Schulprojekte

Schulprojekte

Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.

 

 

15 Stunden Wagner auf 35 Minuten komprimiert

 

von Angela Körner-Armbruster, Gäubote Herrenberg, 23. Mai 2008



Rund 450 Musikfreunde kamen zum Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr am Dienstag in die Herrenberger Stadthalle – Brigitte und Jürgen Dieter waren überwältigt. Das Kuppinger Ehepaar organisierte diese Veranstaltung, um dem Hegau-Jugendwerk in Gailingen und dem Förderverein der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule mit einer großzügigen Spende danken zu können.

GB-Foto: Bäuerle

Über das spielerische Niveau zu schreiben, erübrigt sich: Das Musikkorps der Bundeswehr hat sich landauf, landab viel Renomee erarbeitet.


Anlass ihrer Dankbarkeit ist die unkomplizierte Unterstützung und Hilfe, die ihr Sohn Daniel Dieter seit Februar 2007, seit seiner plötzlichen und unerklärlichen Querschnittlähmung erfahren hatte (der „Gäubote" berichtete ausführlich). „Es ist schwer in Worte zu fassen", begrüßte Brigitte Dieter die Gäste und verglich das Erlebte mit Wellen: „Die erste Welle kam am 15. Februar 2007, zog uns in die Tiefe und riss uns den Boden unter den Füßen weg. Das Zweite war eine Welle der Hilfe im Jugendwerk, das uns half, mit den Untiefen klarzukommen." Die dritte Welle habe die Familie wieder an Land gespült. „Jetzt ist wieder so etwas wie Alltag eingekehrt und tief in uns ist der Wunsch, zu danken."

Der Erlös des Benefizkonzertes mit dem Musikkorps der Bundeswehr soll deshalb zwischen den Gailinger und den Herrenberger Helfern Daniel Dieters geteilt werden: „Wir wollen, dass die Jerg-Ratgeb-Schule einen barrierefreien Eingang bauen kann und dass das Jugendwerk seine El­ternzimmer bekommt."

Daniel, der gerade ganz oben auf einer Welle schwimmt und sich über die am Morgen bestandene Führerscheinprüfung freut, saß in der ersten Reihe und applaudierte begeistert für die „60 Mann" auf der Bühne, zu denen übrigens auch zwei Frauen gehören.

Über das hohe spielerische Niveau der Musiker zu schreiben, erübrigt sich inzwischen, denn sie haben sich seit vielen Jahren bundesweit Lorbeeren verdient und sind Garanten für fantastisches Konzertieren. In der Herrenberger Stadthalle wollten sie „am Puls der Zeit" sein. Traditionell, zackig, preußisch war der Beginn mit dem berühmten Parademarsch der „Langen Kerls" und auch die Königlich Bayrische Grenadiergarde schritt einst flott und forsch daher. Der dritte Marsch im Bunde war gar der „Kaisermarsch".

Das krasse Gegenteil dazu bildete ein von Dirigent Oberstleutnant Walter Ratzek angepriesener „umwerfend eleganter Swing im kräftigen Big-Band-Sound" oder das sinfonische Beatles-Porträt mit seinem spannungsreichen, humorvollen und sehr anspruchsvollen Arrangement. Immer wieder gab es interessante Hörakzente und als Sahnehäubchen zwei Saxofonsoli.

Schon bei der Rossini-Ouvertüre der Oper „Die seidene Leiter" brillierten die Instrumentalisten. Zahlreiche Soli kennzeichnen die furiose Komposition und dynamisches Drängen und tänzerisches Schwingen, häufige Stimmungs- und Tempowechsel machen die Ouvertüre lebendig. Absolut unvergleichlich war jedoch das bewundernswerte Unterfangen, 15 Stunden Wagner-Oper auf 35 Minuten zu komprimieren. Der Klarinettist Hauptfeldwebel Guido Rennert arbeitete mit einem Hamburger Wagnerkenner zusammen. So entstand nach 120 Stunden Arbeit ein hinreißendes Arrangement mit wechselvoller

Dramatik und packender Dominanz. Rennert gelang es, ein grandioses und in höchstem Maße intensives Hörerlebnis zu schaffen, das dem leistungsstarken Musikkorps mit seinen vielen Solisten auf den Leib geschrieben wurde. Düstere Bedrängnis, verheißungsvolle Lichtblicke und elegische Elemente verwoben sich zu packender Dichte. Immer wieder zogen die Percussionisten die Aufmerksamkeit auf sich.

Mystische Stimmung schuf das homogene Zusammenspiel von Klarinetten und Flöten, innige Feinheit zeichnete das Liebesthema aus. Kaum hatte man sich in ein Wagnerbild eingehört, wechselten Tonart, Thema, Stimmung. Das fantastisch dargebotene Wechselbad der Harmonien wurde von den Zuhörern mit minutenlangem Beifall belohnt. Rennert erhielt einen verdienten Sonderapplaus dafür, dass es ihm gelungen war, Wagners ausuferndes Werk in ein hörgerechtes, äußerst anregendes Häppchen zu verpacken.

Nach zwei abwechslungsreichen Stunden hatten die „Standing Ovations" ihren Preis: Walter Ratzek lud zur Nationalhymne ein. Nicht nur der Familie Dieter war die Rührung über den großartigen Abend anzusehen.


(Artikel erschienen am 23.05.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

- Kurs für Mädchen im Alter von 10 - 13 Jahren -



Biologieunterricht und Binden reichen nicht aus, damit junge Mädchen das Ereignis der ersten Menstruation positiv erleben. Der Kurs bietet den Mädchen die Möglichkeit, sich diesem Thema in einer kleinen Gruppe von Mädchen auf eine besondere, stärkende und unterstützende Art und Weise zu nähern und damit auseinander zu setzen. Ziel des Kurses ist es, mit dem Thema verbundene Ängste und Unsicherheiten abzubauen, Menstruationsbeschwerden vorzubeugen und den Mädchen eine positive Einstellung zur Menstruation, sowie zu ihrem Körper zu vermitteln und damit ihr Selbst- und Körperbewusstsein zu stärken. So können für die Mädchen auch "diese Tage" in der Regel gute Tage werden.

An 3 Nachmittagen wird über die Themen Phantasiereise, Entspannung, Bewegung, Massage, Tricks & Tipps und vieles mehr zum Thema Menstruation vermittelt.

Die Kurse wurden veranstaltet von Frau Sibylle Kraut, Diplom Sozialpädagogin (FH).

Der Förderverein hat Mitgliedern einen Zuschuß zur Kursgebühr gewährt.

(Sibylle Kraut)



Natürlich geht man in die Schule um zu lernen. Doch zur Förderung der Klassengemeinschaft gehören auch auf Ausflüge, um gemeinsam Spaß zu haben oder interessante Sachen zu sehen.
Gleich in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien gibt es in der Regel einen Wandertag. Jede Klasse beschließt, was sie unternehmen will. Zur Auswahl stehen ein Museumsbesuch, die Go-Kart Bahn, eine Theateraufführung oder einfach nur ein bestimmtes historisches Gebäude. Die Entscheidung liegt bei der Klasse. Doch man geht nicht nur auf Ausflug. Gibt es z.B. gerade einen Kinofilm, der in einem bestimmten Fach zum Thema passt und der Lehrer will mit der Klasse in diesen Film gehen, dann findet Schule im Kino statt. Unsere Klasse war z.B. mit unserem Geschichtelehrer in dem Film „Sophie Scholl“. Oder man geht mit der Gemeinschaftskundelehrerin in eine Gerichtsverhandlung. Die Schüler und Schülerinnen der Klassenstufe 9 gehen am Anfang des Schuljahrs in das Berufsinformationszentrum. Außerdem führen die Klassen in bestimmten Klassenstufen einen Schullandheimaufenthalt durch, wozu man mit der Klasse in eine andere Stadt oder in ein anderes Land fährt und mehrere Tage zusammen verbringt.
Der letzte Ausflug ist dann nach der Abschlussprüfung die Abschlussfahrt.

(Oliver Beck, Atilla Gülseren)

Der Selbstverteidigungskurs – Realschüler und Gymnasiasten
„einmal zusammen“



Jeden Mittwoch findet um 13.30 bis 14.50 Uhr unter der Leitung von Astrid Günter, einer Gymnasiallehrerin, ein Selbstverteidigungskurs für Realschülerinnen und Gymnasiastinnen statt. Jeweils treffen sich maximal 12 Mädchen der 6. Klassenstufe im Gymnastikraum der Jerg- Ratgeb Realschule. Leider gibt es nur sehr wenige Jungs, die sich trauen, an diesem kostenlosen Kurs teilzunehmen. Da das Interesse der Jungs nur sehr gering ist, kam bisher noch kein Selbstverteidigungskurs für Jungs mit Unterstützung des Fördervereins der JRS zustande. Dieser Kurs ist selbstverständlich kein Pflichtunterricht, er wird in der Form einer AG angeboten.

Vor 4 Jahren fand der Selbstverteidigungskurs zum ersten Mal statt. Damals wurde er vom Förderverein der Jerg- Ratgeb Realschule finanziell unterstützt. Heute bekommt Astrid Günter die zwei AG-Stunden vom Staat bezahlt.

Das Kursziel besteht hauptsächlich in der Stärkung des Selbstbewusstseins. Dazu gehört auch eine Aufklärung über das Thema sexueller Missbrauch. Ein Selbstverteidigungskurs ist natürlich auch dazu da, dass man sich im Falle eines Angriffs verteidigen kann, ohne sich zu verletzen.

Für den Besuch dieses Kurses braucht es keinerlei Voraussetzungen. Das heißt, dass auch Anfänger und unsportliche Schülerinnen ohne Probleme teilnehmen können. Allerdings ist vor allem in Kampfsportarten Zuverlässigkeit und Disziplin sehr wichtig.

Erstaunlich für uns ist, dass Jungs nur so wenig Interesse an einem Selbstverteidigungskurs haben. Aber vielleicht ist es ja auch so, dass viele Jungs Interesse hätten, sich jedoch nicht trauen, weil sie Angst haben, dass sie dann von ihren Mitschülern als „Schwächlinge“ ausgelacht werden.

(Felix Bleichert, Jendrik Schwarz)



Die Hausaufgabenbetreuung entstand im Sommer 2005 auf Initiative der Elternschaft.
An derzeit 4 Tagen in der Woche, Dienstag bis Donnerstag von 13:10 Uhr bis 14:30 Uhr, betreuen zwei ausgebildete Pädagogen im Wechsel, die Kinder in einem Klassenraum der Jerg-Ratgeb-Realschule. Konzeption und Gestaltung liegen dabei in der Eigenverantwortung der Lehrkräfte.
Neben einer unterstützenden Betreuung bei der Anfertigung der Hausaufgaben, erhalten die Kinder gezielte Anregungen zur Vertiefung und Festigung der Lerninhalte. Bei einer altersgemischten, klassenübergreifenden Gruppengröße von maximal 10-13 Kindern wird darüber hinaus auch das gute soziale Miteinander spielerisch eingeübt.

Die Betreuer sind beim Förderverein der Schule angestellt, der auch für Notfälle das kaufmännische Risiko übernommen hat.
Die Eltern zahlen für die Betreuung einen festen Betrag.

Für weitergehende Auskünfte wenden Sie sich gerne an Andrea Fabisch-Wörner, Elternbeiratsvorsitzende, oder Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins.

(Franziska Niehage, Kristina Lenz)

- Betreuender Lehrer: Matthias Schöneck -


Eines der vielen Projekte des Fördervereins der Jerg-Ratgeb Realschule befasst sich mit der Gestaltung des Innenhofes.
Nachdem 1999 unter anderem Eingangshalle, Flure und Aufenthaltsbereiche der Schule durch Elternschaft und Kollegium mit einem neuen Anstrich verschönert wurden, wurde jetzt auch der Innenhof ansprechend gestaltet.
Der Innenhof liegt in der Mitte des terrassenförmig angeordneten Gebäudekomplexes. Er grenzt an verschiedene Gänge und an den Musiksaal.

Im seitherigen Zustand war er zwar noch mit einem kleinen Teich bestückt. Aber er sah – zugegebenermaßen - ziemlich verwahrlost aus.

Der Lichthof wurde zu einem Ort der Ruhe und Entspannung gestaltet. Entsprechende Entwürfe, die einem japanischen Steingarten nachempfunden sind, sind vorab erstellt worden. Es ist ein Ort der Entspannung für Auge und Gemüt geworden. Geschwungene Wege bremsen die Hektik, Steinbänke laden zum Verweilen ein, Inseln aus Quellsteinen und Pflanzen fangen den Blick.

Die erste Ausbaustufe ist pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum der Jerg-Ratgeb-Realschule am 29.Juli 2006 fertiggestellt worden.

Der Förderverein hat das Material und professionelle Hilfe finanziert. Zusätzlich haben viele ehrenamtliche Unterstützer und Helfer aus dem Kreise der Lehrer, der Eltern und der Schüler bei der Umgestaltung tatkräftig mitgeholfen.

Demnächst wird die Rückwand noch durch eine Bambusfassade verkleidet. Weiterhin kommt noch eine geschwungene Holzplattform als Sitzbank entlang der Hinterwand dazu. Voraussichtlich im kommenden Jahr wird dann noch ein Dreiecksegel als Sonnen- und Regenschutz über den Innenhof gespannt werden.

(Maren Möpps, Anna Baitinger)


So sah der triste Schulinnenhof vor der Umgestaltung aus.



Der neu gestaltete Innenhof ist zu einem Kleinod der Ruhe und Entspannung geworden.

Französisch-Konversation

 

- für die Klassen 9a, 9b, 10c, 10d und 10e des Jahrganges 2005/2006 -
 
- Betreuende Lehrerin: Reinhilde Hahn -


Dieser Text ist derzeit noch in Vorbereitung.

von Andeas Fischer, Gäubote Herrenberg


Kabel ohne Salat, das bringt nicht jeder hin. Gleich drei Kilometer davon hat Gerhard Liebler zusammen mit seinen beiden Söhnen Christian und Tobias in der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule verlegt. Vier Zimmer im Schulgebäude verfügen mittlerweile über den Internetanschluss via Ethernet, weit über hundert Schüler können damit mit ihren Laptops gleichzeitig online gehen.

GB-Foto: Bäuerle

Servieren keinen Kabelsalat: Gerhard Liebler mit seinen Söhnen Tobias und Christian


Nur der einigermaßen geübte Blick wird erkennen, dass da wohl irgendetwas verlegt ist an der Wand. Fein säuberlich verlaufen die Kabelkanäle in den Zimmern der Jerg-Ratgeb-Realschule an den Wänden. Von dort aus zweigen zu den Tischen an mehreren Stellen jeweils mehrere Kabel gebündelt für die Tische ab. Einfacher geht es für die Schüler nicht mehr: Sie müssen ihren Laptop nur noch mit dem eigenen Kabel am eigenen Platz verbinden. Die Räume haben unterschiedliche Aufbauten, zum Teil stehen die Tische klassisch aufgereiht, zum Teil in einer besonderen C-Form. Je nach Lehrerwunsch, erklärt Gerhard Liebler.

Der 44-Jährige ist als technischer Kundendienstberater nicht nur beruflich prädestiniert für die Aufgabe der Verkabelung, Liebler engagiert sich auch seit Jahr und Tag in der Elternvertretung. „Ich bin ja hier Elternvertreter“, erzählt Liebler, „da ist die Laptopklasse immer so ein Thema gewesen." Als sich die Jerg-Ratgeb-Schule vornahm, die Schüler auch am Rechner auszubilden, waren die Lösungen zunächst unbefriedigend. Die PC-Räume waren zu klein und konnten nicht eine ganze Klasse aufnehmen, das danach eingerichtete Wireless-LAN-Netzwerk stieß bald an seine technischen Grenzen. An diesem Punkt war Liebler gefragt. „Da hat er gesagt, Kuchen backen könne er keinen, aber Kabel verlegen", erzählt Schulleiter Dirk Hasenbusch.

2005 machte sich Liebler an die Planung der Verkabelung, holte Angebote ein und gab sie an die zuständigen Gremien weiter. Die Entscheidung für „konventionelle Kabeltechnik" stand fast. „Um mit der Entwicklung Schritt halten zum können“, erklärt Liebler. Bei diesem Standard halte man sich noch Möglichkeiten nach oben offen. 2005 machte sich Liebler mit seinen beiden Söhnen ans Werk. Die Kabelkanäle mussten an den Wänden befestigt, die Kabel geschnitten und verlegt werden. Eines der Zimmer beherbergt die Schaltzentrale mit Switches und Konvertern, in der alle Kabel zusammenlaufen.

Ganz heftig „auch am Wochenende und abends und in den Ferien“ hätten sie da geschuftet, berichten der 13-jährige Christian und der 14-jährige Tobias, die an der Schule die siebte beziehungsweise achte Klasse besuchen. „Meistens sind wir von uns aus mitgekommen“, erzählt Christian. Nur darüber, wer was und wie viel gemacht hat, können sich die beiden Realschüler nicht so recht einigen. „Da sind drei Kilometer Kabel drin, da hat jeder etwas geschnitten", vermittelt der Vater. Viele Arbeiten hat Liebler auch alleine gemacht wenn die Söhne anderweitig beschäftigt waren.

Wie viel Zeit die Lieblers damit verbracht haben, ist indes unbekannt. „Etliche Stunden und Wochenenden", schätzt Gerhard Liebler, sie hätten dass „nie aufgeschrieben“.
Nach und nach sind die Zimmer fertig geworden. „Das ist ein fließender Prozess gewesen“, sagt Liebler, „wie es reingepasst hat von der Schule her.“ Und auch von den Finanzen her. "Der Förderverein finanziert das mit“, erklärt Liebler, so wie der Verein auch den Schülern die Laptops mir Verfügung stelle. „Es gibt immer die Möglichkeit, Projekte in einzelne Schritte zu zerlegen“, meint Liebler über die flexible Handhabung der Finanzierung. „Wir müssen das als Schule nämlich selbst finanzieren“, sagt Schulleiter Dirk Hasenbusch. In den Sommerferien 2005 war das erste Zimmer fertig, in der Zwischenseit sind vier Räume verkabelt.

Dir Schule kann damit schon auf eine geraume Zeit an Erfahrung zurückblicken. „Dieses Projekt läuft praktisch schon im sechsten Jahr“, erklärt Hasenbusch, der erste Jahrgang habe mittlerweile die Schule abgeschlossen. In jedem Jahrgang ab der siebten Klasse gibt es eine Laptopklasse. „Die Größenordnung können wir handhaben“, meint der Schulleiter. Das Projekt hat aus Sicht der Schule mehr gebracht als nur den Umgang mit moderner Technologie. „Ein großer Nutzen sind die Fähigkeiten, die die Schüler entwickeln“, erklärt der Rektor und nennt Teamarbeit und die Entwicklung von Projekten als Beispiele. Die Schüler hätten die Kriterien somit selbst erhöht. Dass sich Gerhard Liebler für solch ein Projekt ehrenamtlich einsetzt, ist für den 44-Jährigen selbstverständlich. „Man sollte den Worten auch Taten folgen lassen", findet Liebler, „ich will einfach in die Zukunft der Kinder investieren.“ Die nächsten Zukunftsaufgaben stehen schon an. Der Server im Schulkeller soll ersetzt werden, langfristig möchte die Schule zudem ein Glasfaser-Backbone als Hauptleitung einrichten. Auf Christian und Tobias Liebler kommen dann vielleicht auch neue Aufgaben zu - wie jetzt manchmal während des regulären Unterrichts. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung gewesen sei, erzählt Tobias, „haben sie uns auch schon aus der Klasse herausgeholt“.

(Artikel erschienen am 31.03.2007 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)