musikunterrichts. Jährlicher Höhepunkt für die Musiker ist das Rock- und Pop-Konzert der Schule, in dem sich alle Ensembles ab der siebten Klassenstufe in einem abendfüllenden Programm präsentieren. Im Schnitt musizieren 60 SchülerInnen in der SieBand.

Die Bigband der Jahrgangsstufen 9 und 10 ist Teil des Modulunterrichts im Fach Musik. Viele SchülerInnen der Bigband absolvieren hier ihr fünftes und sechstes Musikunterrichtsjahr in einem Orchester der Schule. Die Bigband ist ein Beispiel  für die Neigungsdifferenzierung im Rahmen des Modulunterrichts. Ohne die Organisationsform des jahrgangsübergreifenden Modulunterrichts könnte es dieses Ensemble im Rahmen des in der Kontingentstundentafel vorgesehen Musikunterrichts nicht geben.

Höhepunkte der Bigband-Arbeit sind das Rock- und Popkonzert der Schule, die musikalische Gestaltung der 10er-Abschlussfeier sowie die jährlichen Probetage in der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg in Ochsenhausen, die vom Förderverein finanziell unterstützt und bezuschusst werden. 
Durch die kontinuierliche Unterstützung des Fördervereins konnte das Instrumentarium der Schule für die Arbeit in der Sieband und Bigband  in den vergangenen Jahren optimal erweitert werden.

Zu den Anschaffungen zählen u.a.:
1 Baritonsaxophon, 4 Tenorsaxophone, 1 E-Piano, 1 Keyboardverstärker, 3 Gitarrenverstärker, 2 Aktivboxen für Konzerte und Veranstaltungen der Schule, 1 Paar Kongas, 1 Vibraphon, 1 Satz Schlagzeugbecken oder 2 halbakustische Gitarren.


Das jüngste Förderprojekt für den Fachbereich Musik, das sowohl die Arbeit mit allen Orchestern, aber auch den klassischen Musikunterricht im Klassenverband unterstützt, erhält bereits nach der kurzen Nutzungszeit das Prädikat „besonders wertvoll“ : 35 Orchesterpulte samt Transportwägen.

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Schlagzeug für alle

Die rhythmische Schulung findet in allen Jahrgangstufen als wesentlicher Bestandteil der Musikalisierung der Schülerinnen und Schüler Eingang.

Dank des Fördervereins hat die Schule mittlerweile 17 hochwertige Cajóns, genug, um damit auch im Klassenverband zu arbeiten und den Schülerinnen und Schülern ein attraktives Percussions-Instrument anbieten zu können.

Cajón (sprich: "kachon") heißt übersetzt Kiste.

Das Instrument stammt aus Lateinamerika. Die Cajón entstand aus einer Transportkiste für Lebensmittel, auf der peruanische Sklaven spielten, nachdem ihre Trommeln auf dem Feld verboten wurden ... doch das ist lange her ...

Inzwischen werden Cajóns weltweit hergestellt und gespielt. Die modernen Cajóns haben ein interessantes Innenleben: An der dünnen Schlagplatte vorn werden von innen spannbare Saiten oder Snareteppiche angebracht, die einen der Snare-Trommel ähnlichen Sound erzeugen. Gleichzeitig verfügt jede Cajón auch über einen tiefen Basston. Durch verschiedene Anschlagtechniken können weitere vielseitige Klänge gespielt werden. Dem Variationsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Cajóns eignen sich ideal als Rhythmusinstrument für das Musizieren im Musikunterricht, auch zum Musizieren im Klassenverband. Cajóns sehen schön aus - sie fühlen sich schön an: sie sind aus lackierten oder geölten Hölzern hergestellt - darauf zu sitzen bietet eine willkommene Abwechslung - sie klingen "professionell".

Die Schüler trainieren "Beat" und Rhythmus und begleiten Songs jedweder Stilrichtung. Der Schwierigkeitsgrad reicht von "kinderleicht" bis "da-muss-ich-ein-Leben-lang-üben". Das Nachspielen, Ausdenken und Aufschreiben verschiedener Rhythmuspattern unterstützt auch die Entwicklung der Hirne der Spieler! Nach einer Musikstunde mit der Cajón sind die Schüler aufnahmebereit für weiteren intellektuellen Lernstoff.

Gitarre als Klasseninstrument


Als weiterer, noch recht junger Baustein in der Weiterentwicklung des Musikunterrichts profiliert sich momentan die Gitarre als Klasseninstrument. Die SchülerInnen haben hier die Möglichkeit, einen gemeinsamen Einstieg in das Gitarrenspiel zu versuchen und erste Erfahrungen auf einem Instrument zur Liedbegleitung zu sammeln. Diese ersten Gehversuche werden häufig im Rahmen des Modulangebots Gitarre weiter ausgebaut und vertieft.

Nachdem die ersten Unterrichtsversuche mit dem Klasseninstrument Gitarre noch mit einem sehr eingeschränkten Instrumentarium und teilweise auf privaten Instrumenten der Schülerinnen und Schüler stattfinden mussten, verfügt die Schule nun über knapp 20 Instrumente, die u.a. mit Fördermitteln des Fördervereins angeschafft werden konnten.

Zwei halbakustische Gitarren sowie Gitarrenverstärker komplettieren das Instrumentarium zur Arbeit mit der Gitarre als Klasseninstrument.

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RockPop-Konzert

Musikalisches Highlight des Schuljahres ist das jährliche RockPop-Konzert der Schule, bei dem mehr als 200 Musiker, Sänger und Tänzer der siebten bis zehnten Klassen die Ergebnisse ihres Musikunterrichts in einem abendfüllenden Programm in der Stadthalle Herrenberg präsentieren.

Neben der Sieband und Bigband präsentieren sich hier auch die anderen Ensembles des Modulunterrichts aus Klasse 9 und 10 wie der Chor oder das Tanzmodul.

Veranstalter dieses großen Schulevents ist der Förderverein, der das Konzert vorfinanziert und ggf. bezuschusst.

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Schüler brillieren mit Blasinstrumenten
 
Herrenberg: Das Adventskonzert der Jerg-Ratgeb-Realschule findet beim Publikum mit einem abwechslungsreichen und stimmigen Programm großen Anklang in der Kirche Sankt Martin.
 
von Gabi Weber-Urban, Gäubote Herrenberg, 19.12.2025
 

Konzentriert musizieren die Schüler beim Adventskonzert in der Kirche Sankt Martin.    GB-Foto: Holom

Das Adventskalenderkonzert der Jerg-Ratgeb-Realschule war ein veritabler Ohrenschmaus und die perfekte Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Mehr als 160 Schülerinnen und Schüler der Bläserklassen präsentierten sich hochkonzentriert und in bester Spiellaune. Und wie sich bei einem Adventskalender hinter den Türchen Überraschungen verbergen, so gab es im Laufe des Konzerts zwei Dutzend musikalische, literarische - und beim letzten Türchen sogar kulinarisch-gesellige - Überraschungen zu entdecken. Die Sankt-Martins-Kirche war rappelvoll. Zu Beginn des Konzerts waren alle Mitwirkenden im und um den Altarraum verteilt. Die jüngsten Teilnehmer standen vor dem Altar und waren, dem Anlass entsprechend, mit roten Weihnachtsmannmützen ausgestattet.

Den Fünftklässlern oblag der Start in den musikalischen Abend - und sie machten ihre Sache gut. Mit vor Aufregung oft roten Wangen warteten die Kinder, die erst seit Mitte September zusammen musizieren, geduldig auf ihren Einsatz. Unter der musikalischen Leitung ihrer Lehrerin Martina Karl-Hartmann gaben sie ihr Bestes. Unter den vier präsentierten Stücken waren so bekannte Weihnachtslieder wie „Morgen kommt der Weihnachtsmann" und „Jingle Beils". Nahtlos, zügig und wie am Schnürchen klappten die Wechsel. Schon standen die Sechstklässler auf ihren Plätzen und warteten auf das Zeichen ihrer Lehrerin Anja Pfeifer. Bereits beim Eingangsstück „Forrest Gump" fiel das gute Zusammenspiel der einzelnen Instrumentengruppen auf. Nach dem schwungvoll dargebotenen „Rudolph the Rednosed Reindeer" folgte „Circle of Life", bei dem die Klarinetten brillierten, ehe sich die Klasse mit „We Wish You a Merry Christmas" vom begeisterten Publikum verabschiedete.

Zwischen den einzelnen musikalischen Gruppen wurden „verbale Türchen" geöffnet. Den Anfang machte Schulleiter Alexander Riegler, der die Dankbarkeit in den Fokus seiner Begrüßungsansprache stellte und sich bei Musikerinnen und Musikern und dem Publikum bedankte. Rieglers Dank galt auch Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins, für die dauerhafte großzügige Unterstützung der Bläserklassen und der katholischen Kirchengemeinde für die Überlassung des Raumes.

Yavuz Ata trägt Geschichte „Engel gesucht" vor

Die Schülerinnen Melina und Salome reflektierten die jährliche Vorweihnachtszeit, die mit großer Freude, aber auch mit viel Stress - etwa in Form zahlreicher Klassenarbeiten - verbunden ist, und hatten einen Geschenkvorschlag parat: ein freundliches und ehrliches Lächeln. Eva-Maria drückte in „Herzenswunsch" das Bedürfnis nach einem Engel aus, der die Menschen einfach mal in den Arm nimmt. Eine Aufforderung zum Nachdenken und Handeln stellte der Text von Leonie und Sophia „Wir handeln nicht, wir denken" dar. Die „SieBand", ein fusioniertes Orchester, bestehend aus Schülern der Klassen 7 und 8, erhielt für ihre Präsentation lautstarke Zustimmung des Publikums. Auf „Let It Go" folgten „Only Time" und „Christmas at the Movies", ein dialogisch aufgebautes Stück mit abwechselnden Passagen. Bei „Santa Rocks the House" erfüllten die rockigen Töne und Rhythmen des Stückes den Kirchenraum, was mit lauten „Bravo"-Rufen goutiert wurde. In der Geschichte „Engel gesucht" vorgetragen von Yavuz Ata, dem zweiten Konrektor der Schule - ging es darum, dass man bei der Suche nach Engeln nicht auf die Flügel achten darf, sondern auf ganz normale Menschen. So gesehen tummelten sich in der St.-Martins-Kirche ganz viele Engel.

Den Abschluss eines wunderbaren Konzertes bildete die „Big Band", geleitet von Alexander Riegler und Anja Pfeifer, die mit den beschwingten Tönen von „Christmas Swings" an die Musik von Glenn Miller erinnerte. Auf das getragen präsentierte gefühlvolle Stück „Lenas Song" folgte „Can You Feel the Love Tonight", bei dem sich Alexis Alvarenga als Gesangssolistin mit eindrucksvoller Stimme hervortat. Mit „Rock the Halls" verabschiedete sich die „Big Band" fulminant und setzte ein großes Ausrufezeichen hinter ein abwechslungsreiches und stimmiges Programm. Die vier Solisten - Leonie Haag (Posaune), Samuel Schmid (Posaune), Emily Münzberg (Tenorsaxofon), Leonie Todaro (Klarinette) erhielten für ihre mitreißenden Darbietungen Zwischenapplaus und „Bravo"-Rufe.

Aber nicht nur das Publikum zeigte sich von der Leistung der Musiker, die durch den ehemaligen Schüler Micha Berger (E-Bass) sowie dessen Bruder Paul (Schlagzeug) unterstützt wurden, mehr als angetan, auch Alexander Riegler bedankte sich mit einer tiefen Verbeugung vor seinen Musikern. Dass Musik eine universelle Sprache ist, die Menschen und Kulturen verbindet, zeigte sich im gemeinsamen Singen des Weihnachtslieds „Oh du fröhliche".

(Artikel erschienen am 19.12.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Probetage der SieBand und der Big Band in der Musikakademie Weikersheim

betreuende Lehrkräfte: Martina Karl-Hartmann, Anja Pfeifer, Alexander Riegler

Im November fanden in der Musikakademie Weikersheim die Probetage der SieBand und der Big Band mit über 100 Musikerinnen und Musiker statt. Die Proben dienten der intensiven Vorbereitung auf das diesjährige Adventskonzert.

In verschiedenen Registern und im Tutti wurden mit der SieBand unter der Leitung von Anja Pfeifer und Martina Karl-Hartmann weihnachtliche Stücke wie bspw. Santa Rocks the house und Christmas at the movies einstudiert, musikalisch gemeinsam erarbeitet und verfeinert. Die jungen Musiker nutzen die Zeit, um den Klang und das Zusammenspiel zu verbessern und sich auf ihren großen Auftritt einzustimmen.

Neben den intensiven musikalischen Einheiten kam auch das Gemeinschaftserlebnis nicht zu kurz. An den Abenden gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ein toller Quizabend, der von den Schülern vorbereitet und durchgeführt wurde sowie ein Kinoabend, der für gute Stimmung sorgte. 

Nach drei Tagen hieß es für die SieBand den Heimweg nach Herrenberg anzutreten, während 
die Big Band unter der Leitung von Anja Pfeifer und Alexander Riegler ein anspruchsvolles Programm erarbeitete. Auch hier standen weihnachtliche Arrangements wie Lenas Song und Deck the halls im Mittelpunkt der Probearbeiten. 

Die Probetage in Weikersheim sind für alle Beteiligten ein motivierendes Erlebnis und haben wesentlich zur musikalischen Vorbereitung auf das Adventskonzert am Mittwoch, den 17. Dezember beigetragen. 
Ein herzliches Dankeschön geht an den Förderverein für seine finanzielle Unterstützung.

(Martina Karl-Hartmann)

Bläserklassen-Schullandheim der 6b in der Musikakademie Weikersheim

betreuende Lehrkräfte: Martina Karl-Hartmann, Anja Pfeiffer

Vom 6. bis 10.10.2025 verbrachte die Bläserklasse 6b der Jerg-Ratgeb-Realschule eine unvergessliche Woche im Schullandheim in der Musikakademie Schloss Weikersheim. 

Schon bei der Ankunft staunten alle über das eindrucksvolle Schloss mit seinem großen Park und den großzügigen Proberäumen. 

Gleich am ersten Tag starteten die jungen Musikerinnen und Musiker mit Registerproben, um sich mit viel Elan und Freude neue Stücke wie „Ode an Europa“ und die „Haydn-Fantasie“ zu erarbeiten. Unter Anleitung von Anja Pfeifer und Martina Karl-Hartmann wurde konzentriert mit viel Durchhaltevermögen geprobt und man konnte schnell Fortschritte hören. 
Dabei waren Melodien wie „Rolling in the deep“ so eingängig, dass sie auch noch nach der Probe noch von einigen Schülerinnen und Schülern gesungen und gesummt wurden . 
In Tuttiproben musizierten dann alle 30 Sechstklässler gemeinsam und der Klang von „Circle of life“ erfüllte die alten Schlossmauern – ein echtes Gänsehautgefühl! 

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz. Ein besonderes Highlight war der Besuch im Wildpark Bad Mergentheim: Wölfe, Geier, Fischotter und Bären aus nächster Nähe zu erleben, war für viele ein abenteuerliches Erlebnis. 
Im Schloss Weikersheim wartete darüber hinaus noch eine spannende Erlebnisführung, bei der alle in Prinzen und Prinzessinnen verwandet wurden und mehrere Rätsel lösen mussten, um am Ende das Schloss zu knacken und den Schatz zu öffnen. 
Auch der Ausflug ins Schwimmband Solymar in Bad Mergentheim begeisterte die 6b – hier konnten sich alle nach den Proben bei den Wasserrutschen austoben und stellten ihr Können beim Sprung ins kühle Nass unter Beweis. 

Abends standen ein abwechslungsreicher Spieleabend, ein Kinoabend, eine Nachwanderung mit Schatzsuche sowie ein Brettspielabend auf dem Programm. Alle vier Abende wurden von den Schülerinnen und Schülern mit viel Engagement und Kreativität vorbereitet und bereiteten der ganzen Klasse viel Spaß und Freude. 

Mit vielen schönen Erinnerungen, neuer Motivation und einem noch stärken Zusammenhalt kehrte die Bläserklasse 6b am Freitag nach Herrenberg zurück – in der Gewissheit, dass diese Woche in Weikersheim etwas ganz Besonderes war. 

Die Klasse 6b bedankt sich herzlich beim Förderverein für die großzügige finanzielle Unterstützung!

(Anja Pfeifer)

Segel werden gehisst, mit Säbeln wird gerasselt
 
Herrenberg: Die Bläserklassen 5b und 6b der Jerg-Ratgeb-Realschule gehen mit ihrem Publikum auf eine klangvolle Weltreise und versprühen pure Spielfreude.
 
von Rüdiger Schwarz Gäubote Herrenberg, 19.07.2025
 

Bläserklassenkonzert in der Mensa Markweg: Einfach nur „supercalifragilisticexpialigetisch".    GB-Foto: Vecsey

Die Begeisterung ist groß, ein unglaublich guter Sound geht einem ins Ohr. So schnell bekommt man diese Musik nicht mehr aus seinen Lauschern raus. Wenn ewig junge, mit modernen, frischen Arrangements gemischte und jugendlichem Charme dargebotene Blasmusik ertönt, dann ist das schlichtweg „supercalifragilisticexpialigetisch". Auch diesen Klassiker aus dem Musical „Mary Poppins" spielen die Bläserklassen der Jerg-Ratgeb-Realschule beim großen Finale ihrer klangvollen Weltreise mit enorm viel pfiffigen und peppigen Schwung. Schwung hält jung und so geben die beiden Orchester der Klassen 5b und 6b Vollgas. Die kleinen, populären Werke aus aller Welt sprühen vor Spielfreude, machen allen in der Herrenberger Mensa Markweg viel Spaß. Kunterbunt geht es bei dieser Reise durch die unterschiedlichsten musikalischen Stile und Epochen zu. Welthit folgt auf Welthit. Da kommt keine Langeweile auf. Ludwig van Beethovens „Ode an die Freude" aus seiner 9. Sinfonie funktioniert wie allerbeste Popmusik, glänzt freudigst, funkelt göttlich, strahlt himmlisch, gelingt den jungen Bläsern feierlich und prachtvoll. Diese barocke, zeitlose Festmusik schlechthin zündet herrlich, hat nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Edel, galant und hymnisch schraubt sich dieser Ohrwurm hinauf. Sein Pathos klingt so gar nicht hohl, sondern vielmehr jugendlich und frisch in den Ohren.

Klangwelten mit einer großen Bandbreite

Auch ein variantenreich sowie stimmungsvoll dargebotenes „Sur le pont d'Avignon" nimmt man liebend gerne als Souvenir auf dieser unterhaltsamen Tour durch abwechslungsreiche Klangwelten und musikalischen Spektren von großer Bandbreite mit. Ob nun „Wenn der Elefant in die Disco geht", ein „Hey, Pippi Langstrumpf` oder der „Monster Rock", das Blasorchester der 5b lässt es unter der Leitung von Anja Pfeifer quirlig und spritzig, gewitzt und launig rhythmisch pulsieren. Das swingt, rollt und rockt mit viel Elan und Esprit. Dynamisch und spannungsvoll, bombastisch und effektvoll breiten die jungen Bläser fesselnde Klangpanoramen und mitreißende Melodien aus. Dieser Big-Band-Sound dampft, glüht, pulst, brodelt und vibriert. Da wird mit einem „Aus der neuen Welt" amerikanischen Melodien folkloristisches Flair versprüht, da geht einem der treibende, poppige und funkige Groove eines „Ghostbusters" in die Beine, da werden unterm kraftvollen Freibeuter-Sound vom „Fluch der Karibik" Segel gehisst, wird mit Säbeln gerasselt.

Klangvolles Entertainment liefert auch das Orchester der 6b unter der Leitung von Martina Karl-Hartmann ab. Flexibel lässt man sie erklingen, all die großartigen Lieder. Nonchalant, gefühlvoll und beseelt ertönt Adeles „Rolling in the Deep". Pop trifft auf Soul-Beats, einen Hauch von Blues. Ganz gleich ob jetzt mit „You'll be in my Heart" sanfte und schmiegsame Töne ins Ohr träufeln, es mit dem satten, eruptiven Sound eines „Final Countdown" glamourös wird, ein legendäres „Born to be Wild" hart, fett, metallisch brettert oder prickelnder Latin-Dance-Pop der Sorte „Sway" und „Shake it ofr biegsam in Beine und Hüfte geht, all diese großartigen Melodien werden im modernen, ewig jungen Easy-Listening-Gewand präsentiert. Dieser Big-Band-Sound ist lässig und kraftvoll, schwingt leicht und erregt zugleich, steckt voller Lebensfreude und Lebensenergie. So geht mit dem „Wellerman" ein altes Seemannslied viral, derweil man mit der Titelmelodie und dem Marsch der Widerständler aus „Star Wars" nach den Sternen greift. Magie des Klangs trifft auf Fantastik des Sounds.

Mit einem „We will rock you" wird zu guter Letzt die ganze Mensa zum Beben gebracht. Die Stimmung kocht über.

(Artikel erschienen am 19.07.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Fußballspielen zwischen Kühen
 
Herrenberg/Rangwe: Nachdem die Bläserklasse der Jerg-Ratgeb-Schule an Weihnachten Spendengelder für das „Nazareth"-Kinderheim gesammelt hat, ist dessen Leiterin nun zu Besuch gekommen.
 
von Katja Fuchs Gäubote Herrenberg, 12.07.2025
 

In der Schulküche bereitet die Bläserklasse zusammen mit ihren Besuchern aus Kenia, Kinderhausleiterin Eunice Okore (Dritte von links)
mit ihrer Tochter Anthea Anjango (zweite von links), afrikanische Snacks zu.    GB-Foto: Vecsey

Wie viele Menschen in normalen Berufen ärgern sich hierzulande über die mangelnde Freizeit und die langen Arbeitstage? Auch ein schönes Wort, das gern mit dem heutigen Zeitgeist in Verbindung gebracht wird: Work-Life-Balance. In Kenia scheint das jedenfalls kein Thema zu sein, wenn man die Worte von Eunice Okore und ihrer Tochter Anthea Anjango hört. Okore und ihr Mann leiten das Kinderheim „Nazareth" in Rangwe. Es ist eine Initiative von kenianischen Pastoren und es bietet 30 Kindern ein Zuhause. Unterstützt wird das Heim durch den Verein „Nazareth Kinderheim Kenia" mit Sitz in Niedernhausen. Vereinsmitglied Markus Walker engagiert sich dort seit 15 Jahren. Als die Jerg-Ratgeb-Schule an Weihnachten mit Konzerten der Bläserklasse auf verschiedenen Weihnachtsmärkten Spenden gesammelt hat, regte er an, einen Teil davon doch in das Kinderheim zu investieren. Okore und Anjango sind nun zu Gast an der Schule, um den Schülern zu zeigen, wo ihr gesammeltes Geld ankam, und ihnen vom Leben in Kenia zu erzählen.

Die Elf- und Zwölfjährigen der Bläserklasse können für ihr Alter gut Englisch, Walker muss kaum etwas übersetzen. Und sie haben viele Fragen mitgebracht. Ob die Kinder in Kenia auch Fußball spielen? „Ja, sogar sehr gerne", antwortet Anthea Anjango. Doch weil es kaum Spielzeug gebe, basteln die Kids es selbst, einschließlich der Fußbälle, die aus alten Plastikverpackungen geknüllt werden. Das darf die Bläserklasse an diesem Tag auch noch ausprobieren. Ob die Kinder kein Smartphone oder Playstations zu Hause haben, will ein Schüler wissen. „Smartphones sind langsam am Aufkommen", sagt Anjango, „aber das haben noch nicht viele. Und eine eigene Playstation ist auch nicht erschwinglich. Das haben nur die ganz Reichen."

Zu den Reichen gehören die Bewohner und Leiter des Heims nicht. Aber zum Glück auch nicht zu den Armen. Den wirklich armen Familien haben die Heimkinder aber schon Besuche abgestattet, ihnen Lebensmittelpakete — die auch über Vereinsspendengelder finanziert wurden — gebracht und mit ihnen gekocht. Eunice Okore zeigt Projektorbilder von einer einfachen Lehmhütte mitten im Nirgendwo. Die Toilette ist ein winziger Bretterverschlag ohne Tür. Und in der Hütte ist so wenig Platz, dass die Feuerstelle genau an das Bett angrenzt, in dem acht Kinder schlafen. Hier bekommen die Schützlinge des Heims „Nazareth" ein Gespür dafür, dass es ihnen vergleichsweise noch recht gut geht.

Weiteres Spendengeld ist in den Brunnen im Ort geflossen. Zuvor mussten die Kinder aus Rangwe fünf Kilometer zur Wasserstelle laufen, um 40 bis 80 Liter Wasser in Kanistern mit Schubkarren oder Eseln zum Dorf zu bringen. Ein ebenfalls größeres Vereinsprojekt war der Bau einer Grundschule für 350 Kinder. Hinzu kommen soll bald auch eine weiterführende Schule. „Das Gebäude kostet 120 000 Euro", verrät Walker. „Den Großteil haben wir zusammen." Das Bildungssystem sei gerade im Umbruch, werde ausgefeilter. Bisher werden in Rangwe alle vom Kindergartenalter bis zur 6. Klasse im gleichen Schulhaus betreut und unterrichtet. Es werden Schuluniformen getragen. Außer am Dienstag und Donnerstag, da kommen die Kinder im Trainingsanzug, weil sie Sportunterricht haben. Zum gepflegten Äußeren gehört dort auch, dass sich sämtliche Schüler alle zwei Wochen die Haare scheren und ihre Nägel sehr kurz tragen. Auf Pünktlichkeit wird großen Wert gelegt.

"Wir sollten uns bewusst machen, wie gut es uns geht. — Und die anderen nicht vergessen" Markus Walker

Auf einem Foto ist ein typisches Klassenzimmer zu sehen. Die Stühle sind ungewöhnlich. Jedem Schüler wird ein eigener — mit integriertem Schreibtisch und einem Fach, in dem die Arbeitsmaterialien verstaut werden — zugewiesen. Auf den müssen sie aufpassen. „Dadurch lernen sie Verantwortungsbewusstsein", so die Tochter der Heimleiterin.

Die Powerpoint-Präsentation, die Eunice Okore und Anthea Anjango mitgebracht haben, zeigt das Heim, umgeben von einer grünen Landschaft, Papaya- und Mangobäumen. „Die Schlafräume für die Jungen und Mädchen sind getrennt", erklärt Anjango. Ein Bild zeigt ein Zimmer mit vier Stockbetten darin. Es erinnert an ein Landschulheim. Ungewöhnlich sind die Mückennetze, die von der Decke hängen und nachts über die Betten heruntergelassen    werden. „Die sind sehr wichtig, um unsere Kinder vor Malaria zu schützen", sagt Eunice Okore.

Ein Gebäude nebenan ist so etwas wie die Cafeteria und Kapelle in einem. Hier wird gegessen und täglich gebetet. Auch die Waschräume sind aus dem Hauptgebäude ausgelagert. In der Mitte gibt es eine Wiese, die als Fußball-Spielfeld genutzt wird. Ein paar Kühe laufen dort auch herum. Um die wird einfach herumgespielt.

Die Schüler wollen wissen, was Kinder in Kenia außer Schulbesuchen und Fußballspielen noch so machen. Es werde auch gerne getanzt, antwortet Anjango. Aber all zu viel Freizeit für Spaßaktivitäten gebe es nicht. „Für die Erwachsenen sowieso nicht, weil es immer viel Arbeit gibt", erklärt sie. Verabredungen seien eine Seltenheit. „Aber auch die Kinder haben viel zu tun. Sie müssen Feuerholz sammeln, am Brunnen Wasser holen, die Kühe hüten, auf dem Markt einkaufen gehen und auch im Haushalt und beim Kochen helfen." Alles, was hierzulande in der Regel in wenigen Handgriffen erledigt ist, braucht in Kenia viel Zeit, weil die Hilfsmittel fehlen. Vom Waschen bis zum Kochen. Wenn es im Heim Pizza gibt, muss der Teig zuerst selbst gemacht und von Hand ausgerollt werden. Der Ofen funktioniert nicht mit Strom, sondern mit Feuer, für das zuerst Holz gehackt werden muss. Die meisten Strecken, die es zurückzulegen gibt, werden zu Fuß bewältigt. Wenn es auch Fahrzeuge gibt. Der Beamer zeigt ein Bild von einem Kleinbus ohne Sitze, der gesteckt voll ist. „Was denkt ihr, wie viele Schüler da drin sitzen?", fragt Walker in die Runde. Die Sechstklässler, die auf 20 tippen, liegen richtig. „Autofahren ist teuer in Kenia. Und wenn man es macht, dann muss es sich lohnen." Ein Grund, warum er sich für den Verein engagiert: „Wir sollten uns bewusst machen, wie gut es uns geht", sagt Markus Walker. „Und die anderen nicht vergessen."

(Artikel erschienen am 12.07.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Rock und Klassik auf der großen Bühne
 
von Nadine Bruer, Gäubote Herrenberg, 04.04.2025
 
betreuende Lehrkräfte: Alexander Riegler, Martina Karl-Hartmann, Anja Pfeifer

In der Herrenberger Stadthalle: Die fünften Klassen der Jerg-Ratgeb-Realschule beim Frühjahrskonzert. GB-Foto: Holom

Überwältigende Konzertmomente gab es beim United-Konzert unter dem Motto „Sounds of Spring“ der Jerg-Ratgeb-Realschule am Mittwochabend. Die Stadthalle war bis auf den letzten Stuhl gefüllt und manch einer lauschte den Orchestern im Stehen. Vor weniger als einem halben Jahr verzückten die Ensembles beim Adventskalender-Konzert in der Martinskirche und heizten nun allen Zuhörern ein.

Den Auftakt machte die Bläserklasse 5b unter der Leitung von Anja Pfeifer. Nach einem Rockstück zeigten sie mit einem Boogie und einem Marsch ihr vielfältiges Können, welches sie bereits nach einem halben Jahr am Instrument erlernt haben. Mit dem „Monster Rock“ legten sie neben Rock-Klängen sogar noch eine kleine Showeinlage oben drauf.

Gemeinsam mit der Bläserklasse 6b präsentierten die Nachwuchsmusiker Beethovens neunte Symphonie, besser bekannt als „Freude schöner Götterfunken“. Mit „Rolling in the Deep“ zeigte sich die 6b unter dem Dirigat von Martina Karl-Hartmann von einer anderen Seite. Mit „A Whole New World“ stimmten sie einen Disney-Filmmusik-Klassiker aus dem Zeichentrickfilm „Aladdin“ an, bevor es mit Michael Jacksons „Thriller“ wieder rockig-düster wurde. Mit „Defying Gravity“ verabschiedeten sie sich von der Bühne.

Anschließend nahmen die Siebt- und Achtklässler in ihrer Formation der sogenannten „Sieband“ die Bühne für sich ein. Nicht nur optisch eine Veränderung, sondern auch klanglich. Mit „Bohemian Rhapsody“ entlockte Dirigentin Anja Pfeifer den Musikern ein besonders musikalisches Schmankerl der Kult-Band „Queen“. Dass auch die Sieband Filmmusik kann, bewies sie mit dem Score aus „Drachenzähmen leicht gemacht“ – einer von vielen Gänsehautmomenten am Konzertabend. Bei „Livin‘ la Vida Loca“ wippte der eine oder andere Zuhörer auf seinem Stuhl mit, man konnte bei diesem Latin Rock kaum widerstehen. Auch „Swifties“, selbsternannte Taylor-Swift-Fans, kamen am Mittwoch auf ihre Kosten. Mit einem Medley der Chartstürmerin nahm das Orchester noch einmal tief Luft für einen fulminanten Abschluss ihres Auftritts.

Nach einer Pause entführte die Bigband ins Weltall. Die Neunt- und Zehntklässler haben mit „Apollo 11“ eine besondere Raumfahrtmission musikalisch auf die Bühne gebannt. Beim Raketenstart wurde das Publikum vollends einbezogen und durfte von zehn auf null herunterzählen, zum majestätischen Start der Rakete, eindrucksvoll präsentiert von den einzelnen Instrumentenregistern. Mit „Accidentally in Love“ folgte ein beschwingter Pop-Hit, bevor mit „Flashdance – What a Feeling!“ ein weiterer 80er-Kulthit für donnernden Applaus sorgte. Grund hierfür war vor allem das Gesangssolo von Alexis Alvarenga. Stimmgewaltig, lässig und toll von der Bigband begleitet, präsentierte sie eine Version voller Power und Selbstbewusstsein. Nach dem beschwingten „St. Thomas“ kehrte die Band noch einmal in die 80er zurück und zog dabei mit dem Medley „Eighties Gold“ alle Register. Nach „Thriller“ folgte die Ballade „Somewhere Out There“, gefolgt vom treibenden „Footloose“ aus dem gleichnamigen Film.

Orchester vereint
mehrere Generationen

Mit der United-Band hat bereits zum dritten Mal eine Orchesterformation der besonderen Art die Bühne betreten. Aktuelle Schüler, aber auch ehemalige, Eltern, Freunde und Lehrer kommen hier zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. In zwei Proben wurden vier Stücke einstudiert. „Über 80 Musiker auf unserer Bühne!“ staunte Schulleiter und Dirigent Alexander Riegler. Mit „Gonna Fly Now“ präsentierte die United-Band einen Evergreen, ebenfalls aus den 80ern. Der ein oder andere Musiker konnte sich hierbei an die eigene Jugend zurückerinnern, als Rocky über die Bildschirme flimmerte.

Die Querflöten stimmten im Anschluss erst sanft, später dann ergänzt von weiteren Instrumenten „Shut Up and Dance“ an, einen Pop-Hit, dessen Melodie ansteckende Wirkung hat. Queen hatte nochmals einen Auftritt an diesem Abend, nämlich mit „Don’t Stop Me Now“ – einem tollen Arrangement, präsentiert von der United-Band. Mit dem „Böhmischen Traum“ verabschiedete sich das Projektorchester vom Publikum und schloss den Konzertabend mit Polka-Klängen. Alexander Riegler lud in diesem Zuge alle Nachwuchsmusiker dazu ein, den Musikvereinen, Posaunenchören und Co. in Herrenberg und Umgebung beizutreten und dieses musikalische Kulturgut weiter zu pflegen und zu fördern. Er zeigte sich begeistert von der Resonanz und dem Miteinander der Musiker, dem tollen Feedback des Publikums und der enormen Vielfalt an musikalischen Talenten auf der Bühne.

Von jüngsten Fünftklässlern bis zu einem 74-jährigen Tenorhornspieler im United-Orchester – das „Sound of Spring“-Konzert der Jerg-Ratgeb-Realschule zeigte eindrucksvoll, wie Musik Generationen miteinander verbindet.

(Artikel erschienen am 04.04.2025 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de.)

 

Platzkonzert der Bläserklassen 5b und 6b im Erlebnispark Tripsdrill

betreuende Lehrkräfte: Martina Karl-Hartmann, Anja Pfeiffer

Die Bläserklassen 5b und 6b unternahmen am 19. Mai 2025 einen besonderen Ausflug in den Erlebnispark Tripsdrill, der nicht nur durch seine zahlreichen Attraktionen begeisterte, sondern auch musikalisch einiges zu bieten hatte. 
Bei bestem Wetter stand neben den sehr beliebten Wasserattraktionen und Achterbahnfahrten ein Platzkonzert beider Bläserklassen im Zentrum des Tagesprogramms. 

Der zentrale Platz des Parks wurde zum musikalischen Anziehungspunkt für viele Parkbesucher, die neugierig stehen blieben, als sich die jungen Musikerinnen und Musiker sammelten und ihre Instrumente vorbereiteten. Unter der Leitung von Frau Pfeifer und Frau Karl-Hartmann präsentieren die beiden Klassen ein abwechslungsreiches Programm, das für Begeisterung sorgte. 

Die 5b machte den gelungenen Auftakt mit den Stücken Gallant March, Power Rock und Let´s Rock und zeigte dabei, was sie in den vergangenen Monaten erarbeitet haben. 
Bei den gemeinsamen Stücken beider Bläserklassen kam der volle Klang der großen Besetzung besonders zur Geltung. 
Mit viel Spielfreude wurde von den 60 Musiker und Musikerinnen die beliebten Kinderlieder Wenn der Elefant in die Disco geht und Pippi Langstrumpf sowie Monster-Rock gespielt. 

Anschließend überzeugte die 6b mit einem schwungvollen Repertoire von Born to be wild und über den Klassiker Wellermann bis hin zu dem modernen Song High Hopes.  

Nach dem Konzert durften die Kinder den Park in Kleingruppen weiter erkunden. Ob beim Wildwasserrafting, im Donnerbalken oder bei einer Runde „Mammut“ – die Mischung aus Musik und Freizeitspaß machte den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten. 
Wir bedanken uns herzlich beim Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

(Martina Karl-Hartmann)

Let’s rock - Bläserklassen-Schullandheim der Klasse 5b in Wildberg

betreuende Lehrkraft: Anja Pfeiffer

Die Bläserklasse 5b der Jerg-Ratgeb-Realschule verbrachte vom 12. bis 14. Februar drei Tage im Haus Saron in Wildberg, um intensiv an neuen Musikstücken zu arbeiten und gemeinsam eine unvergessliche Zeit zu erleben. Neben den musikalischen Proben gab es ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm, das für viel Spaß und Zusammenhalt sorgte. 

Im Mittelpunkt des dreitägigen Aufenthalts stand die Erarbeitung der Stücke wie „Power Rock“, „Beethovens Ninth“ und „Gallant March“. Die Schülerinnen und Schüler probten mit viel Engagement und Konzentration in Register- und Tuttiproben und wuchsen als Ensemble zusammen. Die intensive musikalische Arbeit zahlte sich am Ende aus, als die erlernten Stücke in einem kleinen Abschlusskonzert den Eltern präsentiert wurden. 
Auch nach den Proben kam keine Langeweile auf: es gab einen von den Schülerinnen und Schülern vorbereiteten Spieleabend, bei dem die Klasse in verschiedenen Spielen gegeneinander antrat und viel lachte. 

Ein besonderes Highlight war der Ausflug in die Eishalle „Polarion“ nach Bad Liebenzell. 
Hier konnten die Jungen und Mädchen ihre Fähigkeiten auf dem Eis unter Beweis stellen. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene – alle hatten großen Spaß und genossen die Zeit auf der Eisfläche. 

Beim Abschlusskonzert hatten die Eltern der 5b die Möglichkeit, den musikalischen Fortschritt ihrer Kinder live zu erleben. Mit Stolz und in ihren ebenfalls vom Förderverein mitfinanzierten Bläserklassen-T-Shirts präsentierten die Schülerinnen und Schüler die erarbeiteten Stücke und ernteten großen Applaus.  

Es waren drei schöne und erlebnisreiche Tage und die Klasse 5b bedankt sich herzlich 
beim Förderverein für die großzügige Unterstützung.

(Anja Pfeifer)

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