Verkehrserziehung

Verkehrserziehung

Die Verkehrserziehung der JRS, die in Zusammenarbeit mit den beiden weiteren Markweg-Schulen durchgeführt wird, bietet ihren Schülerinnen und Schülern abgestimmt für die verschiedenen Jahrgangsstufen ein umfassendes Angebot.

 

2011-11 Schulbusbegleiter 05 web 2011-11 Inliner 03 web Slalom 

2010-06 Verkehrssicherheitstag 06 web 2010-11 Schulbusbegleiter 02 web

Von der guten Idee zur Vorzeige-Aktion
 
 
Seit fünf Jahren gibt es das Schulbusprojekt – Fünftklässler erhalten wertvolle Tipps
 
von Nadine Dürr, Gäubote Herrenberg, 20.09.2011
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Am Montag startete für die Klassen 5 der Markwegschulen wieder das schulübergreifende Schulbusprojekt. Innerhalb von fünf Jahren entwickelte sich das Konzept in Herrenberg zu einem Vorzeigeprojekt.

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GB-Foto: Holom
Viele Fünftklässler nutzen nun zum ersten Mal den Bus und erfahren beim Markweg-Projekt, was erlaubt ist und was nicht

 

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Wo im Bus verstaut man den Schulranzen? Wie verhält man sich, wenn es brennt? Wozu dient der Nothammer? Und wie kann man sich aus einem umgekippten Bus retten? Die Kinder sind neugierig und haben viele Fragen. Claudia Wiest, Referentin des Bildungswerks der Omnibusunternehmer, beantwortet sie geduldig und mit viel Humor. In zweimal 45 Minuten bereitet sie die Fünftklässler der Vogt-Heß-Werkrealschule, der Jerg-Ratgeb-Realschule und des Andreae-Gymnasiums in Theorie und Praxis auf die tägliche Busfahrt zur Schule vor. „Für viele Kinder, die aus den Dorfschulen kommen, ist es eine große Umstellung, nun mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule zu fahren. Viele nutzen zum ersten Mal den Bus", erklärt der Verkehrsbeauftragte der Jerg-Ratgeb-Realschule, Hermann Rösch. Angesichts der Tatsache, dass die meisten Kinder derzeit mit dem Bus zur Schule gelangen, besteht also dringender Handlungsbedarf für ein Schulbus-Sicherheitstraining - auch wenn der Bus noch immer eines der sichersten Verkehrsmittel ist.

Nachdem sich vor einigen Jahren kaum noch ein Busfahrer bereiterklärte, einen Schulbus zu steuern, sahen sich die Markwegschulen aufgefordert, zu handeln. Ein „Verkehrsausschuss" aus verschiedenen. Akteuren wie Schuldirektoren, Busunternehmern und Elternvertretern wurde einberufen und diskutierte an einem Runden Tisch Lösungen für das Problem. Im Jahr 2006 fiel so die Entscheidung, das schulübergreifende
Schulbusprojekt ins Leben zu rufen. Fünftklässler der weiterführenden Schulen erhalten seither wertvolle Tipps und Wissen zum Verhalten und zum. Umgang mit anderen Fahrgästen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die „Zehn Regeln für den sicheren Schulweg mit dem Bus" dienen dabei als Leitlinien. Im praktischen Teil erfahren die Schüler Wissenswertes über den toten Winkel und erleben hautnah eine Vollbremsung, um so
eine Vorstellung von der Länge des Bremsweges zu erhalten. Seit vier Jahren werden zusätzlich zum Sicherheitstraining in jedem November Schulbusbegleiter ausgebildet, die die Einhaltung der Regeln
in den Bussen gewährleisten. Ältere Kinder übernehmen so Verantwortung für die jüngeren. Zwischen 60 und 70 engagierte Schüler sind inzwischen im Einsatz. An problematischen Bushaltestellen sorgt außerdem die Präsenz von Eltern für Sicherheit und geregelte Abläufe. Das im Training erworbene und alltäglich praktizierte Wissen wird in der achten Klasse durch einen schulübergreifenden Verkehrssicherheitstag nochmals vertieft und mit wissenschaftlichen Erkenntnissen angereichert.

„Unser Projekt hat über die Jahre Nachhaltigkeit erlangt", sagt Angela Schulz, Schulleiterin des Andreae-Gymnasiums. Auch der Pressesprecher des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer, Klaus Zimmermann, lobt die Herrenberger Schulen: „Herrenberg zitiere ich immer gern als Vorzeigeprojekt in Sachen Verkehrserziehung. Es ist ein durchdachtes Konzept, das von den teilnehmenden Menschen lebt. So etwas funktioniert nur, wenn Lehrer, Elternvertreter, Schuldirektoren und Omnibusunternehmen an einem Strang ziehen und das Projekt gemeinsam schultern - genau das geschieht in Herrenberg auf vorbildliche Weise." So ist jedem gedient. Die Schulen freuen sich über eine Imageverbesserung, die Eltern sind besänftigt und Omnibusunternehmer profitieren durch einen Rückgang der Verschmutzungen und Beschädigungen an ihren Fahrzeugen. Zum Dank luden die Unternehmen „Däuble" und „Rübenacker" die Herrenberger Schulbusbegleiter kürzlich nach Oberjettingen in den Hochseilgarten ein. Auch stellen sie alljährlich Busse und Fahrer für das viertägige Sicherheitstraining bereit.

(Artikel erschienen am 20.09.2011 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

 

 

 

 

 

 

Verwarnungsgeld statt bloße Ermahnung
 
 
Fahrradkontrolle im Markwegschulzentrum bringt manchen Schüler in die Bredouille
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 24.11.2011
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Es wird kalt im Gäu. Als Schüler merkt man das nicht nur daran, dass man friert, sondern auch daran, dass die Fahrradkontrolle am Schulweg wartet. Am Mittwochmorgen wurden Vehikel auf ihre Tüchtigkeit geprüft, vor dem Schulzentrum Markweg.

2011-11 Fahrradkontrolle 01 web Gaeubote

 

 

Vier Polizisten des Herrenberger Reviers, drei Lehrkräfte des Andreae-Gymnasiums, zwei Lehrkräfte der Jerg-Ratgeb-Realschule und eine der Vogt-Heß-Schule erwarteten die Schüler, die zwischen 7.15 Uhr und 7.40 Uhr flott, vielleicht allzu flott, auf ihrem Drahtesel den Unterrichtsfreuden entgegenstrebten, beim Zufahrtsweg zum Gelände des Schulzentrums Markweg. Mit dabei die beiden Schülermentoren Laura Brösamle und Philipp Klansch, außerdem Elternvertreter von Hauptschule und Gymnasium, die Protokoll führten.

Briefe an die Eltern

Zum zwölften Mal fand diese „schulübergreifende Radkontrolle" im Markweg bereits statt - beliebte Kontrollzeiten sind auch das Frühjahr, in dem die Räder wieder aus den Kellern kommen, und das Ende der Schulferien. Zum fünften Mal nun ging es hart zur Sache - mit einem Verwarnungsgeld. „Wir haben es lange Zeit versucht", sagt Lutz Rasemann, Verkehrsbeauftrager am AGH, sekundiert von Hermann Rösch, seinem Kollegen an der JRS - „aber es geht einfach nicht ohne den Geldbeutel". Deshalb auch wurden in diesem Jahr wieder eine ganze Reihe von Briefen verschickt, die gewiss Falten elterlichen Unwillens und ein Unbehagen bei den schlampigen jungen Verursachern von Kosten hervorrufen werden.

Doch zunächst einmal lösen sich die Silhouetten der Schulradler aus dem gar nicht einmal so lichten Morgennebel und bremsen vor der Kontrolle. Wozu ist ein Polizeibeamter gut, wenn nicht für einen kritischen Blick, auch wenn dieser nicht auf eine Tatwaffe fällt, sondern auf einen Scheinwerfer, der nicht scheint, oder auf ein Schutzblech, an dem der Reflektor fehlt?

Die Schüler der Vogt-Heß-Schule, so könnte man sagen, haben das Radfahren mittlerweile aufgegeben - im vergangenen Jahr noch waren es nur drei von ihnen, die per Rad zur Schule kamen, und jeder einzelne von ihnen musste Beanstandungen einstecken. In diesem Jahr nun kam kein einziger. 72 Räder kamen so unter die fachkundige Lupe, 29 von ihnen wurden beanstandet - ein guter Schnitt, denn dies ergibt eine Mängelrate von 40,2 Prozent. 2010 war diese Rate von 34,4 auf 61,4 emporgeschnellt. Grund war, wie Rasemann vermutet, dass verkehrsbewusste Schüler bei den kruden Witterungsverhältnissen dieses Jahres das Rad gleich ganz zu Hause ließen. Dennoch liegt die Quote relativ hoch: Jahrelang hatte sie, von einem Ausreißer abgesehen, die 40 Prozent nicht überschritten.
Kritisch wird es für all jene Schüler, die man für ihr Fehlverhalten tatsächlich zur Verantwortung ziehen kann - das heißt: für jene, die älter als 16 Jahre sind. Das waren immerhin 16 von 29 Schülern. Die Mängelberichte sind schon unterwegs und wem die Rechnung am Nikolaustag ins Haus flattert, dem war das Schicksal nicht wohlgesonnen. Beanstandungen bezogen sich wie immer vor allem auf die Beleuchtung. Gerade im Nebel ist die ja vielleicht lebenswichtig. Zum ersten Mal monierten die Kontrolleure in diesem Jahr auch fehlende Speichenreflektoren. Kontrolliert wurden Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren und die Klingel. Die meisten Mängel fanden die Kontrolleure natürlich bei den Speichenreflektoren und bei der Beleuchtung. Gymnasiasten rangierten unter den Fahrradsündern ein ganzes Stück vor Realschülern. Eine unangemeldete Demonstration von winterlicher Gefahr wurde in diesem Jahr bei der Radkontrolle gleich mitgeliefert: wenn einer angeschlittert kommt, morgens um sieben, und glatt auf die Nase fällt, dann weiß man, dass der goldene Herbst endlich vorbei ist. Aber die große Rutschpartie hat gerade erst begonnen.

(Artikel erschienen am 24.11.2011 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

Kultur des Hinsehens entwickeln
 
 
Seit gestern gibt es wieder 20 neue Schulbusbegleiter im Markweg
 
von Robbi Hack und Florian Engelhart, Gäubote Herrenberg, 17.11.2011
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Seit gestern gibt es im Herrenberger Schulzentrum im Markweg 20 neue Schulbusbegleiter. Im Feuerwehrhaus absolvierten sie ihre zweitägige Ausbildung. Zum Abschluss erhielten sie einen entsprechenden Ausweis. Die Schulbusbegleiter haben die Aufgabe, auf Störenfriede zu achten.

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GB-Foto: Holom
Detlef Langer (stehend links) bildet Schulbusbegleiter im Schulzentrum Markweg aus

 

Das landesweite Projekt nennt sich „Schüler Fair-kehr". Zum fünften Mal sind in diesem Jahr das Andreae-Gymasium und die Jerg-Ratgeb-Realschule wieder dabei. Die Ausbildung beginnt in der siebten Klasse, mit dem neuen Jahrgang gibt es im Schulzentrum nun 100 Schulbusbegleiter. Den ganzen Tag über lernten die Kinder und Jugendlichen am Dienstag und gestern im Feuerwehrhaus, wie sie sich als Schulbusbegleiter künftig zu verhalten haben, sie erhielten Tipps und Ratschläge und trainierten in Rollenspielen konfliktreiche Situationen. Zur Belohnung gab es dann Pizza und Apfelschorle.

Detlev Langer, Präventionsbeamter in der Polizeidirektion Böblingen, betonte, dass man schnell eingreifen müsse, wenn Jugendliche zum Beispiel Sitze durch Ranzen oder Füße blockieren oder es sogar zu Sachbeschädigung komme. Langer riet den Schulbusbegleitern, in gravierenden Fällen ganz schnell dem Busfahrer Bescheid zu sagen. Auch können Probleme mit den Verkehrsbeauftragten der Schulen oder den Schulleitungen besprochen werden.

Große Wertschätzung

Lutz Rasemann, Verkehrsbeauftragter des Andreae-Gymnasiums, freut sich über jeden, der sich zum Schulbusbegleiter ausbilden lässt. „In der Schulgemeinschaft erfahren diese Schüler eine große Wertschätzung", sagte er gestern. Angela Schulz, Schulleiterin des AGH, wies darauf hin, dass die Schüler „eine Kultur des Hinsehens" entwickeln, wenn sich „Leute nicht so benehmen, wie sie es sollten". Auch im späteren Leben führe das zu mehr Zivilcourage. Deshalb stelle sie wie auch ihr Kollege Dirk Hasenbusch von der JergRatgeb-Realschule die Schüler gerne für den zweitägigen Lehrgang vom Unterricht frei. Anerkennende Worte für das Engagement fanden gestern auch der Verkehrsbeauftragte der Ratgeb-Realschule, Hermann Rösch, sowie Veronika Gerlach vom Gesamtelternbeirat.

Detlev Langer betonte bei dieser Gelegenheit, dass sich keine andere Stadt im Landkreis außer Herrenberg so stark in der Schulbusbegleiterausbildung engagiere. Denn auch im Schulzentrum Längenholz gibt es ein ähnliches Projekt. Und es scheint Früchte zu tragen. Denn die Schulbusbegleiter sorgen nicht nur für mehr Sicherheit, sondern, so Langer, sie seien auch der Grund dafür, dass es weniger Vandalismus gibt. So gingen, wie Langer erklärte, die Sachbeschädigungen in den Bussen, die das Schulzentrum bedienen, von 100 000 Euro auf 20 000 Euro zurück.

(Artikel erschienen am 17.11.2011 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

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Die neuen Schulbusbegleiter der Jerg-Ratgeb-Realschule

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Die neuen Schulbusbegleiter des Andreae-Gymnasiums

 

 

 

 


6c - Voll geschützt

betreuender Lehrer: Thore Schick

Im Rahmen des Sportprofils werden neben den Wintersportarten in Klasse 5 und 6 auch sommerliche Aktivitäten wie  Mountainbiken und Inlinern angeboten.

Daher konnte die 6c der JRS am Freitag den 30. September 2011 in den Genuss des Inliner Sicherheitstrainings kommen. Veranstaltungsort war der Pausenhof auf Höhe der ehemaligen Tischtennisplatten. Die Veranstaltung wurde von den zwei externen Trainern durchgeführt. Zu Beginn wurde intensiv die Wichtigkeit der Schutzausrüstung hervorgehoben, da bei Stürzen nur die richtige Ausrüstung sowie das richtige Fallen für die Sicherheit im Straßenverkehr notwendig ist. Innerhalb des Trainings wurden auch verschiedenste Bremstechniken, Kurven fahren und Rückwärtstechniken ausprobiert. Im Anschluss durften die Schüler ihre Fähigkeiten auf dem großen Gelände der Markwegschulen ausprobieren und relativ frei fahren.

Wie schon so oft konnten die Schüler durch das Ausüben einer weiteren Sportart innerhalb ihrer Gruppe und des Sportprofils wichtige Erfahrungen sammeln.

Vielen Dank für die Unterstützung des Fördervereins, ohne die solche Aktivitäten erst gar nicht möglich wären!

(Thore Schick, Klassenlehrer 6c)

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2011-11 Inliner 03 web Slalom

2011-11 Inliner 04 web Fertig Los
Falsches Blut und gutes Benehmen
 
 
Herrenberg: 350 Achtklässler lernen das richtige Verhalten im Straßenverkehr
 
von Dagmar Stepper, Gäubote Herrenberg, 03.06.2011
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Warum darf man sein Mofa nicht frisieren? Wie weit ist der Bremsweg mit dem Kickboard? Die rund 350 Achtklässler der Markwegschulen können nun eine Antwort darauf geben, denn beim siebten Verkehrssicherheitstag lernten sie in Theorie und Praxis den Verkehrsalltag genauer kennen.

„Junge Menschen passen im Straßenverkehr nicht immer so auf", sagte die Schulleiterin des Andreae-Gymnasiums, Angela Schulz. Und aus diesem Grund gibt es auf Anregung des Kultusministeriums einen Verkehrssicherheitstag für die achten Klassen. Der wird im Markweg schulübergreifend organisiert und so nahmen zwölf achte Klassen aller drei Schulen daran teil. Neben der allgemeinen Verkehrserziehung wurde der Fokus auch auf das Fahrrad gerichtet.    Denn viele der Schüler der Markweg-schulen kommen
mit dem Rad zur Schule. Der Wunsch aller Schulleiter sei, dass „alle Schüler gesund ankommen und auch wieder gesund nach Hause zurückkehren", betonte Schulz gemeinsam mit ihren Kollegen.

An sechs verschiedenen Orten wurden den zwölf achten Klassen den ganzen Mittwochvormittag über alles Wichtige zum Thema Verkehr und Mobilität vermittelt - vom Fahrradwerkstatt-Service bis zum Verkehrsstrafrecht für Jugendliche. „Wie schnell fährt denn dein Mofa?", fragte Werner Kömpf, Richter am Böblinger Amtsgericht, einen Achtklässler. „Nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde", lautete die Antwort. Gut so, denn wenn ein Mofa frisiert ist und deutlich schneller fährt, ist das eine Straftat, klärte Kömpf die Jugendlichen auf - der Vorwurf laute „Fahren ohne die entsprechende Fahrerlaubnis". Auch nicht jeder dürfte gewusst haben, dass man Schürfwunden besser nicht auswäscht, da sonst Keime in die Wunde geraten könnten. Bei der Station Erste Hilfe warteten „Verkehrsopfer" auf die Versorgung nach einem Unfall -aus fingierten Wunden floss reichlich falsches Blut. „Immer zuerst den Notarzt rufen", wurde den Achtklässlern eingeschärft, bevor man selbst in das Geschehen eingreife. Viel Spaß hatten die Schüler bei der „Rauschbrillen"-Station. Verschiedene Brillen simulierten unterschiedliche Rauschzustände, von Alkohol bis zu Ecstasy-Pillen. Dass man mit einem Vollrausch kaum die Autotür öffnen oder einen Ball fangen kann, wurde demjenigen, der die Brille aufsetzte, schnell bewusst. Die anderen Mitschüler fanden die Situation meist recht komisch. „Wir wollen bei den Achtklässlern ein Verständnis dafür wecken, nicht nur für jetzt, sondern auch für später, wenn sie selbst mit dem Moped oder Auto unterwegs sind", erklärte Hermann Rösch, der bei der Jerg-Ratgeb-Realschule Verkehrsbeauftragter ist.

Außerdem hätte man beim diesjährigen Verkehrssicherheitstag neue Entwicklungen mit einbezogen, sagte sein Pendant vom Andreae-Gymnasium, Lutz Rase-mann. Denn immer mehr jüngere Schüler kommen mit dem Kickboard zur Schule. Bei diesen Fortbewegungsmitteln ist der Bremsweg wesentlich länger als beispielsweise mit dem Rad. Anschaulich vor Augen geführt wurde das bei einer Station, bei der die Fahrschule HalankeFrank zeigte, wie lang der Bremsweg mit dem Auto, dem Fahrrad, dem Kickboard und Inlinern ist. Und sie schärften den Jugendlichen auch ein, dass in einer 30er-Zone auch nur 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden sollte.

Recht abwechslungsreich gestaltete sich so die Verkehrserziehung für die Schüler, die an den verschiedenen Stationen nicht nur von den Spezialisten betreut wurden, sondern auch von Lehrern, Eltern und älteren Schülern. Das Verhalten im und am Schulbus wurde mit den Busunternehmen Rübenacker und Däuble durchgespielt und neben der Sicherheit auch auf das richtige Benehmen hingewiesen. „Nehmt Rücksicht auf ältere Menschen", mahnte einer der Busfahrer. Bei einer anderen Station konnten die Jugendlichen ihr eigenes Fahrrad vom Radhändler „Radhof" durch checken lassen und bekamen gleich Tipps, wie das Rad verkehrssicher wird. Eigentlich sollten zum Verkehrssicherheitstag alle Achtklässler mit dem Rad zur Schule kommen, doch das Wetter hielt die große Mehrheit davon ab. Durch den Regen musste auch das Programm umgestaltet werden: Der geplante Radparcours fiel sprichwörtlich ins Wasser. Doch trotz des Wetters werteten alle Beteiligten den Tag als Erfolg. „Irgendetwas bleibt von den Verkehrssicherheitstagen immer hängen", weiß Hermann Rösch aus den vergangenen Jahren.

(Artikel erschienen am 03.06.2011 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

 

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Schulbusbgeleiter 2010
 
 
4. schulübergreifender Ausbildungskurs von Schulbusbegleitern
im Rahmen der landesweiten Schüler-FAIR-kehr-Kampagne
 
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch
 

Nachdem bereits im Februar 2008 die ersten 20 Markweg-Schulbusbegleiter ausgebildet worden sind, konnten am 16./17.11.10 wiederum je 10 Schülerinnen und Schüler von Andreae-Gymnasium und Jerg-Ratgeb-Realschule im Herrenberger Feuerwehrgerätehaus ausgebildet werden. Der 2-tägige Lehrgang wurde von den Beamten der Kriminal- und Verkehrsprävention der Polizeidirektion Böblingen Herrn Langer und Herrn Hinner mit dem Busunternehmen Nagoldtalreisen durchgeführt und durch die schulischen Verkehrsbeauftragten H. Rasemann AGH und H. Rösch JRS begleitet. Finanziell unterstützt wurde dieses Projekt durch die beiden Fördervereine der Schulen. 

Unterstützung für ihre neue Aufgabe erhielten die neuen Schulbusbegleiter von den beiden Schulleitungen Fr. Schulz und H. Hasenbusch, den Elternbeiratsvorsitzenden Fr. Reitzenstein AGH sowie Fr. Zieher JRS sowie auch die Schülermentoren Verkehrserziehung. Sie dankten für das soziale Engagement, das mit dieser Aufgabe verbunden ist.

Die Jerg-Ratgeb-Realschule hat nun insgesamt 40 Schulbusbegleiter/innen ausgebildet, von denen in diesem Schuljahr 38 aktiv sind (zwei ältere Schulbusbegleiter sind ausgeschieden).

Für ihr Engagement erhalten die Schulbusbegleiter am Schuljahresende zusätzlich zum Zeugnis ein Testat.

(Hermann Rösch)

 

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Wenn der Ranzen nach vorne fliegt …
 
Ratgeb-Schüler absolvieren Sicherheitstraining im Bus
 
- gti - Gäubote Herrenberg 22.09.2010
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch
 
„Richtiges Verhalten im Bus und an der Haltestelle, lautet das Sicherheitstraining, das Claudia Wiest in der Jerg-Ratgeb-Realschule vorstellt. Alle Fünftklässler nehmen daran teil, die passend zum Schulanfang theoretische wie praktische Tipps bekommen.


„Was sagt euer Vater, wenn ihr zusammen in den Urlaub fahrt und laut auf der hinteren Sitzbank herumtobt?", fragt die Schulungsexpertin des VBO, des Verbands baden-württembergischer Omnibus-Unternehmer. Selbst gibt sie sich die Antwort: „Ruhe jetzt." Den Alltag der Elf- bis Zwölfjährigen greift sie auf und richtet eine weitere Frage in die Runde: „Befolgt ihr das Verbot?" Wie ihm Chor antworten die Schüler der Klasse 5e: „Ja." Das, meint Wiest, würde sich auch der Schulbusfahrer wünschen. Denn ihm gehe es wie dem Vater, nur dass er viel mehr Kinder transportiere und der Krach deutlich lauter sei. Auch seien seine Bedingungen andere: Rufen, so dass es selbst Schüler in den hintersten Reihen hören, könne er nicht. Anhalten und Kinder bitten, leise zu sein, könne er auch nicht: Der Fahrer müsse ja einen Zeitplan einhalten. „Wie könntet ihr diesem Busfahrer helfen?", will Wiest wissen. Finger schnellen in die Höhe. „Etwas leiser sein", ist eine Antwort, „die Handy-Musik ausschalten" und „im Bus nicht herumtoben" weitere. Selbst entdecken die Schüler, Schülerinnen, wie sie sich im Bus richtig verhalten können.

Drängeln sowie Unpünktlichkeit an der Haltestelle oder fehlende Fahrkarten sind zusätzliche Aspekte, die Wiest anspricht. Immer baut sie dabei lebensnahe Beispiele ein, fragt nach den Erfahrungen, die die Schüler gemacht haben. Lebendig gestaltet sie den Theorieteil, der eine Dreiviertelstunde dauert. So spricht Wiest zudem über Ranzen und Taschen, die man nicht in den Mittelgang des Busses stellen sollte, weil sie eine Stolpergefahr sind. Besser seien sie auf dem Schoss oder zwischen den Beinen aufgehoben.

Großes Erstaunen löst die Sicherheitsexpertin damit aus, dass ein Bus zwischen acht und zehn Tonnen wiege. Wegen dieses schweren Gewichts brauche er lange, bis er beim Bremsen zum Stehen komme. „Wann könnte das gefährlich werden?", möchte sie von den Schülern erfahren. „Wenn plötzlich etwas auf der Straße auftaucht, etwa ein Tier", meint eine Schülerin. „Dann muss der Fahrer eine Vollbremsung hinlegen. Das habe ich selbst schon erlebt und mir voll den Kopf geprellt", berichtet ein anderes Mädchen. Nun muss Wiest nur noch erwähnen, dass ein Sitzplatz der sicherste Ort im Bus ist und man sich beim Stehplatz gut festhalten solle.

Dann kommt die Praxis. Die Busunternehmen Däuble und Rübenacker stellen dafür ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Spannend gestaltet Wiest auch diesen Teil. Wie der Notausstieg sowie der Nothahn, der zum Öffnen der Tür gebraucht wird, funktioniert, oder was ein toter Winkel ist, demonstriert sie. Auch wann der Nothammer hilfreich ist, berichtet Wiest, deshalb ist sie wenig begeistert, dass „30 Stück pro Jahr geklaut werden". Besondere Aufmerksamkeit löst jedoch das „Einklemm-Spiel" aus. Am liebsten würden alle ausprobieren, was passiert, wenn der Arm, das Bein oder auch der ganze Körper von den Bustüren umschlossen werden. Vier Schüler wählt Wiest aus - es geschieht nichts. „Die Gummilippen haben Sensoren, durch die sichergestellt ist, dass ein Spielraum bleibt", erklärt sie. Zwei Vollbremsungen beenden das Training. Mit welchem Tempo da Ranzen nach vorne fliegen, macht auf anschaulichste Weise klar, welche Gefahr diese Bremsung für die Mitreisenden bedeutet. Beeindruckte Schüler-Gesichter beweisen, dass hier nicht mehr viele Erklärungen notwendig sind.

„Jetzt passe ich während des Busfahrens und an der Haltestelle besser auf mich auf", ist, was der Schüler Daniel Pfleiderer aus diesem Training gelernt hat. „Ich werde beim Einsteigen nicht mehr so drängeln", nimmt Schülerin Sonja Schick sich nach eineinhalb Stunden Kurs vor. „Nun weiß ich, was ich im Notfall machen muss", meint Kaohmi Kraus
erleichtert.

Weil sich eine Schülerin während eines solchen Trainings schwer verletzte, wurden die Sicherheitsregeln im Sommer verschärft. Nun darf die Notbremsung maximal 25 Stundenkilometer betragen. „In der Regel fahren wir deutlich langsamer", ergänzt Wiest. Eine werde im Schritttempo vorgeführt, die andere bei etwa 15 Stundenkilometer.
Neben der Jerg-Ratgeb-Realschule wird Wiest das Sicherheitstraining auch in der Vogt-Heß-Schule und dem Andreae-Gymnasium vorstellen.
- gti -

(Artikel erschienen am 22.09.2010 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).
Langsam fahren ist schwierig
 
 
Viele Themen bei Verkehrssicherheitstag im Markweg-Zentrum
 
von Esther Elbers, Gäubote Herrenberg, 17.06.2010
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Im Straßenverkehr müssen Radfahrer ihr Vehikel auch in schwerigen Situationen beherrschen. So ist es beispielsweise ganz schön schwierig, das Fahrrad ganz langsam geradeaus zu bewegen, ohne zur Seite zu kippen. Das stellten die Achtklässler gestern beim Verkehrssicherheitstag im Herrenberger Markweg-Schulzentrum fest. Dabei war der Fahrad-Parcours nur eine von zahlreichen Stationen.

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GB-Foto: Holom
Verkehrssicherheitstag auf dem neuen Fahrrad-Parcours

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"Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig ist", sagte der 14-jährige Micha­el Stöffler, der die Jerg-Ratgeb-Realschule besucht. Einmal hat er es bereits geschafft, mit seinem Fahrrad im Schneckentempo die zehn Meter lange Strecke zu bewälti­gen. Eine kippelige Angelegenheit, die mo­torisches Geschick erfordert. Doch solche Fähigkeiten sind im Straßenverkehr wich­tig. Die Übung beim Fahrradparcours im Markweg ist neu. Ebenso wie das gezielte Auf- und Absteigen oder eine Slalomfahrt mit besonders schwierigen Elementen. Be­aufsichtigt werden die Achtklässler der Ratgeb-Realschule, des Andreae-Gymnasi­ums und der Vogt-Heß-Grund- und Hauptschule beim Parcours von den Schü­lerverkehrsmentoren Christoph Aichler und Gerrit Koch. „Die Rekordzeit liegt bislang bei einer Minute und zwölf Sekun­den. Das ist nicht schlecht", verdeutlichte Christoph Aichler, Neuntklässler der Rat­geb-Realschule.

Der schulübergreifende Verkehrssicher­heitstag im Markweg fand gestern zum sechsten Mal statt. Allerdings unter er­schwerten Bedingungen, wie Lutz Rasemann, Verkehrsbeauftragter am Andreae‑Gymnasium, aufzeigte. Denn wegen der Bauarbeiten für die neue Sporthalle und der Neugestaltung des Schulgeländes mussten die Verkehrsbeauftragten der drei Schulen vom bisherigen Konzept abwei­chen. Ein Teil der Kalkofenstraße wurde abgesperrt, damit die Polizeidirektion Böblingen und die Kreisverkehrswacht ausreichend Platz für ihren Themenbe­reich hatten: Dort gab es Vergleichstests und Informationen über die Anhaltewege mit dem Auto, dem Fahrrad, Inlinern, Skateboard und dem Motorrad. Und auch die Reaktionsfähigkeit von Fußgängern wurde beleuchtet.

Einige Meter weiter veranschaulichten die Busunternehmen Däuble und Rüben­acker sowie der Verband baden-württem­bergischer Omnibusunternehmer, wie sich die Mädchen und Jungen am und im Bus verhalten sollten. Verlegt wurden wegen der Baustelle auch die Demonstrationen der Herrenber­ger Fahrschule „Halanke und Frank": Sie widmete sich hinter dem Bahndamm in der Fröbelstraße unter anderem dem The­ma „toter Winkel". Darüber hinaus erlebten die Achtkläss­ler mit Hilfe der Rauschbrille der Landes­verkehrswacht, wie sich die Wahrnehmung unter Alkoholeinfluss verzerrt. Wissens­wertes zum Verkehrs- und Jugendstraf­recht vermittelte Werner Kömpf, Straf-und Jugendrichter am Böblinger Amtsge­richt. Zudem konnten die Schüler ihre Fahrräder vom Nufringer „Radhof Schill" und von Eltern checken lassen.

Wie leistet man bei einem Unfall Erste Hilfe? Antworten auf diese Frage gaben die Andreae-Schüler Sebastian Sautter und Florian Funer. Sie zeigten, welche So­fortmaßnahmen im Notfall zu ergreifen sind. Dazu gehören die stabile Seitenlage, die Schocklage und das Anlegen eines Druckverbands. Beide Schüler haben Ers­te-Hilfe-Kurse absolviert und beteiligen sich seit Jahren am Verkehrssicherheitstag. „Das Interesse der Achtklässler ist groß und sie machen gut mit", erklärte der Abi­turient Sebastian Sautter. Angela Schulz, Leiterin des Andreae-Gymnasiums, be­scheinigte dem Markweg in puncto Ver­kehrsprävention eine „vorbildliche Ar­beit". Die Schüler sollen lernen, sich sicher im Straßenverkehr zu bewegen."

(Artikel erschienen am 17.06.2010 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

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