Mediothek

Mediothek

Seit der Eröffnung im November 2008 ist die Mediothek zu einem zentralen Lernort der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg geworden. Die Mediothek bietet auf 120 m2 Grundfläche:

- über 4000 Medien (dies sind Bücher, Hörbücher, CDs, DVDs, Zeitschriften, Tageszeitungen)

- 6 Internet-Recherchearbeitsplätze

- Bestuhlung + Möblierung für Projektarbeitsgruppen bis 30 Personen

- tägliche Öffnungszeiten, die praktisch den gesamten Schulalltag abdecken

- professionelle Betreuung durch zwei Facharbeitskräfte

Die Mediothek versteht sich als Partnerin sowohl der Schüler als auch der Lehrkräfte und fördert das außerunterichtliche selbständige Arbeiten. Die Mediothek ist ein wichtiger Schritt zu einer Schulkultur, die Schülerinnen und Schülern nachhaltig Hilfe beim Lernen anbietet. Die Mediothek wird finanziert vom Förderverein der JRS.

 

 

Ein Mann voller Geheimnisse
 
Herrenberg: Maja Nielsen liest für Realschüler in der Stabi
 
von Jana Heilig, Gäubote Herrenberg, 18.02.2017
 
Betreuer seitens der Schule: Bärbel Kranert, Jan Krüger

„Geschichte durch Geschichten für Kinder spannend machen", das ist Maja Nielsens Passion. Am Freitag las sie vor Schülern der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule aus ihren Büchern.

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Maja Nielsen trug spannende Geschichten vor    GB-Foto: Bäuerle

 

Mit ihren 27 Sachbüchern zieht sie rund um Stuttgart umher, um Kindern das Interesse an Geschichte zu vermitteln: „Der Funke an Geschichte muss überspringen. Um das Ganze noch spannender zu gestalten, benutze ich in meinen Büchern heutige Protagonisten", erläuterte die passionierte Geschichtenerzählerin.

Für ihr Buch Kolumbus besuchte sie zum Beispiel den direkten Nachfahren Kolumbus in Madrid. Und dieses Wissen an diesen besonderen Seefahrer vermittelte sie den siebten Klassen der Jerg-Ratgeb-Realschule. Getrennt wurde das Ganze in zwei Lesungen, zuerst in der Mediathek in der Jerg-Ratgeb-Realschule, dann in der Stadtbibliothek. In den eineinhalb Stunden hauchte sie der Geschichte neues Leben ein. Mit viel Hintergrundwissen erzählt die Schauspielerin über das, was man über den großen Seefahrer weiß, und das, was man zu wissen glaubt.

Auch Hörbuch eingesetzt

„Kolumbus ist ein Mann voller Geheimnisse", breitet Nielsen vor den Schülern aus. Ihre Erzählungen stützt sie mit Ausschnitten ihres Buches, die sie selbst liest oder aus ihrem Hörbuch laufen lässt. So erfahren die Schüler alles über Kolumbus' Leben, seinen Traum und seine Reise nach Amerika.

Und das kam an. Die 13-jährige Azra Sevil war begeistert: „Das war echt cool und richtig spannend." Ihre Mitschülerin, die zwölfjährige Emma Brouilly, stimmte ihr zu: „Mein Interesse an Geschichte wurde geweckt." „Die Kinder waren sehr motiviert und hörten sehr aufmerksam zu", schwärmte Nielsen selbst nach ihren zwei Lesungen. Doch nicht nur bei den Schülern kam Maja Nielsens Lesung gut an: Jan Krüger, Klassenlehrer einer der anwesenden Klassen, zog ein positives Fazit: „Es war eine spannende Ergänzung des Unterrichts."

Die Veranstaltung war eine Kooperation der Stadtbibliothek und der Jerg-Ratgeb-Realschule. „Wir sind froh, Frau Nielsen bei uns begrüßen zu können", so Angelika Ritz, die Initiatorin der Stadtbibliothek, „ihre Bücher sind sehr spannend und vermitteln gut das Wissen." Bärbel Kranert, (Jerg-Ratgeb-Realschule) pflichtete ihr bei: „Wir freuen uns über jede Autorenlesung, die mit der Stadtbibliothek möglich ist."

 

(Artikel erschienen am 18.02.2017 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

betreuende Lehrerin: Jutta Wiemann

2016-06 Mediothek Aceval 01 web 

Die Mediothek hat passend zum Thema „Märchen“ im Deutschunterricht der fünften Klassen neben der Märchenrallye, in der die Schüler das Recherchieren in Büchern spielend lernen, eine besondere Aktion angeboten.

Naceur-Charles Aceval, ein Märchenerzähler aus dem Maghreb war zu Gast in der Mediothek

geboren in den 1950er-Jahren in den algerischen Hochebenen, an der Schnittstelle des Nordens und Südens, wo die Nomadenstämme im Frühjahr ihre Zelte aufschlagen und sich die städtische Kultur der Sesshaften mit den Traditionen der Beduinen vermischt. Seine Kindheit verbrachte er in den Nomadenzelten der Familie seiner Mutter. Diese und seine Großmutter haben ihm die Märchen erzählt, mit denen er seither lebt. Sein Repertoire an spannenden Märchen, interessanten Legenden, lustigen Rätseln und nachdenklich stimmenden Weisheitsgeschichten entstammen direkt aus der mündlichen Erzähltradition des Maghreb. Seit über 30 Jahren lebt Charles in Deutschland. Mit seiner warmen Stimme schlägt er mit dem ihm eigenen, ganz besonderen Charme und Humor eine Brücke zwischen den Kulturen.

Schüler und Erwachsene waren verzaubert und für eine Stunde in eine andere Welt entführt worden, in der Tiere noch sprechen konnten, fern in die Sahara in ein Nomadenzelt mit Geschichten, die nicht nur unterhalten, sondern auch den Weg weisen, zum Nachdenken anregen und berühren. 

Mit dem Vorschlag, die Geschichten abends den Eltern und Geschwistern zu erzählen und beim Hören der CD, die in der Mediothek auszuleihen ist, Mandalas aus Tausendundeine Nacht zu malen, war die Märchenstunde zu Ende.

„Hört genau zu und tragt die Geschichten weiter. Sie sind nicht nur Wörter, sie sind mehr: Sie sind wie Lebewesen. Durch uns können sie durch Raum und Zeit reisen. Hört genau zu und tragt sie weiter, damit das Wort nicht stirbt".

(Bärbel Kranert und Jutta Sailer)
Mit Textmarker Schwerverständliches hervorgehoben
 
Herrenberg: Jerg-Ratgeb-Realschüler aus der sechsten Klasse sind Testleser des Gärtringer Autors Dirk Traeger
 
von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 26.02.2016
 
betreuende Lehrerin: Jutta Wiemann

Der Gärtringer Autor Dirk Traeger lässt sich bei der Arbeit sehr gerne von seiner Zielgruppe über die Schulter schauen. Schüler der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule waren seine Assistenten, als er „Die Teckritter im 21. Jahrhundert" schrieb. Am Donnerstag kam Traeger in die Schule, um das fertige Buch seinen Helfern zu übergeben.

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Autor Dirk Traeger klatscht Schüler Tim Bischof ab, der wertvolle Tipps für das Buch gegeben hat    GB-Foto: Bäuerle

 

Traeger hat mittlerweile sieben Bücher veröffentlicht, im eigenen Gärtringer Verlag, unter professionellem Lektorat allerdings - und immer bezog er in seinen Arbeitsprozess Kinder und Jugendliche ein, übergab ihnen sein Manuskript vor Veröffentlichung zur Lektüre. Bislang trug er das Testlesen Schülern aus Sindelfingen, Weil im Schönbuch oder Kornwestheim auf.

In der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Schule war Traeger natürlich schon zuvor ein Gast, einer, der las - nun wurde er zu einem, der lesen ließ. Die sechsten Klassen der Schule nahmen das dicke Manuskript von „Die Teckritter im 21. Jahrhundert" mit in die Herbstferien und machten sich mit kritischem Heißhunger an die Lektüre - 30 Kinder meldeten sich freiwillig für diese Aufgabe und übertrafen dabei die Erwartungen ihrer Lehrerinnen bei weitem.

Zu Bäumen erstarrt

„Die „Teckritter im 21. Jahrhundert" handelt von fünf Recken, die in einer Schlacht feige waren, vor 700 Jahren, und die deshalb in Bäume verwandelt wurden. Nun sollen sie wieder menschlich werden dürfen, müssen dazu aber einer allzu selbstbewussten Schülerin bei einem Projekt helfen und mit ihr einen ersten Preis holen. „Ich find's immer spannend, wenn in einem Buch Ritter vorkommen. Und wenn die in unserer Zeit landen und sich dort nicht zurechtfinden, dann wird es lustig", sagt Daniel Kopp, zwölf Jahre alt und einer der Schüler, die das Abenteuer unter die Lupe nahmen. Daniels Name taucht nun, zusammen mit den Namen all der anderen Testleser der Jerg-Ratgeb-Schule, in der Danksagung auf, die Dirk Traeger ans Ende seines Buches stellte.

Einige Sätze von besonders begeisterten Textlesern stehen auch auf dem Umschlag - ein Kommentar von Tim Bischof beispielsweise. Dieser Zwölfjährige jedoch trug noch mehr zum Buch bei; ihm dankt der Autor am Donnerstagvormittag noch ausführlicher, für eine wichtige Anregung: Tim brachte Dirk Traeger auf die Idee, das mittelalterliche Vokabular, das manchmal im Buch verwendet wird, auf ein Lesezeichen drucken zu lassen, das dem Buch beiliegt, und das den jungen Lesern die Lektüre sehr erleichtert.

Farkan Cakici, elf, ist ganz ähnlicher Meinung wie Daniel: „Ich finde Ritter spannend", sagt er. „Wie sie ihr Reich erweitern und erobern! Das ist schon ein sehr großer Unterschied zu heute ... Im Mittelalter trug man Schwerter und Rüstungen aus schwerem Metall."

Mädchen dagegen achteten bei der Lektüre nicht so sehr auf Schwert und Rüstung. „Ich finde das Buch gut", sagt zum Beispiel Emma Sophie Brouilly. „Es gibt darin spannende und witzige Szenen und vor allem kann man etwas lernen, darüber wie das Leben im Mittelalter war." Und auch Derya Jaybat, zwölf Jahre alt, findet das: „Ich fand das Buch sehr schön, witzig und spannend", sagt sie. „Ich habe beim Lesen viel über Ritter gelernt." Derya interessiert sich ohnehin für Geschichte - schon früher hat sie sich an der Schule in einer Gruppenarbeit mit dem Mittelalter beschäftigt.

Florian Wacker und Nelio Vischer, beide elf, erzählen davon, wie sie mit dem Text des Gärtringer Autors arbeiteten. „Wir haben angestrichen, was wir nicht verstanden haben und die Stellen, die wir nicht so gut fanden oder die zu lang waren markiert", sagt Florian. „Dann haben wir uns mit Dirk Traeger getroffen, wir haben kleine Gruppen gebildet, und er hat mit jedem Einzelnen gesprochen."

Tochter zeichnet Illustrationen

Das Ergebnis der intensiven Beratungen mit den Testlesern: Dirk Traegers Ritterroman nahm um rund zehn Prozent ab - schlank war er davor schon, vergleicht man ihn mit klassischen Werken („Don Quijote" - je nach Ausgabe bis zu 1500 Seiten). Kirsten Traeger, die Tochter des Autors, steuerte schöne Zeichnungen für das Werk bei. „Sonst zeichnet sie nur Mangas", sagt der Vater. Und alle Schüler, die an der Jerg-Ratgeb-Schule zu freiwilligen Testlesern wurden, haben nun ein Freiexemplar im eigenen Schrank, in dem sie die Abenteuer der alten Rittersleut' im Land der Gegenwart noch einmal nachlesen können.

(Artikel erschienen am 26.02.2016 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

betreuende Lehrerin: Jutta Wiemann

 Am Montag, den 16.11.15 warteten die siebten Klassen  ungeduldig auf einen Autor, der in der Mediothek der JRS kein Unbekannter ist: Fabian Lenk.
Im ersten Teil der Lesung fesselte er seine Zuhörer mit  spannenden Passagen aus „Die Maske der Maya“, einem Band aus der Serie „Die Schatzjäger“, die inzwischen acht Bände umfasst. Viele Fragen mussten beantwortet werden: Wo liegt die Halbinsel Yukatán? Wer kennt Pfeilgiftfrösche? Welche Grabbeigaben legten die Mayas ihren Toten ins Grab?
Nach einer kurzen Pause nahmen im zweiten Teil der Lesung Fenja, Luca und Nick, die Hauptfiguren der Schatzjäger, die Schüler mit nach Ägypten. „Der Raub der Mumie“ spielt in Kairo, zwischen Pyramiden, Pharaonen, Mumien und magischen Amuletten. Was führt auf die Spur der Verbrecher?
Wir danken dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung zu dieser großartigen, spannenden Lesung.
(Bärbel Kranert und Jutta Sailer)

 2015-11 Lesung mit Fabian Lenk 01 web

 

betreuende Lehrerin: Jutta Wiemann

2015-10 Lesung mit Andreas Schlueter 01 web 
Am Dienstag, den 20. Oktober hatten wir für die sechsten Klassen einen besonderen Gast in der Mediothek. Und zwar den durch die „Level 4“Reihe (Stadt der Kinder) bekannten Kinder- und Jugendbuchautor Andreas Schlüter, der  sehr anschaulich aus seinem neuesten Buch „Space Kids“ las, das erst in dieser Woche frisch auf den Markt kommt.  Die neugierigen Jugendlichen stellten viele  Fragen: Wie kommt man auf die Ideen für ein neues Buch?- Wie viel verdient man als Autor? … bis hin zu Tipps für eine gute Aufsatznote.
Dank der Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek konnten alle sechsten Klassen, auch die zwei Klassen der Außenstelle in Kuppingen, in den Genuss der Lesung kommen.
Vielen Dank dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung.
(Bärbel Kranert und Jutta Sailer)

Betreuung durch Jutta Sailer und Bärbel Kranert, Mediothek

 

„HEISS AUF LESEN“

2015-07 Heiss auf Lesen 01 web

Die Leseclubaktion findet bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Stadtbibliothek Herrenberg statt.

Alle SchülerInnen der Klassen 5-7 können sich anmelden. Kommt zu uns in die Mediothek, holt euch euren Clubausweis und macht mit! Die speziell ausgewählten Bücher stehen ab dem 14.07.15 für euch bereit.

Jedes Clubmitglied, das mindestens drei Bücher in den Sommerferien gelesen hat, erhält bei der Abschlussparty im September in der StaBi Herrenberg eine Urkunde.

Wie immer könnt ihr euch unabhängig davon über die Sommerferien mit Lesestoff eindecken, das Ferienlektüre-Regal ist voll!

 (Bärbel Kranert und Jutta Sailer)

 

Buch in der Kiste

betreuende Lehrerin: Lea Bögelspacher

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Für die Buchpräsentationen in der 6. Klasse haben sich die Deutschlehrerin Lea Bögelspacher und die Klasse 6a eine tolle Sache ausgedacht.  Die Schülerinnen und Schüler haben zu ihrem Lieblingsbuch einen Schuhkarton mit Inhalt gestaltet. Es ist spannend in den Karton zu schauen, welche Gegenstände findet man wohl.
 
Um nur ein paar Beispiele zu nennen: passend zum Buch findest du von Barbiepuppen („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“), Echsen, Schatztruhen, Federchen („Feenlicht und Krötenzauber“), Polizeiauto, Playmobilmännchen, Karabiner, Taschenlampe („Gallys Abenteuer“),  Drachen und Goldklumpen(„Der Hobbit“) bis zu Badehose und Flachmann („Top secret“), Oscar Preisfigur, Ritter, Planwagen („Oskar und das Geheimnis des Klosters. Eine Reise in die Kindheit von Albrecht Dürer“) alles erdenklich Mögliche und noch viel mehr.
 
Alles zusammen ist in der Mediothek ausgestellt und es werden oft auch von älteren Schülern neugierige Blicke hineingeworfen.
 
(Bärbel Kranert und Jutta Sailer)

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Schreibwerkstatt Kalligraphie

betreuende Lehrkräfte: Matthias Schöneck, Birgitta Lutz

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Eine Einführung in die Schönschrift mit Tusche und Feder konnten zwölf Schülerinnen in der Mediothek erleben. Herr Schöneck und Frau Lutz gaben wertvolle Tipps und jeder einzelne Buchstabe wurde neu gelernt. So entstanden zum Schluss des Kurses ganz besondere Osterkarten, selbst geschrieben und gestaltet.
 
Das war erst der Anfang, es gibt unzählige Schriften, die man sich erarbeiten kann. Individuelle Einladungen, Tischkarten, Namen, Gedichte und Sprüche können so hergestellt werden.
 
Vielen Dank an Herrn Schöneck und Frau Lutz für die inspirierenden Stunden.
 
(Bärbel Kranert und Jutta Sailer)