Schulprojekte
Hier sind Projekte aufgeführt, die nicht einzelnen Klassen oder Fachbereichen zugeordnet sind, sondern eher für die gesamte Schule gelten.
Herbstferien an der Herenberger Jerg-Ratgeb-Realschule. Wo sonst ihre Kinder über Rechenaufgaben, Gedichtinterpretationen oder Englischübersetzungen brüten, kommen derzeit die Eltern ins Schwitzen. Der Bauausschuss hat wieder einmal zu einer Streichaktion aufgerufen. Wenn die Schüler am Montag zurückkommen, leuchten unter anderem die "10er- und 20er-Flure" in frischen Farben.

Da sage noch einer, während der Ferien sei in den Schulen nichts los. Das trifft nicht auf die Jerg-Ratgeb-Realschule (JRS) zu. Über die Lautsprecheranlage dringt Popmusik, Tim Bendzko singt „Wenn Worte meine Sprache wären". Und das passt. Denn „ohne Worte" wissen die Eltern und Schüler, was zu tun ist. Die Musik passt auch deshalb, weil sie die gute Stimmung widerspiegelt, die unter den Heim(at)werkern herrscht. 18 von ihnen waren gestern am Werkeln, weitere 12 haben sich für den heutigen Samstag angemeldet. Darunter nicht nur die Mitglieder des siebenköpfigen Bauausschusses und fleißige Eltern, sondern auch einige Schüler. Insgesamt 11 der mehr als 30 fleißigen Helfer werden ab nächster Woche wieder die Schulbank in der Jerg-Ratgeb-Realschule drücken. Gestern und heute jedoch haben sie mehr Zeit auf den Fluren als in den Klassenzimmern verbracht. Anstatt Füller hatten sie Pinsel und Walze oder sie halfen Birgitta Lutz. Ebenso wie die Schüler, ist sie bestens mit den Räumen und Gängen vertraut, Birgitta Lutz unterrichtet. Hauswirtschaft. In den letzten beiden Tagen hat sie sich um die Verpflegung der Malertruppe gekümmert und ihre jugendlichen Helfer mit Apfelsaft und Wasser zu den streichenden Grüppchen geschickt.
Die waren vor allem in den unteren beiden Stockwerken zu finden. Von einer kleinen Abordnung abgesehen, die der Nische vor dem Schulsekretariat einen neuen Anstrich verpasste, hatten die Heim(at)werker ihre Utensilien vor allem in den „10er- und 20er"-Fluren abgestellt. Bei der Schulhausbegehung, die der Bauausschuss einmal im Jahr unternimmt, hatte man festgestellt, dass hier am dringlichsten Hand angelegt werden muss. „Wir glauben, dass unsere Kinder nur in einer Wohlfühlatmosphäre gute Leistungen bringen können", begründen Andreas Schlüter und Heike Zieher ihren jährlich wiederkehrenden Einsatz in der Jerg-Ratgeb-Realschule. Zusammen mit Sabine Riehm, Peter Wölfel, Ralf Zieher, Wilfried Biesinger und Harald Schneider bilden sie den Bauausschuss, der sich seit inzwischen mehr als zehn Jahren die Instandhaltung und Verschönerung der Schule zum Ziel gesetzt hat. „Wir sind zwar diejenigen, die planen und organisieren. Aber ohne die vielen Helfer könnten wir nur wenig bewirken", loben die Verantwortlichen die Schar der Freiwilligen, die auch in diesem Jahr ihrem Aufruf zur Mithilfe gefolgt sind. Ein besonders dickes Lob sprechen sie JRS-Hausmeister Uwe Neudeck aus, der sich zudem auch im Bauausschuss engagiert.
Das Ziel, das sie sich gesetzt haben, ist nicht ohne: 415 Quadratmeter Fläche werden an den beiden Heim(at)werker-Tagen gestrichen. Zusammen mit Malermeister Gebhard Baitinger, als Schüler-Vater ist er der Schule verbunden wurden, die Wände im Vorfeld vermessen und ein Kostenvoranschlag erarbeitet. Dieser wurde, wie bei den vorangegangenen Aktionen auch, an die Stadtverwaltung weitergereicht.
Bei der Farbauswahl, auch das hat Tradition, hat man sich an den bereits verwendeten Farben orientiert. Der Eingangsbereich zur Mediathek wird maisgelb gestrichen. Im hinteren Bereich des Ganges wird der inzwischen schon sehr fleckige Farbton „Granat" aufgefrischt und die besonders schadhaften Stellen ausgebessert. Die gegenüberliegende Wand wird mit „Kiesel 15" gestrichen. Diesen Farbton verwenden auch die Heim(at)werker, die im darüber liegenden Flur zugange sind. Mit einem etwas dunkleren Grau-Ton werden die Fensterleibungen eingefasst. „Zwar wurden die Fenster hier nicht, wie vorgesehen, im Sommer ausgetauscht. Aber wir wollten mit dem Streichen jetzt nicht länger warten", sagen Heike Zieher und Andreas Schlüter. Man habe den Farbkatalog und sollte nach dem Fenstereinbau nachgebessert werden müssen, könnte man den passenden Farbton jederzeit nachmischen.
Neben den beiden Gängen werden auch das Zimmer der Beratungslehrerin an der Schule und Raum 37 gestrichen. „Nachdem dort eine Schallschutzdecke eingebaut wurde, ist das Zimmer jetzt sehr streichbedürftig", erklären die Heim(at)werker. Wie die Wand im Erdgeschoss werden die Rückwand und die Fensteraussparungen maisgelb gestrichen, für die restlichen beiden Wände werden die Pinsel in die Eimer mit der Aufschrift „Latexseidenglanz Weiß" getaucht. Wenn Bauausschuss, Eltern und Schüler heute nachmittag ihren Einsatz beenden, werden sie knapp 100 Liter Farbe verstrichen haben. „Das sind nicht nur Verschönerungsarbeiten sondern dient auch der Instandhaltung der Schule", betonen die freiwilligen Helfer, bevor sie wieder zu Pinsel und Farbwalze greifen.
(Artikel erschienen am 05.11.2011 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).
Streichaktion Herbstferien
- Dankschreiben von Dirk Hasenbusch, Schulleiter der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg -
Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler
- kurzum: Liebe JRS-Ehrenarbeiterinnen und -arbeiter,
ich empfinde großen Stolz und tiefe Dankbarkeit für die Tatsache, dass ich an einer Schule arbeiten darf, an der es sowohl eine so mitreißende 5-Sterne-Elternschaft als auch eine so hilfsbereite 5-Sterne-Schülerschaft zu finden gibt. Fünf Sterne, das ist im Hotelbereich die bestmögliche Kategorie. Und jeder Stern steht für eine besonders hervorzuhebende positive Eigenschaft.
Genauso ist es auch bei Ihnen und euch liebe JRS-Ehrenarbeiterinnen und -arbeiter:
- Stern Nummer eins steht für die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Schulgemeinschaft einzubringen. Das bedeutet: Zeit herzuschenken und - ohne jede Entlohnung - Mühen auf sich zu nehmen.
- Stern Nummer zwei steht für die bemerkenswerte Tatsache, dass auch ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, in großer Zahl feste mit angepackt und geschuftet habt, wie die Erwachsenen.
- Stern Nummer drei soll hervorheben, dass ihr sogar in euren Ferien bereit wart, in die Schule zu kommen.
- Stern Nummer vier unterstreicht die geradezu magische Situation, dass 60 gut gestimmte und hoch motivierte Jugendliche und Erwachsene in einer besonders harmonischen Situation ein großes, von jedermann zu besichtigendes Werk geschaffen haben. Durch die Streichaktion auf 2 Flurebenen, in der Aula, dem Musiksaal, der Küche und durch die Sanierung des Flurs vor dem Musiksaal ist unser Alltag an der Schule um ein Vielfaches freundlicher und sonniger geworden - nicht zuletzt durch die schöne Farbgebung.
- Last but not least steht Stern Nummer fünf für das großartige und selbstlose bürgerschaftliche Engagement, das sowohl der Schulgemeinschaft aber auch der Kommune - und damit der Bürgerschaft Herrenbergs - eine herausragende ehrenamtliche Leistung zur Verfügung stellt - ein vergleichbares Beispiel ist mir nicht bekannt. Somit fühle ich mich - stellvertretend für die Schulgemeinschaft, aber auch für die Stadt Herrenberg mit allen ihren Einwohnern - reich beschenkt von Ihnen und euch, liebe JRS-Streicherinnen und -Streicher. Dieses Geschenk ist einzigartig!
Sie haben sich, ihr habt euch um die Schule, die Stadt Herrenberg verdient gemacht. Hierzu möchte ich meinen tiefen Respekt und meinen persönlichen herzlichen Dank mit diesem Schreiben zum Ausdruck bringen.
Für unsere Helferinnen und Helfer aus der Schülerschaft soll der Dank aber noch auf eine ganz besondere Weise erfahrbar werden: Euch möchten wir nach getaner Arbeit mit einem Gutschein für einen Kinobesuch verwöhnen. Damit unterstreicht auch der Förderverein unserer Schule seine Anerkennung.
Mit ganzen lieben Grüßen
Ihr und euer
Dirk Hasenbusch
(Die Kinogutscheine als Dank für die tolle Leistung der Mitwirkenden Schülerinnen und Schüler hat der Förderverein mit großer Freude gesponsert.)
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Wir alle wissen, dass Lärm u.a. stark gesundheitsschädigend ist. Auch hyperaktives Verhalten, Gedächtnisbeeinträchtigung, Gewalt und nicht zuletzt Hör- und Kommunikationsbeeinträchtigung können Folge von Dauerlärm sein.
Dagegen wollen wir etwas tun!
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kuntu - RTYTHMUSTHEATER
So konnten unsere Schüler der Klassen 5 und 6 mit Hilfe finanzieller Unterstützung durch den Förderverein schon am 25. Februar 2010 etwas Besonderes erleben.
Mary Ann Fröhlich, Hansjörg Ostermayer und Chris Portele von der Gruppe „Kuntu“ aus Tübingen zeigten, dass Lärm nicht gleich Lärm ist. Sie haben unsere Schüler mit afrikanischen Trommelmärchen auf spielerische Art und Weise „zuhören“ und „Stille“ bewusst erfahren lassen.
Lärmampeln
Seit März 2010 setzen mehrere Kollegen eine Lärmampel (eine Leihgabe des Kreismedienzentrums Böblingen) in ihrem Unterricht ein. Mit Erfolg. Die Lärmampel wird von den Schülern sehr positiv aufgenommen. Schüler werden auf Lärm sensibilisiert.
Ein allgemein entspannteres, stressfreies und konzentriertes Arbeiten wird möglich.
So entstand der Wunsch unserer Schule eigene Lärmampeln anzuschaffen.
Auch hier unterstützte der Förderverein durch die sofortige finanzielle Hilfe unser Vorhaben. 5 Lärmampeln konnten nun angeschafft werden.
Wir möchten uns noch einmal an dieser Stelle recht herzlich für die schnelle und unbürokratische Hilfe bedanken.
Was ist das Besondere an einer Lärmampel?
Mit Hilfe der Lärmampel wird eine angemessene Lautstärke-Einstellung für die gegebene Klassensituation vorgenommen.
Dabei gilt:
Die Ampel leuchtet grün, solange die eingestellte Geräuschstufe eingehalten wird. Wird der Geräuschlevel überschritten, blinkt die gelbe Lampe als Warnung. Wenn die Lautstärke dann ca. 15 Dezibel über der eingestellten Stufe liegt, schaltet die Ampel auf Rot. Je nach Einstellung kann jetzt auch eine Signalsirene ertönen.
| Stufe | entspricht ungefähr Dezibel |
entsprechende Tätgkeit |
| 1 | ca. 50 - 60 | Stillarbeit |
| 2 | ca. 60 - 70 | Leise Gespräche |
| 3 | ca. 70 - 80 | Normales Gespräch |
| 4 | ca. 80 - 90 | Sehr lautes Gespräch |
| 5 | ca. 90 - 100 | Beginn der Schädigung des Innenohrs bei Dauerlärm |
| 6 | ca. 100 - 110 | Schmerzgrenze |
| 7 | ca. 110 - 120 | Gehörschädigungen sind möglich |
(Gudrun Fischer und Helga Forster)






"Aquamenti - Wasser sprudele!", bemühte Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Realschule, gestern einen Zauberspruch von Harry Potter. Und tatsächlich erwachte der neue Trinkbrunnen in der Mensa des Markweg-Schulzentrums zum Leben.

Geburtstagskind Hanna Riehm, die gestern 16 Jahre alt wurde, enthüllte den Trinkbrunnen aus Edelstahl samt Spendertafel und durfte das erste Glas Wasser zapfen. „Schmeckt gut. Das werde ich oft nutzen", sagte die Achtklässlerin der Jerg-Ratgeb-Realschule. Auch die anderen Teilnehmer der kleinen Einweihungsfeier testeten, wie das Wasser mundet, das es auf Knopfdruck in den Varianten „Classic", „Medium" und „Still" gibt. Unter den Anwesenden befanden sich Vertreter der Fördervereine der Markweg-Schulen - die drei Vereine haben den Trinkbrunnen mit Kosten in Höhe von 5 000 Euro finanziert. Außerdem waren die Leiter des Andreae-Gymnasiums, der Jerg-Ratgeb-Realschule und der Vogt-Heß-Schule zugegen sowie Vertreter der Stadtverwaltung, des Klinikverbunds, des Elternbeirats, Lehrer und Schüler.
„Die Idee für den Trinkbrunnen ist im Arbeitskreis der Markweg-Mensa schon vor einiger Zeit entstanden", erklärte Angela Schulz, Leiterin des Andreae-Gymnasiums, im „Gäubote"-Gespräch. Denn es soll gewährleistet werden, dass die Kinder und Jugendlichen im Laufe des Schultages ausreichend Wasser zu sich nehmen. „Flüssigkeit ist auch für die Denk- und Merkfähigkeit wichtig", verdeutlichte Angela Schulz. Bereits seit rund zwei Jahren gebe es im Andreae-Gymnasium einen Wasserspender, der von den Schülern gut angenommen werde. Mit dem Trinkbrunnen in der Mensa können sich die Schüler aller drei Schulen von elf bis 14 Uhr mit Wasser versorgen - und zwar kostenlos. Das Gerät ist mit einer Zeitschaltuhr gesteuert, die die Benutzung von montags bis freitags begrenzt, „so dass eine ausschließliche Nutzung durch den Schulbetrieb sichergestellt ist", erläuterte Gerhard Stocker, Vorsitzender des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Realschule. Der Trinkbrunnen sei nicht nur ein „besserer Wasserhahn" - vielmehr handele es sich um modernste Technik. So wird das Trinkwasser aus der Leitung in dem Gerät gefiltert, aufbereitet und je nach Wunsch mit Kohlendioxid angereichert
Die Stadt Herrenberg übernimmt die laufenden Kosten für den neuen Trinkbrunnen in dem Schulzentrum im Markweg. Der Klinikverbund Südwest, der für das Mensa-Essen zuständig ist, stellt die Gläser zur Verfügung. Die Schüler können sich aber auch ihre eigenen Trinkflaschen mit dem Brunnen-Wasser füllen - beispielsweise nach dem Sportunterricht. Stocker: „Ich wünsche allen Nutzern der Mensa, dass der Brunnen niemals versiegt und stets frisches Wasser zum Trinken bereithält."
(Artikel erschienen am 02.12.2009 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)
Für die Radio AG der Jerg-Ratgeb-Realschule hat der Förderverein neue T-Shirts gestiftet. Hier einige Fots von der ersten Anprobe. Und alle sind stolz wie Oskar.

Das Team der Radio AG (v.l.n.r ) Matthias Kühn, Robin Gschwandtner, Christoph Wieland, Stephan Kühn, Gerald Paulus.
Vorne in der Mitte Helmut Hesse, Realschullehrer und Leiter der Radio AG.
Nicht auf dem Bild ist Semih Balci.

Das Team der Schülerzeitung der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg
Oben stehend (von links): Janet Istepanian, Lea Scheef, Lara Womann, Alisa Boy, Lukas Kummer
unten kniend: Gerrit Koch, C. E., Niklas Nau
es fehlt auf dem Gruppenbild: Lucas Johnson
Die Teammitglieder mit Ihren jeweiligen Funktionen im Team Schülerzeitung:
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![]() Alisa Boy, Klasse 8b
Freie Journalistin, Layouterin, Foto TEAM |
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15 Stunden Wagner auf 35 Minuten komprimiert
Rund 450 Musikfreunde kamen zum Benefizkonzert mit dem Musikkorps der Bundeswehr am Dienstag in die Herrenberger Stadthalle – Brigitte und Jürgen Dieter waren überwältigt. Das Kuppinger Ehepaar organisierte diese Veranstaltung, um dem Hegau-Jugendwerk in Gailingen und dem Förderverein der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule mit einer großzügigen Spende danken zu können.
Über das spielerische Niveau zu schreiben, erübrigt sich: Das Musikkorps der Bundeswehr hat sich landauf, landab viel Renomee erarbeitet.
Anlass ihrer Dankbarkeit ist die unkomplizierte Unterstützung und Hilfe, die ihr Sohn Daniel Dieter seit Februar 2007, seit seiner plötzlichen und unerklärlichen Querschnittlähmung erfahren hatte (der „Gäubote" berichtete ausführlich). „Es ist schwer in Worte zu fassen", begrüßte Brigitte Dieter die Gäste und verglich das Erlebte mit Wellen: „Die erste Welle kam am 15. Februar 2007, zog uns in die Tiefe und riss uns den Boden unter den Füßen weg. Das Zweite war eine Welle der Hilfe im Jugendwerk, das uns half, mit den Untiefen klarzukommen." Die dritte Welle habe die Familie wieder an Land gespült. „Jetzt ist wieder so etwas wie Alltag eingekehrt und tief in uns ist der Wunsch, zu danken."
Der Erlös des Benefizkonzertes mit dem Musikkorps der Bundeswehr soll deshalb zwischen den Gailinger und den Herrenberger Helfern Daniel Dieters geteilt werden: „Wir wollen, dass die Jerg-Ratgeb-Schule einen barrierefreien Eingang bauen kann und dass das Jugendwerk seine Elternzimmer bekommt."
Daniel, der gerade ganz oben auf einer Welle schwimmt und sich über die am Morgen bestandene Führerscheinprüfung freut, saß in der ersten Reihe und applaudierte begeistert für die „60 Mann" auf der Bühne, zu denen übrigens auch zwei Frauen gehören.
Über das hohe spielerische Niveau der Musiker zu schreiben, erübrigt sich inzwischen, denn sie haben sich seit vielen Jahren bundesweit Lorbeeren verdient und sind Garanten für fantastisches Konzertieren. In der Herrenberger Stadthalle wollten sie „am Puls der Zeit" sein. Traditionell, zackig, preußisch war der Beginn mit dem berühmten Parademarsch der „Langen Kerls" und auch die Königlich Bayrische Grenadiergarde schritt einst flott und forsch daher. Der dritte Marsch im Bunde war gar der „Kaisermarsch".
Das krasse Gegenteil dazu bildete ein von Dirigent Oberstleutnant Walter Ratzek angepriesener „umwerfend eleganter Swing im kräftigen Big-Band-Sound" oder das sinfonische Beatles-Porträt mit seinem spannungsreichen, humorvollen und sehr anspruchsvollen Arrangement. Immer wieder gab es interessante Hörakzente und als Sahnehäubchen zwei Saxofonsoli.
Schon bei der Rossini-Ouvertüre der Oper „Die seidene Leiter" brillierten die Instrumentalisten. Zahlreiche Soli kennzeichnen die furiose Komposition und dynamisches Drängen und tänzerisches Schwingen, häufige Stimmungs- und Tempowechsel machen die Ouvertüre lebendig. Absolut unvergleichlich war jedoch das bewundernswerte Unterfangen, 15 Stunden Wagner-Oper auf 35 Minuten zu komprimieren. Der Klarinettist Hauptfeldwebel Guido Rennert arbeitete mit einem Hamburger Wagnerkenner zusammen. So entstand nach 120 Stunden Arbeit ein hinreißendes Arrangement mit wechselvoller
Dramatik und packender Dominanz. Rennert gelang es, ein grandioses und in höchstem Maße intensives Hörerlebnis zu schaffen, das dem leistungsstarken Musikkorps mit seinen vielen Solisten auf den Leib geschrieben wurde. Düstere Bedrängnis, verheißungsvolle Lichtblicke und elegische Elemente verwoben sich zu packender Dichte. Immer wieder zogen die Percussionisten die Aufmerksamkeit auf sich.
Mystische Stimmung schuf das homogene Zusammenspiel von Klarinetten und Flöten, innige Feinheit zeichnete das Liebesthema aus. Kaum hatte man sich in ein Wagnerbild eingehört, wechselten Tonart, Thema, Stimmung. Das fantastisch dargebotene Wechselbad der Harmonien wurde von den Zuhörern mit minutenlangem Beifall belohnt. Rennert erhielt einen verdienten Sonderapplaus dafür, dass es ihm gelungen war, Wagners ausuferndes Werk in ein hörgerechtes, äußerst anregendes Häppchen zu verpacken.
Nach zwei abwechslungsreichen Stunden hatten die „Standing Ovations" ihren Preis: Walter Ratzek lud zur Nationalhymne ein. Nicht nur der Familie Dieter war die Rührung über den großartigen Abend anzusehen.
(Artikel erschienen am 23.05.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)
Biologieunterricht und Binden reichen nicht aus, damit junge Mädchen das Ereignis der ersten Menstruation positiv erleben. Der Kurs bietet den Mädchen die Möglichkeit, sich diesem Thema in einer kleinen Gruppe von Mädchen auf eine besondere, stärkende und unterstützende Art und Weise zu nähern und damit auseinander zu setzen. Ziel des Kurses ist es, mit dem Thema verbundene Ängste und Unsicherheiten abzubauen, Menstruationsbeschwerden vorzubeugen und den Mädchen eine positive Einstellung zur Menstruation, sowie zu ihrem Körper zu vermitteln und damit ihr Selbst- und Körperbewusstsein zu stärken. So können für die Mädchen auch "diese Tage" in der Regel gute Tage werden.
An 3 Nachmittagen wird über die Themen Phantasiereise, Entspannung, Bewegung, Massage, Tricks & Tipps und vieles mehr zum Thema Menstruation vermittelt.
Die Kurse wurden veranstaltet von Frau Sibylle Kraut, Diplom Sozialpädagogin (FH).
Der Förderverein hat Mitgliedern einen Zuschuß zur Kursgebühr gewährt.
(Sibylle Kraut)

























