Schulprojekte

Schulprojekte

Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.

 

Extremisten tragen nicht immer Sprengstoffgürtel
 
Herrenberg: Neuner der Jerg-Ratgeb-Realschule lernen mit Theater Gefahren der Radikalisierung kennen
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 19.05.2017
 
betreuende Lehrerin: Silke Würth
 
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Unterschiedliche Gründe, dasselbe Ergebnis: Lina (Laura Pletzer)
gleitet in die rechtsextreme Szene ab, Tarek (Daniel Neumann) schließt sich den Salafisten an GB-Foto: Holom
 

Lina und Tarek kennen sich von Kindesbeinen an. Nun führen ihre Wege auseinander: Während sie ins rechtsextreme Milieu abdriftet, schließt er sich radikalen Islamisten an. "Achtung?!" heißt das Theaterstück, das die neunten Klassen der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule gestern im Rahmen ihrer Projektwoche erlebten.

Das Ludwigsburger Theater Q-rage ist es, das die Geschichte von Lina und Tarek in den Räumen der Christuskirche Herrenberg aufführt. Daniel Neumann und Laura Pletzer spielen Tarek und Lina, die beiden Jugendlichen, die sich voneinander entfernen, Halt suchen - und ihn bei den falschen Leuten zu finden glauben.

"Achtung?!" ist ein Zwei-Personen-Stück, in das immer wieder Filmbilder eindringen. So können die Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule (JRS) miterleben, wie Lina ein Konzert der rechtsextremen Szene besucht, wie Tarek seine Eltern von sich stößt und sich den Salafisten anschließt, sehr anschaulich gespielt und gar nicht abgehoben. Das Bühnenbild stellt dabei die Zimmer von Lina und Tarek dar. Die beiden Darsteller schlüpfen auch in die Rollen der Verführer: Aus Daniel Neumann wird der Neonazi Tom. Der Song "Die Zeit ist reif" donnert dazu vorbei, ein Stück aus einem anderen Modul des großen Präventionsprojekts, mit dem das Polizeipräsidium Ludwigsburg in dieser Woche an der JRS zu Gast ist.

Noch bis 2. Juni ist im Schulfoyer in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Stiftung Weltethos, die der bekannte Tübinger Theologe Professor Hans Küng ins Leben gerufen hat, die Ausstellung "Weltreligionen - Weltfrieden - Weltethos" zu sehen; zum Wochenstart hat die intensivere Präventionsarbeit mit einem Elternabend zum Thema Extremismus begonnen (der "Gäubote" berichtete).

Am Dienstag dann war die Klassenstufe acht nach Böblingen gefahren, um dort den Kinofilm "Tschick" zu sehen - und über ihn zu sprechen. Nun sollen die Neuntklässler die Radikalisierung von Jugendlichen durch ein Theaterstück erleben und zum Nachdenken angeregt werden.

Dazu treten Neumann und Pletzer immer wieder aus ihren Rollen hinaus, gehen auf ihre jungen Zuschauer zu, beziehen sie ins Spiel mit ein, leiten sie an zur Reflexion. "Warum läuft Lina Tom hinterher?", fragt Neumann in die Runde.

Die Antwort liegt auf der Hand, in Herrenberg so sehr wie in den zehn anderen Städten, in denen Q-rage "Achtung?!" schon aufgeführt hat. Linas Weg in die rechtsextreme Szene beginnt damit, dass sie sich einsam fühlt, seit sie mit ihrer Familie in ein bayrisches Dorf gezogen ist - und dort keinen Anschluss finden kann. Doch Lina möchte dazugehören, wertgeschätzt werden.

Ihren alten Freund Tarek dagegen plagen ganz andere Probleme - mit demselben Ergebnis: Er zählt zu den Bildungsverlierern, die in der Schule nicht zurechtkommen. Auch er will nicht abseitsstehen, sucht sein vermeintliches Heil bei den Salafisten, die wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds leben wollen und den Koran wortgetreu auslegen.

Q-rage haben ihr Theaterstück in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium entwickelt; es ist nicht das erste Präventionsstück der Ludwigsburger Gruppe, es ist pointiert, mitunter komisch - und doch aufrüttelnd. Jörg Pollinger, der die Theatergruppe gemeinsam mit Sandra Hehrlein leitet, erzählt von den Erfahrungen, die er bei unterschiedlichen Aufführungen gemacht hat: "Schüler der Werk- und Realschulen", hat er wahrgenommen, "reagieren emotionaler auf das Stück als Gymnasiasten. Aber das ist nur eine Tendenz. Größer ist der Unterschied zwischen den Schülern in der Stadt und auf dem Land. Auf dem Land sind die Kids tatsächlich noch Kids; in der Stadt werden sie viel schneller erwachsen."

Auch bei den Herrenberger Schülern ist "Achtung?!" positiv eingeschlagen. 135 Jugendliche besuchen die neunten Klassen der Jerg-Ratgeb-Schule - nach der Vorstellung teilen sie sich in Gruppen auf, diskutieren in der großen und der kleinen Runde. Das "Team meX" moderiert das Gespräch, eine freiberufliche Gruppe, die sich auf Präventionsarbeit spezialisiert hat und mit der Landeszentrale für politische Bildung zusammenarbeitet - auch sie gehört zu den Kooperationspartnern des Polizeipräsidiums. Das hat zu Schuljahresstart das Projekt "Gegen Extremismus und Radikalisierung" begonnen, das zunächst einmal innerhalb von zwei Schuljahren an insgesamt 40 Schulen Station machen soll. Die beiden Polizistinnen Andrea Glück und Türkan Karakus begleiten das Projekt.

Besondere Betroffenheit erzeugen

Für Alexander Riegler, der die Jerg-Ratgeb-Schule gemeinsam mit Silke Würth leitet, verstärkt gerade das Theater die Wirkung der Präventionsarbeit sehr nachhaltig. "Es erzeugt eine Betroffenheit, die wir in den Klassen nicht schaffen können", sagt er. Eine Radikalisierung - egal ob rechts-, linksextremistisch oder islamisch motiviert - sei meist ein leiser Prozess. "Extremisten", benutzt Glück ein griffiges Beispiel, "tragen nicht immer einen Sprengstoffgürtel." Was zudem erschwerend hinzukommt: "Wenn die Schüler Meldungen über Attentate in den Nachrichten sehen, dann ist das sehr weit weg für sie. Es ist aber wichtig, dass sie lernen, die Grenze zu sehen, die Religion von einer politischen Ideologie trennt."

(Artikel erschienen am 19.05.2017 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Wichtige Antworten nicht Youtube überlassen
 
Herrenberg: Experten klären an Ratgeb-Realschule Eltern, Lehrer und Schüler über Extremismus-Gefahren auf.
 
von Sven Gruber, Gäubote Herrenberg, 17.05.2017
 
betreuende Lehrerin: Silke Würth
 
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Die Ausstellung im Schulhaus ist Teil des einwöchigen Präventionspröjekts „Achtung?!"    GB-Fotos: GB
 

Wie erkennen Eltern mögliche extremistische Tendenzen bei ihren Sprösslingen? Eine fertige Checkliste können auch die Polizistin Türkan Karakus und der Noch-Verfassungsschützer Daniel Meyer nicht bieten. Aber das Wissen über mögliche Warnzeichen. Und das versuchen beide in einer Themenwoche an der Jerg-Rat-geb-Realschule (JRS) Eltern, Lehrern und Schülern zu vermitteln.

„Kennen Sie Dominic Schmitz?", fragt die Ludwigsburger Polizeikommissarin Türkan Karakus in die Runde. Die „Präventionerin" vom Ludwigsburger Präsidium blickt in fragende Gesichter. Keiner der rund 30 Eltern scheint mit dem Namen etwas anfangen zu können. Gut fünf Minuten später wird sich das nach einem kleinen Film geändert haben: Schmitz, aufgewachsen in Mönchengladbach, ist einer der bekanntesten deutschen Aussteiger aus der Salafisten-Szene. Jener recht jungen Strömung des Islam, die die Polizei und der Verfassungsschutz auch in Baden-Württemberg im Auge behalten. „Sie ist am attraktivsten für junge Leute und wächst am stärksten" wirft Karakus ein.

 

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Karakus (links) und Meyer

Doch warum wurde aus dem damals 17-jährigen Dominic der zum Islam übergetretene Musa Almani? „Ein Mensch, dem es seelisch gut geht, wird kein Extremist", erzählt Schmitz, ein „Trennungskind und Schulschwänzer". Ein Freund habe ihn damals mit der neuen Religion bekanntgemacht. „Während Jungs in meinem Alter über Frauen, Fußball und Drogen gesprochen haben, haben wir über Gott und die Welt geredet. Ich habe mich nützlich gefühlt und auf schwere Fragen sehr, sehr einfache Antworten erhalten. Antworten, die ich als 17-Jähriger gesucht habe."

Genau dieser Wissensdurst, das Hinterfragen der Welt und die Suche gerade pubertierender Jugendlicher nach ihrem Platz in der Gesellschaft nutzten extremistische Gruppen - egal ob rechts-, linksgerichtet oder islamistisch - perfide aus. Die Strategien sind eins zu eins identisch", sagt Daniel Meyer, langjähriger Mitarbeiter des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. „Die Masche funktioniert über Anerkennung und Ausgrenzung, dazu werden anziehende Rollenmodelle geboten" fügt Karakus hinzu. Ich kann nur Moslem sein, aber nicht gleichzeitig VfB-Fan."

Eltern sollen „auch mal googeln"

Zweifelnden Eltern machen beide Experten grundsätzlich Mut: „Man kann nicht auf jede Frage direkt eine Antwort parat haben", sagt Karakus. Was Erziehungsberechtigte allerdings könnten „und sollen: Genau hinschauen, sich interessieren - und auch mal googeln." Denn oft seien es kleine Signale. In einer Suchmaschine wie Google etwa würden stark gefragte Begriffe oft über den zugrunde liegenden Algorithmus bereits als Vorschlag gelistet. „Hinterher heißt es dann meistens: 'Ja, die Anzeichen waren da'", ergänzt Meyer.

Darüber hinaus wandele sich auch die extremistische Szene „ziemlich clever",  weil nicht mehr nur Menschen aus unteren Schichten sich abgehängt fühlten. „Heute kann niemand mehr ein Hakenkreuz offen auf der Stirn tragen. Damit findet man keinen Job und wird von der Gesellschaft ausgegrenzt." Die Identitäre Bewegung etwa lege einen „Ethnopluralismus zugrunde", der auf den ersten Blick harmlos daherkomme. „Die Unterschiede zu bewahren ist toll, aber gleichzeitig wird davor gewarnt, dass Kulturen aussterben, wenn sie nicht klar abgegrenzt werden." Heißt übersetzt: „Dahinter steht ein Rassenkonzept. Und das richtet sich gegen eine freiheitlich demokratitische Grundordnung." Die Gruppe stehe daher nicht grundlos im Verfassungsschutzbericht.

Aber Achtung: Nicht jeder Moslem ist ein Salafist. Nicht jeder Salafist ist zwangsläufig ein Extremist", warnt auch Karakus vor pauschalen Urteilen. Beim Salafismus etwa versuchten die Anhänger so zu leben wie zu Zeiten des Propheten Mohammeds und wollen die Quellen wortgetreu auslegen. „Solche strengen Strömungen gibt es im christlichen Glauben in Bezug auf die Bibel auch."

Worin sich die einschlägig bekannten Gruppen noch ähneln: „Das Opfernarrativ wird bedient: Wir sind die Guten, die anderen wollen uns Böses", ergänzt Karakus, die mit Meyer seit September 2016 Schulen besucht, um aufzuklären. Hinzu komme, dass nur noch Gewalt als Möglichkeit bestehe, um eigene Ziele durchzusetzen. „Und letztlich das Fischen in sozialen Netzwerken", ergänzt Meyer, schränkt aber ein: „Online wird niemand zum Extremisten. Aber es ist ein Berührungspunkt mit der Ideologie." Die Internet-Auftritte, sei es bei Youtube, Instagram oder Facebook, sind oft ausgeklügelt. „Sie benutzen Elemente und Erzählformen, die die Zielgruppe ansprechen", sagt Meyer, „nicht nur die Anhänger im Netz wissen genau, wie weit sie gehen können, bevor es strafrechtlich relevant wird." Das mache es oft schwer, das Geflecht zu durchschauen. „Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Daher schreiten die Behörden erst sehr spät ein."

„Einfach gut hinhören"

Für JRS-Rektor Alexander Riegler ist die „Achtung?! "-Projektwoche „ eine enorme Hilfe: Schule und Familie sind Multiplikatoren, die gemeinsam die Kinder stark machen müssen. Wichtige Antworten darf man nicht Youtube überlassen.". Auch der Nufringer Guido Sarnowski, Vater von vier Kindern und Elternvertreter, ist sich sicher: „Aufklärung hilft. Je früher, desto besser." Dazu sollen auch ein interaktives Theaterstück für alle Neuntklässler an diesem Donnerstag in der Christuskirche, Filmvorführungen und eben die Ausstellung im Schulhaus beitragen. „Am Ende hilft vor allem eins", meint die Haslacher Elternvertreterin Sandra Sarraf: „Wir müssen einfach gut hinhören."

Weitere Informationen über Hilfs- und Beratungsangebote gibt es im Netz auf www.radikalisierung.info.

(Artikel erschienen am 17.05.2017 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Von Gras zu Crystal

Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule wurden bei einem Theaterstück mit heftigen Emotionen konfrontiert

Verantwortlich: Rose Bahlinger und Dominik Haug

 Am 25.Januar 2017 gastierte der „Weimarer Kultur-Express“ an der Jerg-Ratgeb-Realschule. Dieses Theater-Ensemble reist durch die Republik, um Jugendliche an Schulen zu verschiedenen jugendspezifischen Themen zu sensibilisieren. Das an der Schule gezeigte Theaterstück ‚Von Gras zu Crystal‘ thematisierte dabei nicht nur die Drogenproblematik, sondern sollte auch ganz allgemein die Freude am Theater wecken.

Die beiden Charaktere des Stückes, Anne und Florian, kennen sich schon seit früher Kindheit und werden ein Paar. Ihre ‚Drogenkarriere‘ beginnt mit der Lust am Verbotenen und mit den üblichen Verharmlosungen: ‚Ist doch nur Gras‘ oder ‚alles legal, wenn du nur was für den Eigenbedarf dabei hast“.

Florian beschafft die Drogen. Er ist frustriert, weil er den Ansprüchen seiner Eltern nicht genügt und nur mittelmäßige Leistungen in der Schule erzielt. Anne macht mit, weil sie Florian gefallen will und neugierig ist. Mit zunehmendem Drogenkonsum werden ihre Dummheiten gefährlicher: Eine Autofahrt im Rausch endet noch glimpflich. Aber irgendwann ist Florian bereit, Anne zu bestehlen und darüber hinaus auch sie zu verletzen. Anne trennt sich schließlich von Florian, behält ihn aber im Auge und versucht ihm erfolglos beim Ausstieg zu helfen. Sie weiß nicht, dass Florian längst auf Cristal Meth umgestiegen ist und Gras nur noch zum Einschlafen benötigt. Er ist inzwischen stark abgemagert, versucht aber weiterhin souverän zu sein. Er behauptet wie viele Abhängige ‘alles im Griff‘ zu haben und will erst dann aufhören, wenn er selbst dazu bereit ist. Das Stück endet mit der Sirene des Notarztes.

Es war zunächst sehr still im Saal, bevor die beiden Schauspieler den absolut verdienten Applaus in Empfang nehmen durften. Als die Schauspieler wieder auf die Bühne kamen, um Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten und ihnen auch selbst Fragen zu stellen, entstand ein ernsthaftes Gespräch in dem sich die Relevanz des Themas zeigte.

Zusätzlich zu diesem abschließenden Gespräch wurde das Stück im Unterricht nachbereitet.

Die Jerg-Ratgeb-Realschule wollte mit diesem Angebot den Schülerinnen und Schülern einen altersgemäßen und emotionalen Zugang zum Thema Drogenkonsum ermöglichen, Gespräche und Auseinandersetzungen anregen, Verharmlosungen und auch Unwahrheiten aufzeigen.
Danke an die tollen Schauspieler und an unseren großartigen Förderverein, der uns solche Möglichkeiten eröffnet!

(Rose Bahlinger)

Alternative Schulwoche Juli 2016 – Malgruppe Klasse 7

Verantwortlich: Heidrun Hecker und Sabine Riehm

Die ursprüngliche Idee, Farbe in die Aula der JRS zu bringen,  wandelte sich in "Farbe für den Innenhof". Farb- und Materialeinkauf sowie Kursvorbereitung  durch Heidrun Hecker mit Sabine Riehm stand unter dem Motto Farbwirkung und Farbe im Raum.  Kreativität, Wachstum und Gruppenverbundenheit in der Farbgestaltung vertreten durch türkis, hellgrün und ocker standen im Vordergrund. Weitere wunderschöne Farben kamen hinzu. Farben, Pinsel und Leinwände füllten ein Auto. Wir danken den Förderverein der JRS, vertreten durch Gerhard Stocker herzlich für die Ermöglichung dieses Projekts.

Farbflächen-Malerei nach Marc Rothko wurden durch Elemente der Renaissance ergänzt. So zeigen zwei von fünf Werken, dank Matthias Schöneck, Bauwerke in perspektivischer Malweise auf einer angedeuteten Landschaft (Freie Horizonte für freies Denken).

Zwei der Werke wurden von Schülern in unzähligen Farbschichten gestaltet und solange überarbeitet bis die gewünschte Tiefe und Leuchtkraft  in den Bildern zu sehen war.

Im Fünften stand Goethe Pate: Der entstandene Farbkreis wurde von allen Schülern der Klassen 7 gestaltet und steht für Vielfalt und Gemeinschaft.

Für das Jubiläum wurde ein Banner gestaltet: Wir sind JRS – 1966 bis 2016. Dieses Banner wurde von unglaublich vielen Menschen mit Ihrer Unterschrift zu einem Element für das die JRS steht: Freiheit im Geist.

Die Farben können auch in voller Pracht beim diesjährigen Adventskalender bewundert werden.Vielen Dank allen Beteiligten. Wir hatten viel Freude daran mit tollen Materialien in einer tollen Gruppe zu arbeiten.

(Heidrun Hecker und Sabine Riehm)

Spielekiste steht zur Verfügung
 
Herrenberg: Jerg-Ratgeb-Realschule hat elf neue Schülerstreitschlichterinnen
 
Gäubote Herrenberg, 08.12.2016
 
Pädagogische Betreuung: Rose Bahlinger
 
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Schulsozialarbeiterin Rose Bahlinger (ganz links) samt Schülerstreit-schiichterinnen und Spielekiste GB-Foto: Bäuerle
 

Die neuen Schülerstreitschlichterinnen der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule (JRS) haben sich viel vorgenommen: Sie wollen als Ansprechpartner und Teamtrainer andere Kinder beraten und sie unterstützen. Ganz praktisch bedeutet das, Streit zu schlichten und eine Spielekiste in der Pause zur Verfügung zu stellen. Damit wollen die elf sozial engagierten Schülerinnen zu einem guten Miteinander beitragen.

Ende der achten Klasse, also im vergangenen Juli, nahmen die elf Realschülerinnen an einer Ausbildung zur Schülerstreitschlichterin teil. Mit Schulsozialarbeiterin Rose Bahlinger übten sie sich eine Woche lang in Gesprächstechniken, aktivem Zuhören, Aufwärm- und Konfliktlösespielen und nicht zuletzt nahmen sie an einem Teamtraining auf dem Alten Rain teil. Dieses Training wurde extra für sie von der Mobilen Jugendarbeit in Herrenberg angeboten, die wie die Schulsozialarbeiterin auch, unter der Trägerschaft des Vereins für Jugendhilfe tätig wird.

Wie lassen sich Inhalte anwenden?

Die Schülerinnen hatten die Möglichkeit, die Übungen und Aufgaben, die später Inhalt der Teamtrainings in den fünften und sechsten Klassen sein würden, selbst zu erleben und sich dabei folgende Fragen zu stellen: Wie kann ich die Inhalte als Trainerin in einer Klasse anwenden? Was lerne ich bei diesem Teamtraining über mich selbst? Was lerne ich über mich in der Gruppe? Was kann ich davon als Erfahrung in meiner neuen Rolle in der Schule nutzen?

Inzwischen sind die elf Mädchen in der neunten Klasse und haben zu Beginn des Schuljahres eigene Teamtrainings durchgeführt. Alle fünften und sechsten Klassen der JRS erlebten einen Vormittag lang ein Sozialkompetenztraining. Dabei haben die Kinder ihr Miteinander geübt, Mängel in der Klassengemeinschaft erkannt und an einem wohlwollenden Umgang innerhalb der Klasse gearbeitet.

Eine Klasse mit dreißig Kindern anzuleiten war für die Jugendlichen anstrengend, was eine Schülerin in einem Stoßseufzer ausdrückte: „So langsam bekomme ich Mitleid mit den Lehrern ..." Wo es mal nicht ganz so glatt lief, war im Hintergrund die Schulsozialarbeit dabei und konnte eingreifen. Seit den Herbstferien soll nun in jeder 11-Uhr-Pause die Spielekiste an der Jerg-Ratgeb-Realschule zur Verfügung stehen, - betreut (und wieder aufgeräumt) von den Schülerstreitschlichterinnen. Auf dem Schulhof sind die Mädchen dann auch ansprechbar und können bei Streitigkeiten als Schlichter angefragt werden.

(Artikel erschienen am 08.12.2016 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

verantwortliche Lehrer: Silke Krämer,  Matthias Grünler, Laura Stark

4. Juli – 10. Juli 2016

Wie auch schon in den Jahren zuvor, hatten auch in diesem Schuljahr 46 Schülerinnen und die Schüler die Gelegenheit an der traditionellen Englandfahrt der 9. Klassen teilzunehmen, die aufgrund des 50 jährigen Jubiläums der JRS schon Anfang Juli stattfand.

Der Förderverein bezuschusst diese Studienfahrt schon seit vielen Jahren durch eine überaus großzügige Spende, die einem äußerst vielfältigen Programm zu Gunsten kommt. Herzlichen Dank dafür.

Nach einer ruhigen Kanal Überfahrt bei herrlichem Sonnenschein, begann der erste Tag mit einem Besuch Londons. Beeindruckt von den Sehenswürdigkeiten, die die Schülerinnen und Schüler sonst nur aus Bildern des Schulbuchs kannten wie zum Beispiel London Eye, Buckingham Palace, Tower Bridge, Tower of London ging es dann zum eigentlichen Ziel dieser Studienfahrt:  Midsomer Norton/Somerset, wo uns die Gastfamilien schon gespannt erwarteten.

In den folgenden Tagen standen weitere Highlights auf dem Programm, so der Besuch von Bristol, die riesige Kathedrale von Wells, das stillgelegte Bergwerk Big Pit und die wunderschöne Stadt Bath. Durch den guten Wechselkurs, aufgrund der leider unguten Brexit-Entscheidung, kamen die Schülerinnen und Schüler sogar in den Genuss einer Bootsfahrt auf dem River Avon und eines Kinobesuchs.

Die Woche ging wieder viel zu schnell vorüber und am Samstag früh ging es mit vollbepackten Koffern und Tüten von Tesco, Primark & Co. unter dem Ärmelkanal hindurch zurück nach Herrenberg, wo wir dann nach 18 Stunden im Bus endlich ankamen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Englandfahrt!

(Silke Krämer)

In Schulengel.de sind ca. 1.500 Internetshops registriert. Diese Internetshops  spenden einen Anteil des getätigten Umsatzes an das Portal Schulengel.de. Von Schulengel.de wird dann die Spende der dort gewählten gemeinnützigen Einrichtung weitergeleitet.

Diese Spende wird von den Shops jedoch nur gewährt, wenn die Shops über Schulengel.de gestartet werden. Dies ist also der "kleine Preis" des Kunden für die Gewährung der Spende. Die Schülerinnen und Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg freuen sich sehr, wenn Sie bei Ihren Internet-Einkäufen jedesmal diesen kleinen Umweg über Schulengel.de gehen.

Als Internet-Shop-Kunde haben Sie beim Shopeinkauf über Schulengel.de keinerlei finanziellen Nachteile.

Der Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V. hat über Schulengel.de bislang das im nachfolgenden Banner angezeigte Spendenvolumen bekommen.  

 

Wie es geht:

Die Benutzerführung auf Schulengel.de ist weitgehend selbsterklärend. Für Ihren leichten Einstieg sind nachfolgend einige wesentliche Funktionen erläutert.

Kostenlos registrieren - Beim erstmaligen Aufruf:
(kostenlos registrieren hat den Vorteil, dass nicht bei jedem Folgeaufruf die zu fördernde Einrichtung ausgewählt werden muss und die von mir bei früheren Besuchen genutzten Shops angeboten werden)

  1. obigen Link Schulengel anwählen
  2. Benutzer anlegen
    1. "Kostenlos registrieren" anwählen
    2. Benutzerdaten eingeben
    3. Wunscheinrichtung auswählen, der die Spende zugute kommen soll (z.B. Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V.)
      • im Suchfenster z.B. "Herrenberg" eingeben
      • gewünschte zu fördernde Einrichtung auswählen (z.B. Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V.)
    4. Registrierung abschließen (zumindest AGB akzeptieren)

Einkaufen nach erfolgter Registrierung

  1. obigen Link Schulengel anwählen
  2. Login mit meinem Benutzer (nur erforderlich sofern beim vorigen Besuch von Schulengel.de der Benutzer abgemeldet worden ist).
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      • einen der dort gespeicherten Shops auswählen
      • Button "Zum Shop" anwählen und Button "Jetzt einkaufen" bestätigen
      • im Shop wie gewohnt navigieren
    2. Menü "Shop" anwählen
      • im Suchfenster "Shopsuche" eine Zeichenkette des gewünschten Internet-Shops eingeben (z.B. Amazon, Zalando)
      • gewünschten Shop anwählen und dort wie gewohnt navigieren
    3. Menü "Produkte" anwählen
      • im Suchfenster "Produktsuche" eine Zeichenkette der gewünschten Produktgruppe eingeben (z.B. Schulranzen)
      • gewünschten Shop anwählen und dort wie gewohnt navigieren

 

Helfen ohne Registrierung

  1. obigen Link Schulengel anwählen
  2. "Helfen ohne Registrierung" anwählen
  3. Einrichtung wählen, der die Spende zugute kommen soll (z.B. Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V.)
    • im Suchfenster "Einrichtungsname" z.B. "Herrenberg" eingeben
    • gewünschte zu fördernde Einrichtung auswählen (z.B. Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V.)
  4. Shop wählen
    • Im Suchfenster "Shopname" eine Zeichenkette des gewünschten Internet-Shops eingeben (z.B. Amazon, Zalando)
    • gewünschten Shop anwählen
    • Eingabebutton "Zur Shop Webseite" anwählen und Button "Jetzt einkaufen" bestätigen
    • im Shop wie gewohnt navigieren

betreuende Lehrerin: Susanne Kleiter

Exkursion zur Gedenkstätte in Dachau der 10er Klassen

Am 19.11. 2015 um 6.30, trafen sich alle 10er Klassen an der Berliner Straße, um mit drei Bussen zur Gedenkstätte nach Dachau zu fahren. Durch die frühe Abfahrt kamen wir pünktlich in Dachau an. Wenig später brachen alle Klassen mit ihren Referenten zu einer Führung durch die Gedenkstädte auf. Der Rundgang dauerte 2,5 Stunden. Um dem Berufsverkehr zu vor zu kommen brachen wir um 14 Uhr wieder auf.  Ankunft in Herrenberg gegen 17 Uhr.

Die Schüler/innen erführen so vor Ort, anschaulich und interessant vieles über das Konzentrationslager und den Nationalsozialismus. Viele Schüler/innen zeigten sich Interessiert und stellten viele Fragen. Im Anschluss zeigte sich in Gesprächen, dass die Schüler/innen diese Exkursion als wichtig und sinnvoll ansahen.

Wir hoffen auch mit den nächsten 10 er Klassen eine Dachau fahrt durchführen zu können.

(Susanne Kleiter)