Verkehrserziehung

Verkehrserziehung

Die Verkehrserziehung der JRS, die in Zusammenarbeit mit den beiden weiteren Markweg-Schulen durchgeführt wird, bietet ihren Schülerinnen und Schülern abgestimmt für die verschiedenen Jahrgangsstufen ein umfassendes Angebot.

 

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2010-06 Verkehrssicherheitstag 06 web 2010-11 Schulbusbegleiter 02 web

 
Es hapert bei Leuchten und Reflektoren
 
Mehr Beanstandungen bei der Fahrrad-Kontrolle am Schulzentrum Markweg
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 18.11.2009

betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Von Jahr zu Jahr werden die Ergebnisse besser, doch noch immer kommen im Herrenberger Schulzentrum Markweg morgens Schüler ohne Helm oder mit defektem Licht auf dem Fahrrad ange­schwirrt. Auch dann, wenn dort Lehrer, Schüler und Eltern samt Polizei bereit­stehen, um die Verkehrskontrolle vor­zunehmen. 

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GB-Foto: Holom
Fahrrad-Kontrolle: Funktionieren Lichter und Bremsen

Am Dienstagmorgen stehen die Argus­augen bereit am Schulweg zum Markweg. Die Schüler, die die Vogt-Heß-Schule, die Jerg-Ratgeb-Schule und das Andreae­-Gymnasium besuchen, kommen in weitem Schwung um die Ecke geflitzt. Und wer­den mitunter ertappt. Manch einer kassiert sogar eine Geldstrafe. Das nämlich wurde hier vor einigen Jahren eingeführt, um der ganzen Sache mehr Nachdruck zu verlei­hen. Seit vier Jahren werden die Geldbu­ßen erhoben. Seit zehn Jahren gibt es die jährliche Fahrradkontrolle. Ein kleines Ju­biläum also der Verkehrsvorsorge - ein Fahrrad soll sicher sein. Der Fahrradfahrer ist ungeschützter. Und darum geht es hier: Ums Helmetragen, um die Bremsen, um die Beleuchtung. Lutz Rasemann, Ver­kehrsbeauftragter am AGH, gehört zu den Mahnern. Auch Johannes Kaiser als Schü­ler ist unter den Kontrolleuren. AGH-Rek­torin Angela Schulz war da, Elternvertre­ter der Vogt-Heß-Schule mischten mit, sechs Polizisten außerdem. Ganz zuletzt gibt es eine Besprechung: Die Quote der Helmträger liegt deutlich über der der Helmmuffel. Das freut den Verkehrsbeauf­tragten Rasemann, denn es zeugt von Bewusstsein: Einen Helm zu tragen, ist nicht Pflicht. Roland Schreiber, Hauptkommis­sar im Verkehrsdienst, denkt allerdings mit Grausen zurück an so manchen Schü­ler, den er angetroffen hat, „mit Bremsen, die konnte man durchdrücken bis zum An­schlag".

Bei wem es was zu murren gab am Rad, der durfte sich bestenfalls über einen soge­nannten Mängelbericht an die Adresse sei­ner Eltern freuen. Eine Geldbuße bringt si­cher mehr Ärger und kürzeres Taschen­geld. Aber auch die blieb für einige Schü­ler nicht aus. Lutz Rasemann führt akku­rat Buch: Das Ergebnis gibt einerseits Grund zur Freude - mehr Helme, sogar un­ter den Vogt-Heß-Schülern, die diesbezüg­lich in den letzten Jahren besonders lax waren -, aber auch generell mehr Bean­standungen. Nachdem vor vier Jahren bei einer schulübergreifenden Kontrolle noch 79 Prozent aller Fahrräder beanstandet wurden, sank diese Quote in den letzten Jahren auf rund 39 Prozent, stieg 2009 nun aber wieder an auf 48,5 Prozent.

Das Gros der Schüler mit schadhaften Rädern besucht das Andreae-Gymnasium und ist älter als 14 Jahre - über diesen Schülern schwebt nun das Schwert eines Knöllchens. Auf den vorderen Plätzen der Statistik liegen die Leuchten und Reflektoren - der Bremsenschlamper, der der Po­lizei auffiel, scheint glücklicherweise die Ausnahme gewesen zu sein. Insgesamt kontrolliert wurden 119 Räder, eines der Räder mussten die Kontrolleure der Vogt­-Heß-Schule sogleich aus dem Verkehr zie­hen. Die Kontrolleure füllten insgesamt 26 Mängelberichte aus und erstatteten in elf Fällen Anzeige. Während sich in den unte­ren Klassenstufen des AGH etwa gleich viele Fahrradsünder fanden, glänzen die Klassen 11 und 12 durch tadelloses Auftre­ten, die Klasse 13 dagegen schlägt alle Re­korde..

(Artikel erschienen am 18.11.2009 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)
 

Zum dritten Mal sind Markweg-Schüler zu Schulbusbegleitern ausgebildet worden

Schlichter gegen Streit und Zerstörungswut
 
von Marline Fetzer-Hauser, Gäubote Herrenberg, 13.11.2009
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Wenn sich in den Bussen Schüler gegenseitig bedrängen oder wenn Sitzpolster malträtiert werden, sind die Schulbusbgleiter gefragt, Mediatoren für unterwegs, Mitschüler, die auf Augenhöhe die Situation beruhigen sollen oder dem Busfahrer melden. Zum dritten Mals sind jetzt 20 Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule und des Andreae-Gymnasiums von Profis der Polizei für diesen ehrenamtlichen Job fit gemacht worden.
 

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GB-Foto: Bäuerle
20 Realschüler und Gymnasiasten sind zu Schulbusbegleitern ausgebildet worden

 Was Konflikte sind und wie sie entstehen, ist ein Thema, das Kommissar Detlef Langer von der Polizeidirektion Böblingen mit den Siebtklässlern aus den beiden Markwegschulen bearbeitet hat. Teamar­beit und Vertrauensspiele gehörten ebenso dazu, denn die Schulbusbegleiter sollen nicht allein vorgehen, sondern im Team Probleme „anschauen, aussprechen", auch „anfassen" oder eben „dem Busfahrer mel­den". Rollenspiele in einem echten Bus ge­hörten zum Unterricht, Verhaltenstipps und auch einiges zum Thema Verkehrssi­cherheit bekamen die Schüler von dem Kommissar und dessen Kollegen Frank Hinner zu hören.

 Nach zwei Tagen Unterricht im Schu­lungsraum der Feuerwehr waren die Siebt­klässler aus den beiden Schulen am Mark­weg am Mittwochnachmittag etwas aufge­dreht, schließlich stand ihnen zum Ab­schluss ein kleiner Festakt bevor: Die bei­den Schulleiter Angela Schulz (AGH) und Dirk Hasenbusch (JRS) waren gekommen, ebenso die Juniorchefin des Nagolder Bus­unternehmens Rübenacker, Marion Rüben­acker, um die Übergabe der Schulbusbe­gleiter-Ausweise zu begleiten.

 „Die Ausbildung ist uns wichtig", mein­te Angela Schulz, dafür hätten die 20 Mäd­chen und Jungen gern auch zwei Tage schulfrei bekommen. 54 Schulbusbegleiter gebe es bereits im Markweg, so Dirk Ha­senbusch, sie zeigten eine sehr löbliche Be­reitschaft, „den scheinbar undurchdringli­chen Kreislauf, Dinge kaputt zu machen und sich danebenzubenehmen, zu durch­brechen." Dass dies funktioniert, bestätig­te Jörg Dettling vom Busunternehmen Rü­benacker: „Der Vandalismus ist deutlich zurückgegangen." Die Firma Rübenacker stehe ebenso wie das Busunternehmen Däuble „voll hinter der Busbegleitung", diese Geschichte sei sehr sinnvoll, ergänzte er wie ähnlich zuvor Marion Rübenacker.

 Mit den 20 jungen Neulingen sei eine gu­te Basis erreicht, meinte schließlich Lutz Rasemann, Lehrer und Verkehrsbeauftrag­ter am Andreae-Gymnasium, angestrebt würden 80 bis 100 Busbegleiter. 2008 gab es die ersten beiden Lehrgänge, jetzt sollen jedes Jahr einmal 20 Schüler der beiden Schulen ausgebildet werden, um die nach der zehnten Klasse  ausscheidenden Busbe­gleiter zu ersetzen. Rasemann ist mit sei­nem Kollegen von der JRS, Hermann Rösch, für das Team der Busbegleiter ver­antwortlich, zusammen betreuten sie enga­giert auch die neue Gruppe. „Wir freuen uns unheimlich" über die zusätzliche Un­terstützung der Schülermentoren, stellte er zudem zufrieden fest, nachdem diese - Stefan Klausen und Nadja Moser vom AGH und Christoph Eichler von der JRS - sich ebenfalls für die Einsatzbereitschaft der Neulinge bedankt hatten. Und für ih­ren Mut, denn, das stellte Polizeikommis­sar Langer deutlich fest: Angesichts von Überfällen im öffentlichen Raum, wo - wie in München - aus Helfern Opfer geworden sind, „zeigt ihr Zivilcourage und ein Stück weit der Erwachsenenwelt, dass ihr auch bereit seid, Verantwortung zu überneh­men". Mit einigem Juchhe hatten die Mäd­chen und Jungen bereits ihre Schulleiter empfangen, unter hörbarer Freude konn­ten die aufgeweckten neuen Busbegleiter dann abschließend ihre Ausweise an schwarz-grünen Bändeln in Empfang neh­men. Ab nächster Woche können sie dann zum Einsatz kommen.

(Artikel erschienen am 13.11.2009 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein unterstützt diese Aktion mit einem Förderzuschuß.

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Die neuen Fünfer im Schulzentrum Markweg werden mit "Mein Bus ist sicher" für die tägliche Fahrt fitgemacht

Ein Reifen ist so schwer wie ein Kind
 
von Sabine Haarer, Gäubote Herrenberg, 24.09.2009
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Rechtzeitig zum Schulanfang starten die Schulen im Markweg wieder ihre Schulbusaktion für die neuen Fünft-Klässler. Jeweils zwei Stunden lang werden 13 Klassen von Jerg-Ratgeb-Realschule, Andreae-Gymnasium und Vogt-Heß-Schule für den Schulbus-Alltag fit gemacht. Neben dem Sicherheitsaspekt steht dabei der respektvolle Umgang untereinander und mit dem Busfahrer im Vordergrund.
 
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GB-Foto: Holom
Üben für die tägliche Fahrt zur Schule: Neben dem theoretischen Teil gibt es auch einen praktischen.

„Mein Bus ist sicher", ist die schulüber­greifende Aktion betitelt, unter der in die­ser Woche die Fünftklässler aller drei wei­terführenden Schulen im Herrenberger Markweg in Sachen Busfahren geschult werden. Naheliegend, dass innerhalb der zweistündigen Fortbildung den Sicher­heitsfragen ein zentraler Platz eingeräumt wird. Der tote Winkel, das sichere Verwah­ren des Gepäcks, das richtige Verhalten beim Warten auf den Schulbus und im Ernstfall - all das lernen die neuen Fünfer. Eigens dafür ist Claudia Wiest ins Schul­zentrum Markweg gekommen - die Schul­bustrainerin des baden-württembergi­schen Omnibusverbandes (WBO) weist alle 13 Fünferklassen auf die Gefahren beim Fahren mit dem Schulbus hin und erläu­tert die richtigen Verhaltensregeln. 

Festhalten, wenn man stehen muss

 Den Ranzen auf den Schoß oder zwi­schen die Füße nehmen, nach hinten durchgehen und damit Platz schaffen für alle, die nachkommen. Festhalten, wenn man stehen muss. Es sind Kleinigkeiten, die für Schüler und Fahrer den Weg zur Schule und nach Hause angenehmer - und sicherer - machen. Und weil alle Ratschläge und Verhaltensregeln nur dann richtig ankommen, wenn sie in der Praxis erlebbar sind, geht es nach dem theoretischen Aufwärmen zum bereitgestellten Bus. Dort zeigt Claudia Wiest den Schülern Sicher­heitshammer und Feuerlöscher, lässt sie beim Blick in den Spiegel selbst sehen, wie groß der tote Winkel für den Fahrer ist, und lässt sie einen Busreifen stemmen. „Der ist so schwer wie ihr. Was denkt ihr, was passiert, wenn ihr da drunterkommt?", fragt sie warnend in die Runde. Die Reaktionen der Schüler bleiben nicht aus. Als die Schulbustrainerin von einer überfahrenen Schülerhand erzählt, schleichen sich schockierte Untertöne in die Kommentare. Leicht mulmig ist auch denen zumute, die freiwillig ihre Arme in die sich schließende Bustür strecken. „Das tut nicht weh, aber ihr merkt, dass das für die Lichtschranke nicht ausreicht." Klop­fen und schreien laute deshalb die Devise. Und natürlich: Alles loslassen, was das Hängenbleiben verursacht hat.

 Zum Abschluss des praxisbezogenen Teils dreht der Busfahrer mit den Fünft­klässlern noch eine Runde auf der Wende­platte. Fliehkräfte sollen so demonstriert, das richtige Verhalten bei Notbremsungen erlernt werden. Für die Schüler einstim­mig „der coolste Teil" der zweistündigen Schulbusaktion. Die ist in ein umfassendes Verkehrskonzept des Schulzentrums ein­gebettet. Dazu gehören neben der Schul­busaktion auch die Schulungen der Siebt­klässler zu Schulbusbegleitern und Schü­lerverkehrsmentoren, der Verkehrssicher­heitstag der Klassen 8, die Verkehrsprä­vention in den Klassenstufen 9 und 10 und die zahlreichen Fahrradkontrollen. „Der Schulweg gehört zum Schulalltag dazu und deshalb ist es unsere Aufgabe, diesen so sicher wie möglich zu machen", erklärt Wolfgang Graf-Götz, Rektor der Vogt-­Heß-Schule. Besonders da der Schüler­fluss, im Gegensatz zu einer Stadtschule, nicht kontinuierlich fließe, sondern in Schüben komme und damit „eine ganz an­dere Dynamik hat", wie Kollege Dirk Ha­senbusch von der Jerg-Ratgeb-Realschule ergänzt.

 „Weniger Vandalismus"

 

Um die Gefahren zu minimieren und ein funktionierendes Netzwerk zu spinnen, treffen sich Schulleiter, Verkehrssicher­heitsexperten, Schüler- und Elternvertre­ter aus dem Markweg zudem einmal im Schuljahr mit den Vertretern der Busun­ternehmen, der Stadt und der Polizei. Ver­anstaltungen, die sich lohnen und in den vergangenen Jahren zu spürbaren Verän­derungen geführt haben: „Das Verhältnis von Schülern und Fahrern hat sich gebes­sert und es kommt zu weniger Vandalis­mus in den Bussen", hat Busunternehmer Karl Rübenacker festgestellt.
 
(Artikel erschienen am 24.09.2009 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein unterstützt diese Aktion mit einem Förderzuschuß.

Stand der Unterlagen: März 2009

Betreuender Lehrer: Hermann Rösch

 

Schulbusbegleiter im Markweg: Ausbildung beendet

 

Lizenz zum Schlichten
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 13.11.2008
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Nun also haben sie ihren Ausweis, die Schulbusbegleiter am Schulzentrum Markweg: Am Mitt­woch fand ihre Ausbildung ihren Abschluss, ganz offiziell, im Feuerwehr­haus. Damit wurde nun die zweite Staffel an Begleitern ins Amt gesetzt, die in Bussen Frieden und Sicherheit sorgen sollen.
 

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GB-Foto: Bäuerle
Detlef Langer überreicht Leonie Schühle die Urkunde als Schulbusbegleiterin

Das zahlt sich aus, da ist sich Detlef Langer, Präventionsbeamter der Polizei, sicher: Konkrete Zahlen, die sich auf die Situation in Herrenberg beziehen, gibt es noch nicht, aber aus dem Nachbarkreis Calw, von dem sich die Herrenberger Schulen die Anregung holten: Dort melde­te ein Busunternehmen jährlich Sachschaden in der Höhe von bis zu 180.000 Euro, verursacht durch Vandalismus. Das Auf­schlitzen eines Schulbussitzes zum Bei­spiel schlägt mit 2.000 Euro zu Buche. Die müssen nun die Eltern ertappter Übeltäter bezahlen: keine Freude. Die Aufgabe der Schulbusbegleiter besteht aber auch darin, den Schülern klar zu machen, dass diese Kosten sonst auf die Öffentlichkeit fallen. Außerdem natürlich: Es geht um den lie­ben Frieden im Schulbus, um Raufereien, Gedränge. Jeden Tag laufen mindestens zehn Busse aus den umliegenden Gemein­den im Markweg ein. Hunderte von Schü­lern steigen ein und aus. Allein in diesem Frühjahr, erzählen die Verkehrsbeauftra­gen der Schulen, kam es zu zwei Schläge­reien, die durch die Schulbusbegleiter ge­klärt werden konnten.

Eine erste Reihe an Schulbusbegleitern ließen Gymnasium und Realschule bereits im Frühjahr schulen. Fortan ist geplant, jährlich im Herbst einen Kurs stattfinden zu lassen, bei dem wiederum 20 neue Schüler in ihre Aufgaben eingewiesen wer­den, zehn Schüler jeder Schule, Jungen und Mädchen gleichermaßen. Im vergange­nen Jahr wurde das Projekt angestoßen durch eine Kampagne des Innenministeri­ums, das die mangelnde Verkehrssicherheit an baden-ürttembergischen Schulen er heben ließ. Markweg und Längenholz stei­gen beide, als bislang einzige Schulen im Kreis Böblingen, ein. Im Markweg sah man den Bedarf jedoch als so hoch an, dass man im ersten Jahr gleich zwei Kurse anbe­raumte, so dass, die Neuausgebildeten ein­gerechnet, derzeit 40 Schulbusbegleiter am Schulzentrum aktiv sind. Zuletzt sollen es 100 sein, nachdem die Ausbildungsreihe alle Klassenstufen der Realschule und des Gymnasiums durchlaufen hat. 100 Schul­busbegleiter ist eine Zahl, die die Schulen denn auch halten möchten.

Tamara Nebel ist eine von ihnen - sie ist 15 Jahre alt und kommt aus Oberjettingen Als sie sich zur Schulbusbegleiterin meldete, besuchte sie noch die Klasse 7b. „Die meisten, die sich gemeldet haben", erzählt sie, „kamen aus unserer Klasse. Uns hat alle das Gedränge im Bus gestört, da ha­ben wir uns gesagt, wir machen was dage­gen". Es geht im Bus nicht nur um kostspieligen Vandalismus, es geht um das Sitzplatzgedränge, um störende laute Mu­sik und allerlei Rivalität. Die beiden Ver­kehrsbeauftragten der Schulen, Lutz Rasemann am AGH und Hermann Rösch an der Jerg-Ratgeb-Realschule, stehen dabei natürlich voll hinter ihren Schülern. Aber al­lein schon die Anwesenheit der Schulbus­begleiter wirkt von selbst schon Wunder: „Es reicht manchmal schon, dass wir da sind", meint die frischgebackene Busbe­gleiterin.

(Artikel erschienen am 13.11.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein unterstützt diese Aktion mit einem Förderzuschuß.

Mängeln auf der Spur: Fahrradkontrolle im Herrenberger Schulzentrum Markweg
 
Die Helmquote sinkt
 
von Rüdiger Schwarz, Gäubote Herrenberg, 20.11.2008
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Da war so mancher Schüler überrascht: Im Herrenberger Schulzentrum am Markweg wartete gestern in der Früh die Polizei auf die jungen Radler. Sie nahm die Velos unter die Lupe - damit böse Über­raschungen im Straßenverkehr aus­bleiben.
 

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GB-Foto: Holom
Ermahnende Worte: Die Polizei und Eltern kontrollieren Fahrräder der Schüler

Bevor die ersten Schüler eintreffen, fah­ren die Polizeiautos auf den Parkplatz. Das Herrenberger Revier arbeitet mit der Verkehrspolizei Böblingen zusammen. Mitglieder der Elternbeiräte der ansässi­gen Schulen wie etwa Klaus Rohde und Cornelia Marquardt unterstützen sie, zum anderen wirken auch die Schülerverkehrs­mentoren bei den Kontrollen mit.

Mit dabei sind die Schüler Gerrit Koch und Christoph Eichler: Sie sind zu Ver­kehrsmentoren ihrer Schule ausgebildet worden und haben eine Zielgruppe - ihre Hauptaufgabe besteht darin, „vor allem die Fünft- und Sechstklässler zu beraten, zu unterstützen und ihnen Hilfestellungen zu geben".

An der Polizei kommt keiner vorbei: Sie hat drei verschiedene Korridore eingerich­tet, um die Schüler der Jerg-Ratgeb-Real­schule und der Vogt-Heß-Grund- und Hauptschule zu erfassen, um so ein mög­lichst lückenloses Kontrollsystem zu ge­währleisten. „Die Verkehrsbeauftragten der drei Schulen arbeiten eng zusammen", berichtet Lutz Rasemann, Lehrer und gleichzeitig Verkehrsbeauftragter des An­dreae-Gymnasiums.

An den Korridoren stehen Helfer mit Kontrollbögen. Dies sind Check-Listen, an­hand derer die festgestellten Mängel er­fasst werden: Stimmen die Beleuchtung vorn und hinten? Funktionieren die Brem­sen vorn und hinten? Hat das Rad die Re­flektoren - und zu guter Letzt auch eine Klingel? Die Fahrradhelmquote wird nur statistisch erfasst.

Die Mängelberichte werden über die Schule direkt an die Eltern weitergeleitet. Bei Schülern über 14 Jahren sieht die Sachlage etwas anders aus: Ihnen kann ei­ne Anzeige wegen Verstoßes gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung blü­hen und diese Anzeige trifft den Fahrer, nicht seine Eltern. Thomas Härter vom Herrenberger Ordnungsamt bestätigt, dass bei der letzten Kontrollaktion „ein nicht gerade geringer Stapel mit Anzeigen beim Landratsamt eingegangen war".

Mittlerweile ist dies die dritte Aktion, die mit Bußgeldern arbeitet. „Es geht nur über den Geldbeutel. Ohne passiert nichts", lautet die Erfahrung Rasemanns. Früher hätten die Eltern zwar die Mängel­listen bekommen, aber bei anschließenden Kontrollen seien immer noch dieselben Mängel vorhanden gewesen.

Nach der Kontrollaktion waren alle Sei­ten angesichts des reibungslosen Ablaufs zufrieden, nur die Polizei erwägt, beim nächsten Mal, weniger Einsatzkräfte zur Verfügung zu stellen.

Allerdings geben die Ergebnisse der schulübergreifenden Radkontrolle im Markweg doch wieder Anlass zur Sorge: Lag die Helmtragequote im vergangenen Jahr noch bei rund 80 Prozent, so sank sie diesmal auf rund 50 Prozent. Auch die Zahl der Beanstandungen ist um rund neun Prozent von 39,7 Prozent im Vorjahr auf 48,5 Prozent bei der aktuellen Kontrol­le gestiegen. Trotz Hinweis auf den Poli­zeieinsatz, der Ankündigung von Anzeige und Verwarnungsgeld sowie Untersagung der Weiterfahrt ist die Verstoßquote erheb­lich nach oben geschnellt.

Da 61,7 Prozent der Radfahrer, bei de­nen es Beanstandungen gab, älter als 14 Jahre sind, wird - wie vom schulübergrei­fenden Verkehrsausschuss abgestimmt - mit den Mängelberichten Anzeige beim Ordnungsamt erstattet und ein Verwar­nungsgeld erhoben.

(Artikel erschienen am 20.11.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

 

Training im Bildungszentrum Markweg: Fünftklässler lernen vernünftiges Verhalten

 

Regeln für die Schulbusfahrt
 
von Michael Mangold, Gäubote Herrenberg, 17.09.2008
 
betreuender Lehrer: Hermann Rösch

Grundlagentraining für die Jüngsten ist bei den Schulen im Markweg angesagt: Referenten des Bildungswerks der Omnibusun­ternehmer Böblingen zeigen allen fünften Klassen in dieser Woche mit Spielen und Experimenten, wie si­cheres und vernünftiges Verhalten bei der Fahrt mit dem Schulbus aus­zusehen hat. Erst dann könnten Sie in ei­nigen Jahren zu „Schulbusbeglei­tern" ausgebildet werden, wie es der­zeit im Schulzentrum im Längenholz geschieht.
 

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Busfahren will gelernt sein — gerade auch bei Fünftklässlern

„Das Gedränge an den Bushaltestellen und im Bus ist in letzter Zeit immer schlimmer geworden. Gemeinsam haben wir beschlossen, dass gegen die Gefahren hierbei etwas getan werden muss", sagt Hermann Rösch, der Verkehrssicherheits­beauftragte der Jerg-Ratgeb-Realschule. Zusammen mit seinen Kollegen Richard Wissmann von der Vogt-Heß-Schule und Lutz Rasemann vom Andreae-Gymnasium sowie dem Verkehrsausschuss aller drei Schulen organisiert er seit drei Jahren die Grundkurse für die Fünftklässler. Von klein auf sollen die Kinder lernen, wie sie sich zu verhalten haben, um Chaos zu ver­meiden, und die Sicherheit im Schulbus erheblich zu erhöhen. In der achten Klasse erfolgt dann eine Vertiefung. „Wer möchte, kann sich danach zusätzlich zum Schul­busbegleiter ausbilden lassen, um ein Auge darauf zu haben, dass die Kinder auch um­setzen, was sie in Kursen wie dem heutigen lernen", erklärt Rösch. Jenes Seminar wird im Schulzentrum im Markweg kommen­den Oktober/November stattfinden. Just in dieser Woche wird es an den Längenholz-Schulen durchgeführt. 

Die Idee, Fünftklässler über das richtige Verhalten an der Bushaltestelle und im Schulbus zu unterrichten, fände derzeit im ganzen „Ländle" großen Anklang, erzählt Referentin Claudia Wiest vom Bildungs­werk der Omnibusunternehmer Böblingen. „Gerade zum Schulbeginn sind unsere Leute überall unterwegs." Wiest trifft bei den Jungen und Mädchen den richtigen Nerv: Im lockeren Plauderton, mit Experi­menten und Spielen weckt sie das Interes­se der Kinder, die mit Feuereifer dabei sind. 

In einem Theorieteil spricht Wiest die wichtigsten Punkte an und lässt die Kin­der von ihren eigenen Erfahrungen berich­ten. Geschichten machen die Runde: von entnervten Busfahrern, die sich weigern die lärmende Meute weiter zu fahren, vom Sitzen auf ausgespuckten Kaugummis und von drängelnden „Großen" - die Pauschal­bezeichnung der Jüngsten für alle Mit­schüler von der Mittelstufe aufwärts. „Ziel ist es hier, das Verständnis für die Proble­matik zu wecken", erklärt Claudia Wiest. „Die Kinder sollen begreifen: Auch ihr seid Teil des Problems, aber ihr könnt et­was dagegen tun." 

Vandalismus ist ein nicht zu unterschät­zender Punkt. Ob Kaugummis, Zündeln, oder eingeritzte Sitzpolster: Jährlich be­laufen sich die Schäden an den 50 Bussen des Busunternehmens, für das Claudia Wiest arbeitet, auf 25 000 Euro, berichtet sie. Besonders skurril und auch gefährlich: „Die Nothammer, um die Scheiben zu den Notausgängen einzuschlagen, werden be­sonders gerne mitgenommen. Uns fehlen jedes Jahr 20. Im Brandfall ist das natür­lich lebensgefährlich." 

Im Praxisteil geht's ans Eingemachte: Ein Wettrennen in den Bus steht als erstes auf dem Programm - einmal im chaoti­schen Sturm auf die Flügeltüren, einmal schön brav in Zweierreihen. Die Kinder merken rasch, dass letztere die schnellere Methode ist. Im fahrenden Bus zeigt Wiest den Fünftklässlern, wo sich Notausgänge, Feuerlöscher und Nothammer befinden und wie diese zu benutzen sind. Ein Satz Hütchen muss das Zeitliche segnen, um den richtigen Sicherheitsabstand an der Bushaltestelle zu demonstrieren. 

Bei nur 28 km/h legt der Busfahrer eine Vollbremsung ein. Staunend beobachten die Kinder, wie sich ein sorglos im Gang abgestellter Schulranzen in ein Geschoss verwandelt und bis ganz nach vorn, zum Fahrer katapultiert wird. Sicherer Halt ist bei einer Vollbremsung von besondrer Be­deutung, und so bringt Wiest den Kindern bei, den richtigen Stand und das richtige Festhalten bei, um im überfüllten Bus auf jede Überraschung aus dem Nichts gefasst zu sein. Von Anfang an sei das Fünftkläss­ler-Busprojekt ein gemeinsames Unterneh­men des gesamten Schulzentrums gewesen, lobt Andrea Fabisch-Wörner, Eltern­beirätin an der Jerg-Ratgeb-Schule. Die Referenten werden vom Förderverein der drei Schulen bezahlt. Trainingsbusse und Fahrer indes werden von den Firmen Däu­ble und Nagoldtalreisen bereitgestellt.
 
(Artikel erschienen am 17.09.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein unterstützt diese Aktion mit einem Förderzuschuß.

Der Förderverein unterstützt das Projekt Inline-Sicherheits-Training. Die Zielgruppe dieses Sicherheits-Trainings sind die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 und 6. Allerdings können an den Kursen maximal 36 Schüler teilnehmen. Diese 36 Schüler werden dann auf zwei Kurse verteilt.
Sie lernen so unter der Anleitung eines speziell geschulten Trainers, wie man sich auf Inlinern richtig verhält. Und natürlich auch, was man als Inlinerfahrer beachten muss, um sich oder auch andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
Natürlich lernt man bei diesem Training auch, was zur „richtigen“ Ausrüstung gehört:
Helm, Ellenbogen-, Knie- und Handgelenkschoner zu tragen ist sozusagen Pflicht, um an diesem Training teilzunehmen.

Dieses Inline-Sicherheitstraining findet auf dem Pausenhof der Vogt-Hess-Hauptschule statt. Dort ist ein „Straßennetz“ aufgezeichnet, das man normalerweise zur Übung für die Fahrradprüfung benutzt.

(Mara-Kristin Funke)