Schulprojekte

Tagesbericht Konzentrationslager Dachau

verantwortliche Lehrerin: Susanne Kleiter

 

Tagesbericht Konzentrationslager Dachau

Wieder einmal stand im November, der alljährliche Besuch der Gedenkstätte in Dachau, der zehnten Klassen der JRS- Herrnberg an. Doch mit einem vergnüglichen Klassenausflug hatte die Exkursion eher wenig zu tun. Um 6.15 Uhr haben wir uns alle an der Berliner Straße getroffen. Nach einer drei stündigen Busfahrt kamen wir in Dachau an. Um 10Uhr begann der Rundgang. Zuerst zeigte die Führerin uns das Gelände auf einer Karte. Das Gelände war in zwei Abschnitte unterteilt. In dem größeren Teil lebten die 2000 SS-Männer und in dem engeren Teil die bis zu 78.000 Inhaftierten.

Die Führerin zeigte uns den Empfang der Juden, und die verschiedenen Stationen welche die Inhaftierten durchlaufen mussten.

Die Baracken in denen die Inhaftierten früher lebten, existieren heute nicht mehr.

Sehr bewegend und erschreckend waren auch die Gaskammern und vor allem die Krematorien, in denen die Leichen verbrannt wurden, da diese im Originalzustand erhalten sind. Während die Gaskammern nie benutzt wurden (warum ist bis heute ungeklärt), waren die Krematorien ständig in Betrieb, da es aufgrund von Überanstrengung, Krankheiten und Erschießungen viele Tote gab. In diesem etwas abseits gelegenen Bereich befinden sich auch viele Mahnmale und Gedenkorte der evangelischen, katholischen und russisch-orthodoxen Kirche, sowie eine Jüdische Gedenkstätte. Die Informationen waren sehr interessant, aber zu umfangreich, um alles in der kurzen Zeit aufzunehmen.

Um 13 Uhr fuhren wir wieder zurück nach Herrenberg.

Meiner Meinung nach war diese Exkursion sehr interessant. Es ist wichtig, dass wir unsere Geschichte kennen. Die Gedenkstätte zeigte genau das sehr deutlich. Nicht zuletzt durch das beeindruckende Denkmal am ehemaligen Appellplatz, das aus einem aus Menschen geflochtenen Stacheldrahtzaun und einer Gedenktafel mit den Worten „Nie wieder“ in fünf verschiedenen Sprachen besteht.

Alles in allem war es sehr eindrücklich das ehemalige KZ vor Ort zu besichtigen und wir sind froh diesen Ausflug unternommen zu haben.

(Susanne Kleiter)