Schulprojekte

Schulprojekte

Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.

 

- Betreuender Lehrer: Matthias Schöneck -


Eines der vielen Projekte des Fördervereins der Jerg-Ratgeb Realschule befasst sich mit der Gestaltung des Innenhofes.
Nachdem 1999 unter anderem Eingangshalle, Flure und Aufenthaltsbereiche der Schule durch Elternschaft und Kollegium mit einem neuen Anstrich verschönert wurden, wurde jetzt auch der Innenhof ansprechend gestaltet.
Der Innenhof liegt in der Mitte des terrassenförmig angeordneten Gebäudekomplexes. Er grenzt an verschiedene Gänge und an den Musiksaal.

Im seitherigen Zustand war er zwar noch mit einem kleinen Teich bestückt. Aber er sah – zugegebenermaßen - ziemlich verwahrlost aus.

Der Lichthof wurde zu einem Ort der Ruhe und Entspannung gestaltet. Entsprechende Entwürfe, die einem japanischen Steingarten nachempfunden sind, sind vorab erstellt worden. Es ist ein Ort der Entspannung für Auge und Gemüt geworden. Geschwungene Wege bremsen die Hektik, Steinbänke laden zum Verweilen ein, Inseln aus Quellsteinen und Pflanzen fangen den Blick.

Die erste Ausbaustufe ist pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der Jerg-Ratgeb-Realschule am 29.Juli 2006 fertiggestellt worden.

Der Förderverein hat das Material und professionelle Hilfe finanziert. Zusätzlich haben viele ehrenamtliche Unterstützer und Helfer aus dem Kreise der Lehrer, der Eltern und der Schüler bei der Umgestaltung tatkräftig mitgeholfen.

Demnächst wird die Rückwand noch durch eine Bambusfassade verkleidet. Weiterhin kommt noch eine geschwungene Holzplattform als Sitzbank entlang der Hinterwand dazu. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird dann noch ein Dreiecksegel als Sonnen- und Regenschutz über den Innenhof gespannt werden.

(Maren Möpps, Anna Baitinger)


So sah der triste Schulinnenhof vor der Umgestaltung aus.



Der neu gestaltete Innenhof ist zu einem Kleinod der Ruhe und Entspannung geworden.

Französisch-Konversation

 

- für die Klassen 9a, 9b, 10c, 10d und 10e des Jahrganges 2005/2006 -
 
- Betreuende Lehrerin: Reinhilde Hahn -


Dieser Text ist derzeit noch in Vorbereitung.

von Andeas Fischer, Gäubote Herrenberg


Kabel ohne Salat, das bringt nicht jeder hin. Gleich drei Kilometer davon hat Gerhard Liebler zusammen mit seinen beiden Söhnen Christian und Tobias in der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule verlegt. Vier Zimmer im Schulgebäude verfügen mittlerweile über den Internetanschluss via Ethernet, weit über hundert Schüler können damit mit ihren Laptops gleichzeitig online gehen.

GB-Foto: Bäuerle

Servieren keinen Kabelsalat: Gerhard Liebler mit seinen Söhnen Tobias und Christian


Nur der einigermaßen geübte Blick wird erkennen, dass da wohl irgendetwas verlegt ist an der Wand. Fein säuberlich verlaufen die Kabelkanäle in den Zimmern der Jerg-Ratgeb-Realschule an den Wänden. Von dort aus zweigen zu den Tischen an mehreren Stellen jeweils mehrere Kabel gebündelt für die Tische ab. Einfacher geht es für die Schüler nicht mehr: Sie müssen ihren Laptop nur noch mit dem eigenen Kabel am eigenen Platz verbinden. Die Räume haben unterschiedliche Aufbauten, zum Teil stehen die Tische klassisch aufgereiht, zum Teil in einer besonderen C-Form. Je nach Lehrerwunsch, erklärt Gerhard Liebler.

Der 44-Jährige ist als technischer Kundendienstberater nicht nur beruflich prädestiniert für die Aufgabe der Verkabelung, Liebler engagiert sich auch seit Jahr und Tag in der Elternvertretung. „Ich bin ja hier Elternvertreter“, erzählt Liebler, „da ist die Laptopklasse immer so ein Thema gewesen." Als sich die Jerg-Ratgeb-Schule vornahm, die Schüler auch am Rechner auszubilden, waren die Lösungen zunächst unbefriedigend. Die PC-Räume waren zu klein und konnten nicht eine ganze Klasse aufnehmen, das danach eingerichtete Wireless-LAN-Netzwerk stieß bald an seine technischen Grenzen. An diesem Punkt war Liebler gefragt. „Da hat er gesagt, Kuchen backen könne er keinen, aber Kabel verlegen", erzählt Schulleiter Dirk Hasenbusch.

2005 machte sich Liebler an die Planung der Verkabelung, holte Angebote ein und gab sie an die zuständigen Gremien weiter. Die Entscheidung für „konventionelle Kabeltechnik" stand fast. „Um mit der Entwicklung Schritt halten zum können“, erklärt Liebler. Bei diesem Standard halte man sich noch Möglichkeiten nach oben offen. 2005 machte sich Liebler mit seinen beiden Söhnen ans Werk. Die Kabelkanäle mussten an den Wänden befestigt, die Kabel geschnitten und verlegt werden. Eines der Zimmer beherbergt die Schaltzentrale mit Switches und Konvertern, in der alle Kabel zusammenlaufen.

Ganz heftig „auch am Wochenende und abends und in den Ferien“ hätten sie da geschuftet, berichten der 13-jährige Christian und der 14-jährige Tobias, die an der Schule die siebte beziehungsweise achte Klasse besuchen. „Meistens sind wir von uns aus mitgekommen“, erzählt Christian. Nur darüber, wer was und wie viel gemacht hat, können sich die beiden Realschüler nicht so recht einigen. „Da sind drei Kilometer Kabel drin, da hat jeder etwas geschnitten", vermittelt der Vater. Viele Arbeiten hat Liebler auch alleine gemacht wenn die Söhne anderweitig beschäftigt waren.

Wie viel Zeit die Lieblers damit verbracht haben, ist indes unbekannt. „Etliche Stunden und Wochenenden", schätzt Gerhard Liebler, sie hätten dass „nie aufgeschrieben“.
Nach und nach sind die Zimmer fertig geworden. „Das ist ein fließender Prozess gewesen“, sagt Liebler, „wie es reingepasst hat von der Schule her.“ Und auch von den Finanzen her. "Der Förderverein finanziert das mit“, erklärt Liebler, so wie der Verein auch den Schülern die Laptops mir Verfügung stelle. „Es gibt immer die Möglichkeit, Projekte in einzelne Schritte zu zerlegen“, meint Liebler über die flexible Handhabung der Finanzierung. „Wir müssen das als Schule nämlich selbst finanzieren“, sagt Schulleiter Dirk Hasenbusch. In den Sommerferien 2005 war das erste Zimmer fertig, in der Zwischenseit sind vier Räume verkabelt.

Dir Schule kann damit schon auf eine geraume Zeit an Erfahrung zurückblicken. „Dieses Projekt läuft praktisch schon im sechsten Jahr“, erklärt Hasenbusch, der erste Jahrgang habe mittlerweile die Schule abgeschlossen. In jedem Jahrgang ab der siebten Klasse gibt es eine Laptopklasse. „Die Größenordnung können wir handhaben“, meint der Schulleiter. Das Projekt hat aus Sicht der Schule mehr gebracht als nur den Umgang mit moderner Technologie. „Ein großer Nutzen sind die Fähigkeiten, die die Schüler entwickeln“, erklärt der Rektor und nennt Teamarbeit und die Entwicklung von Projekten als Beispiele. Die Schüler hätten die Kriterien somit selbst erhöht. Dass sich Gerhard Liebler für solch ein Projekt ehrenamtlich einsetzt, ist für den 44-Jährigen selbstverständlich. „Man sollte den Worten auch Taten folgen lassen", findet Liebler, „ich will einfach in die Zukunft der Kinder investieren.“ Die nächsten Zukunftsaufgaben stehen schon an. Der Server im Schulkeller soll ersetzt werden, langfristig möchte die Schule zudem ein Glasfaser-Backbone als Hauptleitung einrichten. Auf Christian und Tobias Liebler kommen dann vielleicht auch neue Aufgaben zu - wie jetzt manchmal während des regulären Unterrichts. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung gewesen sei, erzählt Tobias, „haben sie uns auch schon aus der Klasse herausgeholt“.

(Artikel erschienen am 31.03.2007 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Die Liste der vielen Einzelprojekte ist lang

 

von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg



Die Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule besitzt einen Lichthof. der sich verwandelt hat: Vage angelehnt an das Vorbild japanischer Zen-Gärten türmen sich Steine, über die beruhigendes Wasser rieselt, eine Bank aus Granitsteinen lädt zum Sitzen ein und ein „Schiffsdeck" aus Holzplanken, auf dem die Schüler Platz nehmen können, soll noch entstehen. Dieser Lichthof allerdings ist beileibe nicht das einzige Projekt, das der Förderverein der Jerg-Ratgeb-Schule in den zehn Jahren seines Bestehens gestemmt hat.

GB-Foto: Holom

Schüler stellen mit den passenden Utensilien die vom Förderverein unterstützten Projekte vor. Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins (rechts), ist der Organisator der Aktionen.


„Wir sind vermutlich einer der größten Fördervereine im Land“, sagt Gerhard Stocker voller Stolz. Dazu hat er allen Grund, denn der Förderverein ist gewissermaßen sein Kind, wobei Stockers eigene Kinder gar nicht die Jerg-Ratgeb-Schule besuchen. Ihr Vater war es, der hier die Schulbank drückte, der seiner Schule tatsächlich über Jahrzehnte hinweg treu blieb und der heute noch die Unterstützung dieses Lehrbetriebs, die sich längst schon auf viele Ebenen ausgedehnt hat, als sein wichtigstes Hobby bezeichnet.

Gerhard Stocker war nach seinem Schulbesuch Mitglied des Vereins der Ehemaligen der Jerg-Ratgeb-Schule – einem Vorläufer des heutigen Fördervereins. Die Ehemaligen gründeten sich bereits 1985. 1997 kam Ratgeb-Rektor Dirk Hasenbusch auf Stocker zu und bat ihn, den Ehemaligen-Verein zum Förderverein umzugestalten. Damit gab er die Regie einem umtriebigen Organisator in die Hand, der das Projekt mit Fleiß vorantrieb und in diesem Jahr, 2007, zum ersten Mal vermelden konnte: „Die ganze Schule wird in die Arbeit des Vereins mit einbezogen, jeder Schüler profitiert auf die eine oder andere Weise von ihr."

Die Liste der Einzelprojekte, die mit Unterstützung des Vereins realisiert wurden, ist lang. An erster Stelle müssen die Bläserklassen genannt werden, daneben gibt es aber auch Notebook-Klassen, Hausaufgaben-Betreuung, Tastatur-Schulungen, den immer wiederkehrenden Berufs-Info-Markt, an dem in diesem Jahr rund 40 Firmen teilnahmen und vieles mehr.

Im ersten Jahr seines Bestehens lag das Fördervolumen des Vereins bei bescheidenen 1996 Euro. Mittlerweile sind es mehr als stolze 25 000 Euro. Die Zahl der Mitglieder des Fördervereins beträgt 732, von denen 510 den Verein finanziell zu selbst gewählten Sätzen unterstützen. Bei den übrigen Mitgliedern handelt es sich um Schüler, die lediglich ideell auf der Seite ihrer Schule stehen.

Aber auch das ist bemerkenswert. Einige von ihnen haben sich nun im neu gestalteten Lichthof der Schule versammelt: Sina Weissel, Nico Schneider, Jens Gründler, Jens Michels, Büsra Kamyilmaj, Sandra Binder, Anna-Lena Seeger, Joana Klump, Marco Weippert, Jessica Baitinger, Lukas Haupt, Isabell Schuster, Lisa Wiesner, Daniel Rentschler, Selina Söhne, Maren Lehmkuhl, Lukas Schässburger, Ann-Sophie Schanz, Lena Paulus und Yvonne Schneider. Und jedes ihrer Accessoires weist hin auf eines der Projekte, die der Förderverein umgesetzt hat: Die England-Fahne auf Studienfahrten, die Frankreich-Fahne auf einen Konversationskreis, die alte Schreibmaschine auf die Tastatur-Kurse.

Ein gutes Dutzend Schüler vor allem hat gemeinsam mit Mattias Schöneck, Lehrer für Bildende Kunst und Mathematik, am Lichthof gearbeitet, der ganz nach den Wünschen und Entwürfen der Schüler entstand. Etwa 150 Quadratmeter misst die Fläche im Herzen der Schule, und dort mussten die Schüler zunächst einmal 20 Zentimeter tief den Boden ausheben. „Danach weiß man erst, was das für ein Volumen ist", staunt der Rektor. Begonnen haben die Schüler und der Lehrer mit ihrer Aktion zur Zeit des 40. Jubiläums der Schule. Fertig ist der Hof noch nicht, denn die Liegefläche, in der Form einem Schiffseck nachempfunden, fehlt noch. Rund 15 000 Euro hat der Förderverein in die Verschönerung der Schulmitte investiert. Die Stunden, während denen Schüler tapfer im Hof arbeiteten, die Schaufel in der Hand und die 3,5 Tonnen Beton, die die Fläche zuvor füllten, abtransportierten, sind ungezählt. Selbst Eltern von Ratgeb-Schülern machten mit und bereicherten die Gestaltung des Hofes durch den einen oder anderen Feng-Shui-Ratschlag. Generationen von Schülern werden es ihnen möglicherweise danken, wenn sie auf dem Schiffsdeck kauern, dem Wasserspiel lauschen und dabei ihre Vokabeln auswendig lernen.

(Artikel erschienen am 30.06.2007 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)