Verkehrserziehung

Verkehrserziehung

Die Verkehrserziehung der JRS, die in Zusammenarbeit mit den beiden weiteren Markweg-Schulen durchgeführt wird, bietet ihren Schülerinnen und Schülern abgestimmt für die verschiedenen Jahrgangsstufen ein umfassendes Angebot.

 

2011-11 Schulbusbegleiter 05 web 2011-11 Inliner 03 web Slalom 

2010-06 Verkehrssicherheitstag 06 web 2010-11 Schulbusbegleiter 02 web

- für die 5er- und 6er-Klassen -

 

- Betreuender Lehrer: Herr Hermann Rösch -



Im Rahmen des Sportprofils werden an der Schule für die Klassen 5 und 6 neben den Wintersportarten Snowboard und Ski auch sommerliche Aktivitäten wie Mountainbiken und Inlinern angeboten. „Wir wollen den Kindern zeigen, dass Sport im Freien Spaß machen kann", erklärt Sportlehrer Hermann Rösch. Er hat den Kurs organisiert und die beiden Inline-Lehrer aus Böblingen, die schon im vergangenen Jahr zu Gast waren, erneut eingeladen. „Das sind echte Profis. Einer von beiden bildet selbst Kursleiter aus. Die Kinder wurden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils eineinhalb Stunden lang alle möglichen Aspekte rund ums Inlinern vermittelt bekamen. Dazu gehört natürlich, wie man richtig fällt, ohne sich dabei zu verletzen und eine Aufklärung darüber, warum es so wichtig ist beim Inlinern Schutzhelm, Knie- und Ellenbogenschützer und Handschuhe zu tragen. „Die Unfallverhütung spielt bei uns eine immens wichtige Rolle. Schließlich sollen die Kinder Spaß bei der Sache haben und sich trotzdem sicher fortbewegen können", so Rösch. Dazu gehörte auch die Methodik des richtigen Fahrens, sprich wie man denn eigentlich auf den Rollen stehen muss, damit alles klappt. Und wer schnell fahren will, der muss auch schnell bremsen können. Vor allem im Straßenverkehr spiele das eine wichtige Rolle. Der Kurs ist eine regelmäßige Sache, er gehört zum Sportprofil dazu.

Der Förderverein hat die Kosten für die Referenten übernommen.

(Hermann Rösch)









Wieselflink flitzen Schüler um die Hütchen


von Harald Schönle, Gäubote Herrenberg

betreuender Lehrer: Hermann Rösch


Inline-Skaten macht Spaß, hat aber auch seine Tücken: Auf die richtige Technik kommt es an. Deshalb zeigten gestern zwei Trainer den Fünft- und Sechstklässlern der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule die richtige Brems- und Kurventechnik.


GB-Foto: Bäuerle
Flott im Slalom Parcour: Die "Sportklassen" verbessern ihre Fahrtechnik.


Etwa 30 Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule (JRS) scharen sich um die beiden Inline-Skating-Instruktoren Annette und Bernd Rappold aus Maichingen. In den nächsten 90 Minuten werden sie eingewiesen, wie man richtig fällt, wie man effizient bremst und seine Fahrtechnik verbessert. Doch zuallererst erfahren die Schüler, warum eine vollständige Schutzausrüstung Pflicht ist: Sie verhindert schlimmere Verletzungen. „Wer von euch ist schon einmal gestürzt?", fragt Bernd Rappold - die Antwort der Elf- bis Zwölfjährigen ist eindeutig: Alle hatten bereits unliebsamen Kontakt mit dem Asphalt. Jetzt lernen selbst „Profis" wie Daniel Klisch, der Zeitungen auf Inline-Skates austrägt, noch etwas dazu.

Die Mädchen und Jungs der Klassen 5c und 6c, die sich auf die Skates wagen, sind aus den sogenannten „Sportklassen". „Das Profil der Klassen beruht auf Sportarten, die in der freien Natur ausgeübt werden können - neben Snowboarden Skifahren und Mountainbiken gehört dazu Inline-Skaten", sagt der Klassenlehrer Hermann Rösch. „In höheren Klassen wird dieses Profil um andere Sportarten erweitert."

Die Schutzausrüstung sitzt, das haben die Schüler geprüft: Es kann losgehen. In einem kleinen Slalomkurs mit Hütchen zeigen sich die Fertigkeiten der Kinder schnell. Pascal Gründer beispielsweise fährt erst seit einem Dreivierteljahr. „Ich kann auf jeden Fall meine Technik noch verbessern", gesteht der Elfjährige ,,und kurvt um die nächste Pylone. Alle Kinder können schon recht gut fahren, obwohl der eine oder andere noch nicht so lange dabei ist. Erika Root, zwölf Jahre alt, erzählt: „Seit ich vier bin, fahre ich Inline-Skates, nun aber nicht mehr so häufig."

Den Kurs sponsert der Förderverein der Jerg-Ratgeb-Schule. Annette Rappold ist hauptberufliche Sportfachwirtin und staatlich geprüfte Trainerin mit Lizenzen in mehreren Sportarten. Ihr Mann unterstützt sie nebenberuflich, verfügt aber ebenfalls über entsprechende Qualifikationen. Durch den Einsatz von methodischen Hilfsmitteln wie Hütchen, Stangen oder Kunststoff-Teller wird die Koordination und Motorik der Kinder bei diesem Training geschult. Und Spaß macht es nebenbei auch noch. Für Regina Kobacsek ist es der erste Kurs. Trotzdem sagte sie: „Ich finde die Übungen leicht", berichtet die Zwölfjährige. Flott rollt sie weiter - auf einem Bein: „Das macht mir besonderen Spaß.

Doch neben dem Spaß und Verbesserung der Fahrtechnik gibt es einen weiteren Punkt, auf den Klassenlehrer Hermann Rösch hinweist: Er ist der Verkehrsbeauftragte der Herrenberger Realschule. „Eine bessere Fahrtechnik steigert die Sicherheit, was ein wichtiger Aspekt in der Verkehrserziehung darstellt." Simon Wimmer, elf Jahre alt, soll es recht sein: Er nutzt den Kurs, um seine neuen Inline-Skates, die er zu Ostern geschenkt bekommen hat, einzufahren.

(Artikel erschienen am 18.04.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein finanziert die Honorarkosten der Inliner-Trainer.


Einige Eindrücke von den Inliner-Trainings:










Schulbusaktion "Mein Bus ist sicher"

- für die 5er-Klassen der 3 Markwegschulen -

 

- Betreuender Lehrer: Herr Hermann Rösch -




Vollbremsung. „Egon" fliegt mit voller Wucht durch den Schulbus. Das hätte schlimm enden können, doch zum Glück ist „Egon" nur eine bemalte Plastiktonne, die zeigen soll, wie Kräfte wirken können. Das macht Eindruck auf die Fünftklässler der drei Herrenberger Markwegschulen.

„Das Wichtigste im Bus ist Festhalten, denn Ihr wisst nie, wann der Fahrer bremsen muss". Thomas Fritz, Referent vom Bildungswerk der Omnibusunternehmer Baden-Württemberg setzt beim Busprojekt für die Fünfer zuerst auf Theorie und legt dann besonderen Wert auf die Praxis. Unten im Schießtäle steht schon der Bus der Firma Rübenacker parat. Jetzt soll das im Klassenraum gelernte in die Tat umgesetzt werden.

„Und los!" Auf Kommando stürmen die Jungen und Mädchen den Bus, drängeln vorbei am Fahrer und hocken sich auf die Sitze, möglichst weit vorne. So, und jetzt richtig. Schön anstellen, flott, aber in Reih und Glied geht es in den Bus. Man grüßt freundlich den Busfahrer und setzt sich in die hinteren Reihen. Die Schulranzen kommen bei den Füßen auf den Boden. Geht doch. Thomas Fritz ist zufrieden. Janina hat dabei die Stoppuhr betätigt und festgestellt, dass Drängeln zeitlich rein gar nichts bringt, aber weit gefährlicher ist.

Ganz am Ende der zweistündigen Lehrstunde opfert Thomas Fritz noch eine vier Kilogramm schwere Melone, die er vor das Hinterrad des Linienbusses legt. Ein Fahrzeug dieser Größe lässt sich davon nicht beeindrucken, langsam rollt der dicke Reifen über die Frucht. Weder Fahrer noch die zwei Schüler, die sich extra über die Achse gesetzt haben, spüren etwas davon, dass der Bus über die Melone gefahren ist. Der Fuß eines Kindes wäre wohl zerquetscht worden.

Dass mit einem leichten Schubs von hinten eine wartende Gruppe schnell nach vorne katapultiert werden kann, demonstrierte Thomas Fritz mit den Fünftklässlern noch im Klassenzimmer. Der schmächtige Gabriel rempelt den letzten „Mann" an, durch den Dominoeffekt würden die vorderen der Gruppe im Ernstfall nun auf der Straße stehen. Wenn dann ein Bus vorfährt, ist das kein Spaß mehr.

„Wie komme ich im Notfall raus?" Mit dem Nothämmerchen die Scheibe einschlagen ist eine von drei Möglichkeiten, den Bus zu verlassen, die der Referent erläutert. Einen weiteren Notausgang bieten die zwei großen Lüftungsklappen an der Decke, und wer am Hahn dreht und die Druckluft entlässt, kann anschließend kinderleicht die Türen des Busses öffnen.

Hier geht es um Grunderfahrungen, meinte Dirk Hasenbusch, Rektor der Jerg-Ratgeb-Realschule. Geplant ist künftig, jeweils mit den Fünfern der drei Schultypen im Markweg ein derartiges Busprojekt durchzuführen. Fortsetzung soll dann in Klasse acht sein, wo es denn mehr um Vandalismus, aber auch um Hilfe für die kleineren Mitfahrer gehen soll.

Weitere Informationen im Internet
http://www.bb-live.de
http://www.busstop.de


Der Förderverein hat die Kosten für den Referenten übernommen.

(Hermann Rösch)





Aktion „Mein Bus ist sicher" in der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule: Fünftklässier bekommen besonderen Unterricht


von Rebecca Haar, Gäubote Herrenberg, Okt.2007

betreuender Lehrer: Hermann Rösch


Die drei Schulen im Herrenberger Markweg legen viel Wert auf die Sicherheit ihrer Schüler. Aus diesem Grund kam am gestrigen Freitag Thomas Fritz in die Jerg-Ratgeb-Realschule. Der Polizeihauptkommissar unterstützt die Schulbusaktion „Mein Bus ist sicher", um die neuen Fünftklässler an einen sicheren Umgang mit dem Straßenverkehr heranzuführen.


GB-Foto: Holom
Die Melone ist bald platt: Thomas Fritz weist auf die Gefahren im Straßenverkehr hin.

Mit dem Tageslichtprojektor wird eine Karikatur an die Wand des Klassenzimmers der 5c gestrahlt: Ein Busfahrer, Schüler mit Heiligenschein. „Lauter kleine Engel?" ist die Überschrift. Immer mehr Schüler kommen nach der Pause ins Klassenzimmer. Simone Helfrich, die Klassenlehrerin und Hermann Rösch, ebenfalls Lehrer, gehen ins Klassenzimmer. Thomas, Fritz folgt ihnen: „Ihr macht ja meinen Bus kaputt!", sagt der 49-Jährige lachend. Er kommt über den Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) an die Schulen und macht die Schüler fit für den Straßenverkehr.

Inzwischen haben sich die Schüler aus dem „Bus", bestehend aus mehreren Stühlen, weggesetzt. „Große Augen? Was kommt auf euch zu?", fragt Fritz. Gespannte Stille unter den Schülern. „Mein Schulbus ist sicher' ist unser Thema heute", erklärt er den Kindern. Fast alle kommen mit dem Bus zur Schule, manche mit dem Zug. Für die meisten ist das tägliche Busfahren noch ein neues Gebiet. Erst seit zwei Wochen fahren die meisten von ihnen regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit Nora Johnson will Fritz gemeinsam über die erdachte Straße im Klassenzimmer gehen. Das Mädchen weiß Bescheid: Erst nach links, dann nach rechts schauen. Die nächste Aufgabe ist schon kniffliger: Was machen, wenn 50 Meter entfernt von der Haltestelle ein Zebrastreifen ist und der Bus gerade abfahren will? „Ihr müsst über den Zebrastreifen gehen. Lieber verpasst ihr einmal den Bus, als dass euch etwas passiert", erklärt Fritz nachdrücklich. Damit sich das nicht wiederholt, sollen die Schüler sich am nächsten Tag lieber früher auf den Weg machen.

Als Nächstes stellen sich zehn Jungen dicht gedrängt zusammen. Starr schauen sie aus dem Fenster hinaus. Der 49-Jährige nimmt leise Lisa Meixner an der Hand, flüstert ihr etwas zu. -Sie lächelt und rennt von hinten auf die Menge zu. Die Jungen haben sie nicht kommen sehen. Alle machen einen Schritt nach vorn. „Das war Superwoman", sagt Fritz : scherzend und die Jungen sind überrascht. Dass ein Mädchen sie so überraschen könnte, hätten sie nicht gedacht.

Thomas Fritz' Methoden sind durchdacht. Er hat eine pädagogische Schulung gemacht, schöpft aber auch aus seiner Erfahrung mit den eigenen beiden Kindern. Lebendig bringt er den Schülern näher, auf was sie im Straßen- und Busverkehr achten müssen. Mit den Übungen macht er den Kindern deutlich, wie schnell es passieren kann, dass jemand unbeabsichtigt auf der Straße steht. Und das, ohne sich vorher umgesehen zu haben. „Das ist 'Learning by doing'", erklärt er in der kurzen Pause zwischen dem Theorie- und Praxisteil sein Konzept. Die Aktion werde seit fünf Jahren in Baden-Württemberg angeboten und erfreue sich reger Nachfrage.

Angela Schulz, Leiterin des Andreae-Gymnasiums, führt weiter aus: „Alle drei Markwegschulen sind am Programm beteiligt." Die Verkehrssicherheitsbeauftragten, Lutz Rasemann, Richard Wißmann und Hermann Rösch arbeiten schulübergreifend. Dirk Hasenbusch, Rektor der Realschule, ist stolz auf die Aktion, die vom Förderverein finanziert wird. „Circa 30 000 Euro stehen uns durch diesen Verein im Jahr zur Verfügung, die wir für solche Aktionen und Projekte verwenden."

Für den praktischen Teil der Aktion gehen die Schüler gemeinsam mit Fritz zu einem bereitstehenden Bus. Vorbildlich steigen die Kinder ein. Nachdem der 49-Jährige die Notausstiege erklärt hat, fährt der Bus los. Eine Vollbremsung soll vorgemacht werden. Der Bus ist klein und manche Kinder stehen in der Mitte. Plötzlich kracht es. Die Schüler klammern sich an ihren Sitzen fest. Die stehenden brauchen mehr Kraft, um sich festhalten zu können. „Das waren jetzt nur 20 Kilometer pro Stunde", macht Fritz den Kindern deutlich. Erstaunen. Auch mit sieben Kilometern pro Stunde ist die Beschleunigung, wenn der Bus' bremst, noch überraschend stark.

Zurück an der Schule zeigt er den Jungen und Mädchen, was passiert, wenn etwas unter dein Bus liegt. Er nimmt eine Wassermelone und legt sie unter das Hinterrad. Zwei Mädchen sollen im Bus genau über der Achse sitzen. Die restliche Klasse soll den Bus und die Melone beobachten. Restlos plattgefahren wird sie und die Kinder im Bus sind erstaunt: Nicht mal gewackelt hat es dort, als der Bus über die Melone gefahren ist.


(Artikel erschienen im Okt.2007 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein unterstützt diese Aktion mit einem Förderzuschuß.
Projekt Schulbusbegleiter














Schulbusbegleiter haben Ihre Ausbildung beendet


Gäubote Herrenberg vom 28.02.2008 (fab)


Sachbeschädigung und Rücksichtslosigkeit ist in den Schulbussen nichts Seltenes - auch nicht im Gäu. Damit soll jetzt allerdings Schluss sein. Gestern wurden die ersten Absolventen der zweitägigen Ausbildung zum Schulbusbegleiter des „Schüler-FAIR-kehr-Projekts" der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg in der Gerätehalle der Feuerwehr Herrenberg mit einem Ausweis und passendem Anhänger ausgezeichnet. Je zehn Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule und des Andreae-Gymnasium stellten sich dem Trainingsprogramm. Besonderen Anklang fand der praktische Teil der Ausbildung: „Wir haben mit dem Bus sogar eine Vollbremsung gemacht“, erzählt Christoph Eichler aus Jettingen. Dass die Fahrt als Schulbusbegleiter nicht immer einfach werden wird, sehen die Teilnehmer gelassen: „Vielleicht machen wir uns Feinde", meint Pascal Speer aus Jettingen, „aber im Notfall ist der Busfahrer unser 'Komplize'. Das Wichtigste ist, dass die Fünftklässler Hilfe bekommen." Die Schulbusbegleiter sollen zu einem friedlicheren Miteinander im Schulbusverkehr beitragen. In der nächsten Woche werben sie in ihren Schulen für das Projekt, ehe am Montag, 10. März, „Dienstbeginn" ist. Die Rektorin des Herrenberger Andreae-Gymnasium, Angela Schulz, machte in einem Appell an die frisch gebackenen Schulbusbegleiter noch einmal deutlich, was für sie der Kern dieses Konzeptes ist: „Ihr seid bereit, Verantwortung zu übernehmen, euch einzumischen, nicht wegzuschauen."


GB-Foto: Holom
Detlef Langer von der Polizeidirektion Böblingen übergibt den Busbegleiter-Ausweis an Elaine Witza


(Artikel erschienen am 28.02.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)


Schulweganlalyse / Impuls:

Schulweganalyse und Busprobleme gehören zu den Tagesordnungspunkten, mit denen sich der Schulübergreifende Verkehrsausschuss der Markwegschulen alljährlich zu Schuljahresbeginn befasst und mit den Busunternehmen, dem Ordnungsamtsleiter und dem Leiter des Herrenberger Polizeireviers abstimmt.
Folgerichtig wurden

1. „Das Verhalten am und im Bus“ seit Einführung des schulübergreifenden, gemeinsamen Verkehrssicherheitstages für die Klassen 8 , seit 2005, als Programmpunkt angeboten,
2. Aufgrund der positiven Resonanz des Bus-Programmpunktes beim Verkehrssicherheitstag, seit 2006/2007 schulübergreifend für alle 5. Klassen ein entsprechendes Bus-Projekt - ebenfalls in Kooperation mit den Busunternehmen und dem WBO – Württembergischen Omnibusverband - durchgeführt.

Die Auftaktveranstaltung zur Schüler-FAIR-kehr Kampagne im Herrenberger Schulzentrum Längenholz stieß daher am 11. September 2007 auf ein entsprechendes Interesse bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern des Verkehrsausschusses der Markwegschulen.


Ausbildungsinhalte:

In den 2 Ausbildungstagen werden im theoretischen Teil folgende Themenbereiche behandelt:

- Verkehrssicherheit beim Ein- und Aussteigen
- Verkehrssicherheit während der Fahrt
- Erscheinungsformen von Gewalt und Konflikten
- Verständnis von der Dynamik von Gewaltprozessen
- Frühzeitiges Erkennen von Konfliktsituationen
- Kommunikation in kritischen Situationen – deeskalierende Gesprächsführung
- Konfliktbegünstigende Verhaltensweisen
- Stressfaktoren und deren Kontrolle bei Gefahren – Praktische Übungen
- Verhalten bei Vorfällen
- Reflektion der Erlebnis- und Gefühlswelt von Konfliktbeteiligten
- Vorteile und Möglichkeiten der Teamarbeit
- Rahmenbedingungen und Routinen in der Schulbusbegleitung
- Wahrnehmung eigener Grenzen
- Rechte und Pflichten als Schulbusbegleiter
- Übungen zum Gelernten
- Arbeitsfeld Busfahrer - Busunternehmer

Der Praxisteil umfasst:

- Bustraining – orientiert an dem o. g. Bus-Projekt für die Klassen 5
- Praktische Übungen zum Gelernten im Bus



Projektpartner:

- Polizeidirektion Böblingen, Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
- 5. Bereitschaftspolizeiabteilung Böblingen
- Fa. Däuble Omnibusreisen
- Fa. Nagoldtalreisen
- Kreisverkehrswacht Böblingen
- Feuerwehr Herrenberg
- Andreae-Gymnasium mit Elternbeirat, Förderverein „efa“, Foto-AG und Schulsanitäts-AG
- Jerg-Ratgeb-Realschule mit Elternbeirat und Förderverein
- Vogt-Hess-Grund- und Hauptschule (in der Vorbereitung und Umsetzung)


Evaluation:

Nach einem Zeitraum von ca. 3 Monaten nach der Ausbildung wird eine Fragebogenaktion durchgeführt. Busfahrer, Schulbusbegleiter/innen und Busschüler/innen werden hierbei über Veränderungen befragt.
Eine Erhebung über Anzahl und Inhalt der Meldungen durch die Schulbusbegleiter/innen soll dies ergänzen.


Ausblick:

Bei einem Schulzentrum mit insgesamt 2.422 Schülerinnen und Schülern und einem Buseinzugsbereich der 3 Linien mit je 2-3 Bussen zu den Schulanfangs- und -endzeiten am Vor- und am Nachmittag umfasst, ist zu erwarten, dass sich der Einsatz von zunächst nur 20 Schulbusbegleiterinnen und Schulbusbegleitern zwar positiv auswirkt aber kontinuierlich ausgebaut werden muss.


Ziele:

• Schulbusbegleiter sollen helfen, dass Schüler/innen stressfrei und ohne Angst von zu Hause in die Schule und wieder zurück kommen.

• Verringerung der Begehung von Straftaten (Vandalismus) in öffentlichen Verkehrsmitteln.

• Verstärkte Einbindung der Schüler und des Fahrpersonals führen zu einer Erhöhung des Entdeckungsrisikos.

• Das Sicherheitsempfinden in öffentlichen Verkehrsmitteln wird gestärkt.

• Schulbusbegleitern soll das Vertrauen in sich selbst gestärkt und dadurch richtig verstandenes zivilcouragiertes Auftreten ermöglicht werden.

• Soziale Kompetenzen wie gesellschaftliche Mitverantwortung, Konfliktfähigkeit und Teamverständnis werden bei den Schulbusbegleitern gefördert.

- ein gemeinsames Projekt der 3 Markwegschulen -

 

- Betreuender Lehrer der Jerg-Ratgeb-Realschule: Herr Hermann Rösch -




Dieses Projekt ist ein gemeinsames Projekt der Markwegschulen. Das Projekt ist auch auf der Homepage des Andreae-Gymnasiums veröffentlicht unter http://www.andreae-gymnasium.de.


Die Schulbusbegleiter der Jerg-Ratgeb-Realschule:



Kniend von links: Gerrit Koch 7e, Pascal Speer 7b, Christoph Eicheler7b, Luca Poulsen 7a
Stehend von links: Sebastian Bestenlehner 7e, Marcel Neumann 7e, Kay Weißer 7d, Louis Widmeyer 7d, Josua Cornelius 7e, Philipp Lohrer 7a


Die Schulbusbegleiter des Andreae-Gymnasiums:



Stehend von links nach rechts: Cornelius Feige 7b, Sven Kovacic 7b, Benedikt Milkereit 7b, Katja Götz 7a; Elaine Witza 7c, Saskia Dambon 7a, Nadja Moser 7a, Tamara Nebel 7b, Yves Galan Heidenreich 7b, Chris Munz 7b


Projektbeschreibung

Veröffentlichung im Gäubote

Eindrücke von diesem Ausbildungsprojekt


Der Förderverein übernimmt einen Anteil der Projektkosten.

(Hermann Rösch)