Musik an der Schule

Musik an der Schule

Musik an der Schule - etwas für's Leben
 

2011-11 Musik 001 web Instrumente

Das Musikprofil der JRS

Die JRS bietet ihren Schülerinnen und Schülern im Fach Musik in allen Jahrgangsstufen ein durchgängiges fachpraktisches Angebot, das ihnen ein kontinuierliches und nachhaltiges Musizieren innerhalb und außerhalb des Unterrichts und über die Schulzeit hinaus ermöglicht. Musikerziehung an der JRS soll etwas für’s Leben sein.

Wenn Sie mehr über das Musikprofil der JRS, seine Intentionen, Ziele und Konzeption lesen möchten: http://jrs-herrenberg.de/handbuch/e-f-g-h/faecher0/musik2/


Der Förderverein – starker Partner im Musikprofil der JRS

Zentraler Kooperationspartner im Musikprofil ist der Förderverein der Schule. Dank seiner langjährigen finanziellen Unterstützung steht den Musiklehrerinnen und Musiklehrern der Schule ein attraktiver Instrumentenpark für ihre Arbeit zur Verfügung.

Darüber hinaus unterstützt der Förderverein Konzerte, Veranstaltungen und Probetage, die zum festen Bestandteil des Musikprofils geworden sind.

Im Folgenden sind beispielhaft einige Angebote aus dem Musikprofils beschrieben, die maßgeblich durch die Unterstützung des Fördervereins möglich geworden sind.

BläserKlasse


In den BläserKlassen 5b und 6b musizieren die jüngsten SchülerInnen der Schule als Klassenorchester. An die Stelle des traditionellen zweistündigen Musikunterrichts tritt ein dreistündiger Orchesterunterricht plus einstündigem Instrumentalunterricht, der u.a. durch den Kooperationspartner Musikschule realisiert wird.

Die Erfolgsgeschichte „BläserKlasse“ an der JRS begann im Schuljahr 2000/2001 unter der Leitung und Initiative von Christoph Mild-Ruf. Im Schuljahr 2011/2012 ist nunmehr die 12. BläserKlasse am Start. Damit haben bereits mehr als 350 Schülerinnen und Schüler eine musikalische Grundausbildung auf einem Blasinstrument erhalten.


Von Beginn an, seit nun mehr als 10 Jahren, leistet der Förderverein die gesamte finanzielle Betreuung und Abwicklung des Projekts. Die Finanzierung des zweijährigen Projekts erfolgt durch monatliche Entgelte der BläserKlassen-Eltern.


Durch zahlreiche gemeinsame Auftritte innerhalb und außerhalb der Schule oder durch gemeinsame Probetage in Form zweier Schullandheime wird bei Schülern wie Eltern eine hohe Identifikation mit der Klasse und der Schule geschaffen, die in den meisten Fällen weit über den Zeitraum des Projekts hinaus bestehen bleibt.


Nach dem BläserKlassen-Projekt haben die jungen Musiker die Gelegenheit, außerhalb der Schule in den Jugendorchestern verschiedener Musikvereine und/oder innerhalb der Schule in der SieBand ihre musikalischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Im 
Schnitt musizieren ca. 60 SchülerInnen in den BläserKlassen.

Bläserklassen - Was ist das?

Informationsveranstaltung zur neuen Bläserklasse 2008

Sieband und Bigband


Die sog. SieBand ist ein jahrgangs- und klassenübergreifendes Orchester, an dem neben den Musikern der ehemaligen BläserKlassen vor allem auch SchülerInnen aller anderen siebten und achten Klassen teilnehmen können. Die Besetzung des Orchesters wird um die Instrumente der Rhythmusgruppe Klavier, Gitarre, E-Bass und Schlagzeug sowie weitere Orchesterblasinstrumente erweitert.

In der SieBand begegnen die SchülerInnen ersten Bigband-Arrangements. Sie machen erste Schritte im Bereich der Improvisation und haben dabei die Gelegenheit als Solisten hervorzutreten. Wie die BläserKlasse ist auch die SieBand ein Orchesterangebot anstelle des traditionellen Musikunterrichts. Jährlicher Höhepunkt für die Musiker ist das Rock- und Pop-Konzert der Schule, in dem sich alle Ensembles ab der siebten Klassenstufe in einem abendfüllenden Programm präsentieren. Im Schnitt musizieren 60 SchülerInnen in der SieBand.

Die Bigband der Jahrgangsstufen 9 und 10 ist Teil des Modulunterrichts im Fach Musik. Viele SchülerInnen der Bigband absolvieren hier ihr fünftes und sechstes Musikunterrichtsjahr in einem Orchester der Schule. Die Bigband ist ein Beispiel  für die Neigungsdifferenzierung im Rahmen des Modulunterrichts. Ohne die Organisationsform des jahrgangsübergreifenden Modulunterrichts könnte es dieses Ensemble im Rahmen des in der Kontingentstundentafel vorgesehen Musikunterrichts nicht geben.

Höhepunkte der Bigband-Arbeit sind das Rock- und Popkonzert der Schule, die musikalische Gestaltung der 10er-Abschlussfeier sowie die jährlichen Probetage in der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg in Ochsenhausen, die vom Förderverein finanziell unterstützt und bezuschusst werden. 
Durch die kontinuierliche Unterstützung des Fördervereins konnte das Instrumentarium der Schule für die Arbeit in der Sieband und Bigband  in den vergangenen Jahren optimal erweitert werden.

Zu den Anschaffungen zählen u.a.:
1 Baritonsaxophon, 4 Tenorsaxophone, 1 E-Piano, 1 Keyboardverstärker, 3 Gitarrenverstärker, 2 Aktivboxen für Konzerte und Veranstaltungen der Schule, 1 Paar Kongas, 1 Vibraphon, 1 Satz Schlagzeugbecken oder 2 halbakustische Gitarren.


Das jüngste Förderprojekt für den Fachbereich Musik, das sowohl die Arbeit mit allen Orchestern, aber auch den klassischen Musikunterricht im Klassenverband unterstützt, erhält bereits nach der kurzen Nutzungszeit das Prädikat „besonders wertvoll“ : 35 Orchesterpulte samt Transportwägen.

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Schlagzeug für alle

Die rhythmische Schulung findet in allen Jahrgangstufen als wesentlicher Bestandteil der Musikalisierung der Schülerinnen und Schüler Eingang.

Dank des Fördervereins hat die Schule mittlerweile 17 hochwertige Cajóns, genug, um damit auch im Klassenverband zu arbeiten und den Schülerinnen und Schülern ein attraktives Percussions-Instrument anbieten zu können.

Cajón (sprich: "kachon") heißt übersetzt Kiste.

Das Instrument stammt aus Lateinamerika. Die Cajón entstand aus einer Transportkiste für Lebensmittel, auf der peruanische Sklaven spielten, nachdem ihre Trommeln auf dem Feld verboten wurden ... doch das ist lange her ...

Inzwischen werden Cajóns weltweit hergestellt und gespielt. Die modernen Cajóns haben ein interessantes Innenleben: An der dünnen Schlagplatte vorn werden von innen spannbare Saiten oder Snareteppiche angebracht, die einen der Snare-Trommel ähnlichen Sound erzeugen. Gleichzeitig verfügt jede Cajón auch über einen tiefen Basston. Durch verschiedene Anschlagtechniken können weitere vielseitige Klänge gespielt werden. Dem Variationsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Cajóns eignen sich ideal als Rhythmusinstrument für das Musizieren im Musikunterricht, auch zum Musizieren im Klassenverband. Cajóns sehen schön aus - sie fühlen sich schön an: sie sind aus lackierten oder geölten Hölzern hergestellt - darauf zu sitzen bietet eine willkommene Abwechslung - sie klingen "professionell".

Die Schüler trainieren "Beat" und Rhythmus und begleiten Songs jedweder Stilrichtung. Der Schwierigkeitsgrad reicht von "kinderleicht" bis "da-muss-ich-ein-Leben-lang-üben". Das Nachspielen, Ausdenken und Aufschreiben verschiedener Rhythmuspattern unterstützt auch die Entwicklung der Hirne der Spieler! Nach einer Musikstunde mit der Cajón sind die Schüler aufnahmebereit für weiteren intellektuellen Lernstoff.

Gitarre als Klasseninstrument


Als weiterer, noch recht junger Baustein in der Weiterentwicklung des Musikunterrichts profiliert sich momentan die Gitarre als Klasseninstrument. Die SchülerInnen haben hier die Möglichkeit, einen gemeinsamen Einstieg in das Gitarrenspiel zu versuchen und erste Erfahrungen auf einem Instrument zur Liedbegleitung zu sammeln. Diese ersten Gehversuche werden häufig im Rahmen des Modulangebots Gitarre weiter ausgebaut und vertieft.

Nachdem die ersten Unterrichtsversuche mit dem Klasseninstrument Gitarre noch mit einem sehr eingeschränkten Instrumentarium und teilweise auf privaten Instrumenten der Schülerinnen und Schüler stattfinden mussten, verfügt die Schule nun über knapp 20 Instrumente, die u.a. mit Fördermitteln des Fördervereins angeschafft werden konnten.

Zwei halbakustische Gitarren sowie Gitarrenverstärker komplettieren das Instrumentarium zur Arbeit mit der Gitarre als Klasseninstrument.

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RockPop-Konzert

Musikalisches Highlight des Schuljahres ist das jährliche RockPop-Konzert der Schule, bei dem mehr als 200 Musiker, Sänger und Tänzer der siebten bis zehnten Klassen die Ergebnisse ihres Musikunterrichts in einem abendfüllenden Programm in der Stadthalle Herrenberg präsentieren.

Neben der Sieband und Bigband präsentieren sich hier auch die anderen Ensembles des Modulunterrichts aus Klasse 9 und 10 wie der Chor oder das Tanzmodul.

Veranstalter dieses großen Schulevents ist der Förderverein, der das Konzert vorfinanziert und ggf. bezuschusst.

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„Das macht man einmal in seinem Leben”
 
Herrenberg: Schulklassen nehmen am württembergweiten Musikprojekt „Luther klingt klasse"
 
von Anke Kumbier, Gäubote Herrenberg, 05.07.2017
 
betreuender Lehrerinnen: Anja Pfeifer, Martina Karl-Hartmann

Mitte Juli wird in der Porsche-Arena in Stuttgart ein großes Konzert ertönen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen sogar zweimal am gleichen Tag, am Sonntag, 16. Juli. 250 Schulklassen haben sich angemeldet und 6 500 Kinder sind dabei, wenn es darum geht, zu zeigen: „Luther klingt klasse" — so auch der Titel des Musikprojekts. Die Schüler begleiten musikalisch die szenische Darbietung einer Geschichte über Martin Luther. Auch mehrere Herrenberger Schulen machen mit.

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Zwei Bläserklassen der JRS proben mit Lehrerin Anja Pfeifer für den Auftritt in der Porsche-Arena           GB-Foto: Bäuerle

 Bläserklänge schallen aus der Mensa des Schulzentrums Markweg über den Pausenhof. Die Schüler der Bläserklassen 5 b und 6 b der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Real-schule (JRS) legen sich ins Zeug und üben mit einem klaren Ziel vor Augen - dem Auftritt am 16. Juli in der Porsche-Arena in Stuttgart. Dass Luther klasse klingt, wollen die Schüler am Sonntag Mitte Juli unter Beweis stellen. Initiiert wurde das Projekt von der Württembergischen Landeskirche. Anfang dieses Schuljahrs meldeten sich die Schulen an.

Mit dabei sind Schulklassen von eins bis sechs, insgesamt 5100 Sänger und 300 Bläser. David Dehn, Vorsitzender des Landesverbands evangelische Kirchenmusik in Württemberg wird den Chor dirigieren, Michael Püngel und Lars Gaupp die Bläserklassen. Außerdem treten 100 Jungbläser aus der Posaunenarbeit auf und 1000 Kinder aus Kinderchören der evangelischen Kirchengemeinden der Landeskirche. Unterstützt werden die Musikanten von einer professionellen Band unter der Leitung von Ralf Schuon sowie dem Landesjugendposaunenchor unter Hans-Ulrich Nonnenmann. Zudem wird die A-cappella-Gruppe „füenf" die Aufführung begleiten.

Da die Zahl von 6500 Mitwirkenden die Kapazitäten der Porsche-Arena übersteigt, wird es zwei Auftritte geben, einen am Vormittag um 11.30 Uhr und einen am Nachmittag. „Wir hätten nie gedacht, dass es zu diesen Zahlen kommt, aber wir freuen uns total", erklärt David Dehn. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen ist die Anzahl der Besucher begrenzt. Die Bläserklassen der JRS sind am Sonntagnachmittag um 15.30 Uhr dran. „Der musikalische Zugang zu Luther ist eine tolle Idee", findet Anja Pfeifer, Musik- und Religionslehrerin und Klassenlehrerin der 5b. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Martina Karl-Hartmann, Klassenlehrerin der 6b,  studiert sie das Programm mit den Bläsern ein. Seit Mitte Mai proben sie an den zwölf Stücken, die aufgeführt werden sollen. Die Organisation sei ebenfalls super, hebt Pfeifer hervor. Sie sei gespannt, wie der Auftrittstag ablaufen werde. Geplant ist ein
Theaterstück, welches die Bläser und Sänger musikalisch untermalen. Das Theaterstück stammt von Kirchenmusikerin Gabriele Timm-Bohm und spielt in der Lutherstube auf der Wartburg. „Die 'füenf' werden auch mitspielen", verrät David Dehn. Bei der Generalprobe eineinhalb Stunden vor der Aufführung, treffen die jungen Musiker zum ersten Mal aufeinander.

Auch Martina Karl-Hartmann freut sich über das Projekt, hätte sich aber etwas mehr moderne Stücke gewünscht. Das musikalische Programm reicht von „Laudato si" über „Hevenu Shalom alechem" bis zu „Ein feste Burg ist unser Gott". „Gugug I han a UFO g'sähe" von Wolle Kriwanek und „Thank you for the Music" von Abba sind die zwei aktuellsten Stücke. Neben den Noten für die Musiklehrer stellte die Landeskirche den Religionslehrern begleitendes Lehrmaterial zum Thema Luther bereit. Davon ist Pfeifer ebenfalls begeistert. Es sei interessant, den Reformationsgedanken herunterzubrechen und mit der Frage zu beginnen, wovor die Menschen damals Angst hatten. Der befreiende Religionsgedanke spiele eine wichtige Rolle. „Luther hat erkannt, dass er keine Angst vor Gott haben muss."

Pfeifer steht vor dem Orchester, gibt den insgesamt 48 Kindern den Einsatz und „Ein feste Burg ist unser Gott" erklingt. Nach einer Weile winkt sie ab - „Vorzeichencheck"- und die jungen Musiker setzen erneut ein. Zwischendurch stellt Pfeifer den Schülern ein paar Fragen zur Bedeutung der Burg im Leben Luthers und vermittelt ihnen so weiteres Wissen. Eifrig gehen die Finger nach oben, Worte wie vogelfrei, Wartburg und Bibelübersetzung fallen. „Ich wusste vorher schon viel über Luther, aus der Kirche", erklärt Jannis (12) in einer Probenpause selbstbewusst. „Und aus dem Reli-Unterricht", wirft Jonas (12) ein. Was für ihn neu war: „Luther hat einige der Lieder selbst geschrieben, die wir spielen." Erik (11) ist froh, dass es die evangelische Kirche gibt. Er hätte keine Lust zu den Katholiken zu gehören. Das hat einen einfachen Grund: „Deren Reli-Buch wiegt mehr", erläutert er lachend. Mirjana (11) und Melina (11) gefallen alle Stücke gut. Jakoba (12) hebt einige Schwierigkeiten hervor. „Die hohen Töne und die Vorzeichen sind teilweise kompliziert." Auf einen Gast sind die Schiller Mitte Juli besonders neugierig - auf die Band „füenf". „Wir sind gespannt, wie es klingt, wenn alle zusammenspielen." Sie freuen sich auf das Konzert und sind auch ein bisschen aufgeregt. „Das macht man einmal in seinem Leben hat mein Vater gesagt", erklärt Jannis.

Drei weitere Schulen aus Herrenberg werden am 16. Juli ebenfalls dabei sein und am Nachmittag ihren Auftritt haben: Sänger der Pfalzgraf-Rudolf-Schule, der Vogt-Heß-Schule sowie der Albert-Schweitzer-Schule.

Etwa 40 Kinder treten für die Pfalzgraf-Rudolf-Schule aus den Klassen zwei, drei und vier an. Die katholischen und evangelischen Religionsklassen haben die Stücke im Unterricht einstudiert. Zwei Lehrerinnen waren Anfang des Jahres auf einer Fortbildung, die die Landeskirche zum Thema Liedvermittlung anbot. „Es handelt sich bei uns um ein ökumenisches Projekt", hebt Religionslehrerin Annette Arenz hervor. „Die Kinder erfahren auf diese Weise Luthers Geschichte viel intensiver", erklärt Arenz und spricht von einem großen emotionalen Erlebnis. Unterstützung bekommen die Sänger beim Proben von Kirchenmusikerin Christa Feige von der Kinderkantorei der Stiftskirche Herrenberg.

20 Schüler der Klassen vier bis sechs der Albert-Schweitzer-Schule Herrenberg, sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum, werden am Nachmittag ebenfalls als Teil des Chores auf der Bühne stehen. Im evangelischen und katholischen Religionsunterricht haben sie die Lieder seit Ende letzten Jahres eingeübt und sich mit Martin Luther sowie der Reformation beschäftigt. „Für unsere besondere Schule und unsere besonderen Schüler ist es eine große Herausforderung und ein wunderbares Erlebnis", hebt die evangelische Religionslehrerin Ute Haug hervor.

Bianca Krewer, evangelische Religionslehrerin an der Vogt-Heß-Schule und ihre Kollegin für den katholischen Religionsunterricht, Margret Somfleth, reisen mit 19 Chorsängern der Klassen fünf und sechs nach Stuttgart. Krewer spricht von der Herausforderung, die Lieder einzuüben und von der Schwierigkeit die im Lehrplan vorgesehenen Lerninhalte und das Projekt bei zwei Stunden Religionsunterricht in der Woche unter einen Hut zu bringen. „Aber da wir uns im Luther-Jahr befinden, ist es angebracht". Ihr gefällt die Mischung von historischem und musikalischem Zugang zum Reformator, dessen Einfluss auch nach 500 Jahren noch spür- und hörbar ist.

(Artikel erschienen am 05.07.2017 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

Begeisternder Musikunterricht auf der Bühne
 
Herrenberg: Kein Platz in der Stadthalle bleibt frei beim 14. Rock-Pop-Konzert der Jerg-Ratgeb-Realschule
 
von Maria-Dolores Bloching, Gäubote Herrenberg, 01.04.2017
 
betreuender Lehrer: Alexander Riegler

Seine mittlerweile 14. Auflage erlebte das Rock-Pop-Konzert der Jerg-Ratgeb-Realschule in der Stadthalle. Alle Schüler, die Musik machen, präsentierten im großen Rahmen ihr Können. Junge Talente spielten, sangen und tanzten - und begeisterten das Publikum.

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Die „SieBand" der Klassen 7 und 8 bildet den Auftakt für das Konzert               GB-Foto: Holom

 

In der Stadthalle blieb kein Platz frei. Der „Musikunterricht auf der Bühne 'made in Jerg-Ratgeb-Realschule'", den eine Stimme zu Beginn ankündigte, war kurzweilig und unterhaltsam und zeigte, wie gut die Schüler ihr Instrument beherrschen, wie gut sie singen oder tanzen. Der Testapplaus hatte auf Anhieb die perfekte Lautstärke - auch beim Jubel gaben die Zuhörer alles. Und selbst das Geburtstagsständchen für drei Schülerinnen ließ keine Wünsche offen. Alle Ensembles der Realschule - insgesamt mehr als 220 Schüler - zogen auf der Bühne vorüber. „Durch das Musizieren entwickeln Kinder und Jugendliche ihre Persönlichkeit und stärken ihr Selbstbewusstsein", erläuterte Rektor Alexander Riegler. Zudem schweiße das gemeinsame Spielen im Orchester, das Singen im Chor oder das Tanzen zusammen, es wirke sich zudem „positiv auf die Klassengemeinschaft aus".

Applaus und jede Menge Jubel

Die „SieBand" der Klassen 7 und 8 bildete den Auftakt, die mit Gregor Daszko am E-Bass und unter der Leitung von Alexander Riegler und Anja Pfeifer einen bunten Mix aus sechs Stücken vortrug. Von „Bohemian Rhapsody" bis zum „James Bond Theme", bei dem Lena Haag ein Solo auf dem Saxofon spielte, reichte die Bandbreite. Auch Filmmusik prägte den Auftritt, mit „Games of Thrones" oder „Hanging Tree" aus den „Tributen von Panem". Das Chor- und Gitarrenmodul aus Klasse 8 unter der Leitung von Dominic Haug entschied sich für Limp Bizkits „Behind Blue Eyes", Justin Biebers „Love Yourself" und den „Cup Song" von Anna Kendrick, bei dem einige junge Nachwuchs-Musiker den Rhythmus mit Bechern, die sie im Takt auf den Tisch schlugen, unterstützten. Als Gäste musizierten mit: Julia Beutler an der Gitarre, Franziska Busl am E-Bass und Martina Karl-Hartmann am E-Piano. Das Publikum würdigte die beiden souveränen Auftritte mit Applaus und jeder Menge Jubel

Im Anschluss hatte das Tanzmodul der Klassenstufe 8 unter der Leitung von Dagmar Schröder seinen großen Auftritt. „Worldmusic" lautete die Überschrift. In mehreren Sprachen war eine Stimme aus dem Off zu hören, die mitteilte, dass Musik verbinde und damit das Thema verdeutlichtlichte. Die Schüler wirbelten umher, verharrten in Posen, fielen auf die Knie und sorgten am Ende ihres Auftrittes mit „Can't Stop the Feeling", dem Gute-Laune-Song von Justin Timberlake, für ausgelassene Stimmung in der Stadthalle. Auch die Samba-Gruppe der Klassen 9 und 10, unter der Leitung von Dominic Haug sorgte mit ihren Trommeln für gehörig Stimmung mit ihren zwei ausgewählten Stücken „Samba Ramba" und „Samba Goes Stomp"

Heißer Rock

Der zweite Teil des Konzerts begann mit einer ganz anderen Stilrichtung - die aber nicht weniger begeisterte. Die „Band für Einsteiger" der Klassen 9 und 10 unter Dagmar Schröder stellte unter Beweis, dass sie eine wahre Rockband ist. Bei „Comin Undone" von Korn fehlte das Headbanging genauso wenig wie bei „Destroy" Schreie ins Mikrofon. Der „Sad Song" befuhr wieder ruhigere Gefilde, um mit dem letzten Stück „Gott muss ein Seemann sein" von Santiano wieder eine andere musikalische Richtung zu präsentieren. Der Chor der Jerg-Ratgeb-Realschule mit 40 Sängern schließlich entführte das Publikum nach Hollywood. Einige Schüler sangen Soli - mal mit viel Gefühl, mal mit einer großen Portion Energie. Der Applaus war ihnen sicher. Die Big Band in Kooperation mit der Theodor-Schüz-Realschule und unter der Leitung von Alexander Riegler bildete den Schlusspunkt des schönen Konzerts, das vielen jungen Talenten die perfekte Bühne bot - welche die souverän und gekonnt meisterten. Die Big Band präsentierte ein Best of ihres gemeinsamen Konzerts Anfang März. Zum Finale mit einem nicht enden wollenden Applaus traten alle Akteure des Abends zu „Ghostbusters" noch einmal auf die Bühne.

(Artikel erschienen am 01.04.2017 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).

 

 

Über 210 Schülerinnen und Schüler der JRS haben am 29.03.2017 in der vollen Stadthalle in Herrenberg die Ergebnisse ihres Musikunterrichts »live on stage« präsentiert.

Die SieBand hat den Abend eröffnet, bevor das Chor-/Gitarrenmodul sowie das Tanzmodul der achten Klassen und schließlich das Sambamodul der Klassen 9 & 10 die Zuhörer mitgerissen haben.

Der zweite Teil des Konzerts wurde durch die Band für Einsteiger der Klassen 9 & 10 eröffnet. Danach hieß es „Bühne frei" für den JRS-Chor, das Tanzmodul der Klassen 9 & 10 und die JRS-BigBand.

Das 14. RockPopKonzert in der randvollen Herrenberger Stadthalle war wieder ein Abend mit vielfältigen Darbietungen.

Herzlichen Dank

  • dem Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg e.V. für die Finanzierung des Konzerts, der Kreissparkasse Böblingen, den Stadtwerken Herrenberg und der Volksbank Herrenberg für die finanzielle Unterstützung,
  • dem Team von EMT für die Technik,
  • Michael Jooß für die Produktion des Konzertfilms,
  • Uwe Neudeck für die Beleuchtung und die vielfältige Unterstützung beim Auf- und Abbau,
  • den Hausmeistern der Stadthalle,
  • Susanne Reissner und ihren Schneiderinnen für Kostüme und Maske,
  • Susanne Maier-Haag und Jan Krüger sowie den Schülerinnen und Eltern der Klassen 7b und 7a für das Pausen-Catering,
  • dem Schulsanitätsdienst der 8b für die Erste Hilfe,
  • und allen Kolleginnen für die Kooperation in der »heißen« Probephase und die wertvolle Unterstützung bei der Durchführung des Konzerts.

(Ihre Fachschaft Musik)

 

Probetage der Bläserklasse 5b in Wildberg

betreuende Lehrkräfte: Anja Pfeifer, Martina Karl-Hartmann

Die Bläserklasse 5b der Jerg-Ratgeb-Realschule  war vom 18. bis zum 20. Januar für ihre ersten Probetage im Haus Saron in Wildberg.

Voller Vorfreude und Neugier machten wir uns am Mittwochmorgen auf den Weg nach Wildberg. Dort stand uns das ganze Freizeitheim zur Verfügung und somit hatten wir optimale Voraussetzungen intensiv im Tutti und Register zu proben und uns ein abwechslungsreiches Repertoire für die ersten bevorstehenden Konzerte anzueignen.

Schnell und mit viel Freude lernten die 22 jungen Musikerinnen und Musiker unter Leitung von Anja Pfeifer und Martina Karl-Hartmann die ersten Orchesterstücke wie Let`s Rock“, „Beethoven`s Ninth“, „Mickey Mouse March“, „Bandroom Boogie“, „Gallant March“ und „Power Rock“.

Am Nachmittag genossen wir die winterliche Landschaft rund um Wildberg, tobten im Schnee und hatten die Chance, die beeindruckende Lützenschlucht mit zugefrorenem Wasserlauf und vielen Eiszapfen zu bestaunen.

Am Abend gab es dann eine Talentshow, bei der Musikalisches, Akrobatik, Tanz, Zauberei und Sketche zum Besten gegeben wurde.

Das Highlight war für viele Kinder unser erstes Konzert vor Publikum. Die Bläserklasse 5b gab ihre geprobten Stücke zum Besten und die selbst geschriebenen Moderationen der Schüler rundeten das Konzert ab. Die Eltern, Geschwister und weiteren Zuhörer waren richtig begeistert und forderten zwei Zugaben ein. Die Probetage waren ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf die nächsten Konzerte.

Die Klasse 5b bedankt sich herzlich beim Förderverein für die großzügige Unterstützung.

(Anja Pfeifer)

Schullandheim Bläserklasse 6b in Weikersheim

betreuende Lehrerin: Martina Karl-Hartmann

Am Montag, den 21. November 2016 machte sich die Bläserklasse 6b der Jerg-Ratgeb-Realschule mit den Lehrerinnen Anja Pfeifer und Martina Karl-Hartmann auf den Weg in das wunderschöne Taubertal nach Weikersheim. Die 26 Schülerinnen und Schüler verbrachten in der Musikakademie fünf erlebnisreiche Tage.

Vormittags wurde immer sehr intensiv in Registern geprobt, um sich bestmöglich auf die Weihnachtsmarkt-Tour vorzubereiten. Neben Weihnachtsliedern hatten wir auch genügend Zeit, um uns ein Repertoire an neuen Stücken wie bspw. „Skyfall“, „Rolling in the deep“ anzueignen. In Weikersheim wurde aber nicht nur geprobt, sondern nachmittags gingen wir auf Erkundungstour, um zu sehen, was das Taubertal zu bieten hat.

Auf dem Programm standen eine Stadtrallye und eine Schlossbesichtigung in Weikersheim, sowie eine interaktive Führung zum Thema 500 Jahre Taubertal im Bad Mergentheimer Deutschordenmuseum, bei der wir unser bisheriges Wissen durch den Geschichtsunterricht zeigen und vertiefen konnten. Jede Menge Spaß und Action hatten wir beim Besuch im Erlebnisbad Solymar und beim Bowling mit einer anschließenden Nachtwanderung.

Highlights waren auch der Bunte Abend und die Talentshow, bei denen sich die Schüler und Lehrerinnen von einer etwas andere Seite zeigten.

Das Schullandheim ging viel zu schnell vorbei und so traten wir am Freitag schweren Herzens die Heimreise nach Herrenberg an.

Wir rundeten unsere Schullandheimwoche mit den erfolgreichen Auftritten auf den Weihnachtsmärkten in Jettingen, Deckenpfronn und Oberjesingen ab.

Die Klasse 6b bedankt sich recht herzlich beim Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

(Martina Karl-Hartmann)

SieBand, JRS-Bigband und JRS-Chor
bei den Probetagen in der Landesakademie Ochsenhausen

betreuende Lehrkräfte: Anja Pfeifer, Alexander Riegler

Als musikalischer Auftakt des Schuljahres 2016/17 machte sich am Montag, 26. September 2016 die Sieband – das Orchester der Klassen 7 und 8 – auf den Weg in die Landesakademie für die musizierende Jugend Baden-Württembergs im Kloster Ochsenhausen.

In den alten Klostermauern wurde drei Tage lang intensiv unter Leitung von Alexander Riegler und Anja Pfeifer im Register und im Tutti geprobt und musiziert und die beiden Klassenstufen fand als neues Ensembles schnell zusammen. Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz – so wurde abends in großer Runde „Wehrwölfe“ oder „Singstar“ gespielt.

Am Mittwoch kamen dann zur Mittagszeit die Bigband und der Chor der neunten und zehnten Klassen in Ochsenhausen an und „lösten“ sozusagen die Schülerinnen und Schüler der SieBand ab, die sich mit dem Bus wieder in die Heimat aufmachten.

Auch die Probephase des Chors und der BigBand, die gemeinsam mit der First Band der TSR Herrenberg musizierte, war erfolgreich und hat viel Spaß gemacht.

Die jedes Jahr sich neu formierenden Ensembles fanden durch die intensive Probephase zueinander und konnten in Ochsenhausen die „musikalischen Weichen“ für das aktuelle Schuljahr stellen.

Das Ergebnis wird schon bald bei einem Adventskalenderkonzert und danach beim traditionellen RockPopKonzert im März zu hören sein.

Wie in jedem Jahr unterstützte der Förderverein großzügig den Bustransfer nach Ochsenhausen und reduzierte so die Kosten für die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

(Anja Pfeifer)

Sieband:

 

Bigband und Chor:

 

betreuende Lehrerin: Anja Pfeifer

 

Am Montag, 13. Juni 2016 machte sich die BläserKlasse 6b und die Bläserklasse plus 8a früh morgens auf den Weg in den Erlebnispark Tripsdrill bei Cleebronn.

Die beiden Orchester durften dort mit einem jeweils halbstündigen Programm auftreten.

Trotz des regnerischen Wetters war es ein schöner und erlebnisreicher Tag.

Die beiden Orchester gaben nacheinander vor der Altweibermühle ein Platzkonzert. Hierbei machte die 6b den Anfang und überzeugte mit Stücken wie „Skyfall“, „Sway“ oder „Defying Gravity“ aus Wicked. Direkt im Anschluss folgten die Achtklässler  - ebenfalls mit Stücken aus den Genres Film, Rock und Pop. Dazu gehörte der Gute-Laune-Klassiker „Viva la vida“, aber auch ein Medley mit Songs aus den 80ern bestehend aus „Thriller“, „Somewhere out there“ und dem schmissigen Titel „Footloose“.

Vor und nach dem Konzert blieb noch genügend Zeit, um die vielen Attraktionen ausgiebig zu nutzen, sodass der ein oder andere wohl noch im Schlaf Achterbahn fuhr.

Wir danken dem Förderverein für die großzügige Unterstützung für die Busfahrt, die den Auftritt in Tripsdrill erst möglich gemacht hat.

(Anja Pfeifer)

Über 210 Schüler reisen durch 50 Jahre Musikgeschichte
 
Herrenberg: Die Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule präsentieren ihr Können beim „RockPopKonzert" in der Stadthalle
 
von Anke Kumbier, Gäubote Herrenberg, 17.03.2016
 
betreuender Lehrer: Alexander Riegler

„What a Feeling": Mit diesem Lied rundeten die Schüler und Lehrer der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule einen gelungenen Abend in der ausverkaufen Stadthalle ab. Beim inzwischen 13. „RockPopKonzert" zeigten sie ihre Arbeit aus den verschiedenen Musikmodulen in einer Hommage zum 50-jährigen Bestehen der Schule.

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Die „Sandmänner" entern die Bühne beim Konzert der Jerg-Ratgeb-Realschule

GB-Foto: Bäuerle

 

„Bühne frei", lauten die Worte von Schulleiter Alexander Riegler, als er der Band für Einsteiger unter der Leitung von Dagmar Schröder den Platz überlässt. Schüler aus Klasse neun und zehn nehmen die Instrumente in die Hand, die Sänger stellen sich auf und legen los mit „If everyone cared" von Nickelback. Beim letzten Stück führen zwei Sängerinnen das Publikum in die Irre, als sie brav und artig „Sandmann, lieber Sandmann" singen, bevor schwarz gewandete Jungs die Bühne übernehmen und sich beim Metallica-Hit „Enter Sandman" richtig ins Zeug legen. Und das Publikum? Klatscht begeistert mit.

Danach gibt es eine kleine Umbaupause. „Das wird es an diesem Abend immer wieder geben, nutzen Sie doch die Zeit, sich mit ihrem Sitznachbarn bekanntzumachen", rät Riegler gut gelaunt. Die „Sie-Band", zusammengesetzt aus Schülern der siebten und achten Klasse, stimmt voller Elan „Mission Impossible" an. Riegler und Anja Pfeifer teilen sich die Leitung dieser Band und dirigieren abwechselnd. Michael Pfeifer spielt als Gast den E-Bass. Bei „Fires of Mazama" entfalten sich vor den Zuhörern die Urgewalten des Vulkans Mount Mazama im Süden des amerikanischen Bundesstaates Oregon. Zu „Swiss Whistle" swingt die Band und zwei Spieler geben ein Trompeten- und Posaunensolo zum Besten. Nach dem Rock-Pop-Cover „Firework" belohnt die Musikanten lauter Applaus. Ina Gutekunst hat mit den Schülern der achten Klasse im Chormodul gearbeitet. Teilweise begleitet von den Spielern des Gitarrenmoduls von Musiklehrerin Franziska Busl, singen sie „Wild & Free" von Lena Meyer-Landrut und einen Mix von Bruno-Mars-Liedern. Dann folgt das Stück „Stadt" von Adel Tawil und Cassandra Steen. „Bravo"-Rufe und viel Beifall ertönen aus den Reihen der Zuhörer.

Die Discos der 1970er leben auf

„Wenn die Bühne blitzblank leer ist, dann kommt das Tanzmodul", erklärt Riegler, zugleich Moderator des Abends. Unter dem Motto „50 - back to years" blickt die Tanzcrew der Klassenstufe acht auf die Jahrzehnte seit Gründung der Schule im Jahr 1966 zurück. „Ich habe im Publikum schon viele Ehemalige entdeckt", freut sich der Rektor. Mit Dagmar Schröder haben die Tänzer verschiedene Tanzstile, passend zu den Jahrzehnten, eingeübt. Die Schüler lassen die Zeit der 1970er-Jahre-Discos wieder aufleben, den Hip-Hop der 1980er und mit „I'm blue" ein typisches Stück der 1990er. Das Jahr 2000 hält „Because of you" mit einer ballettartigen Performance bereit. Das Tanzpaar bildet zum Schluss mit den Armen ein Herz, quittiert von einem lauten „Oooooooh" aus dem Publikum. „Don't worry; about a thing" bringt alle Tänzer des Moduls zusammen auf die Bühne und ins Jahr 2016.

Dumpfe Trommelschläge aus dem hinteren Teil des Saals kündigen das Ende der Pause an. Immer mehr Schlaginstrumente setzen ein und die Schüler des Samba-Moduls ziehen durch die Gänge nach vorne auf die Bühne. Ungefähr fünf Minuten lang versetzen sie mit ihrer raffinierten Percussion-Performance unter Leitung von Dominik Haug das Publikum in Staunen. „Bei über 100 Schülern hat sich die Aufregung schon gelegt, bei weiteren 100 Schülern siedet sie noch", sagt Riegler. Denn nun präsentieren die Schüler der Klassenstufen neun und zehn ihre Performances. Das Tanzmodul, ebenfalls geleitet von Schröder, nimmt in seiner Darstellung die Thematik „school break" auf. Die Lautsprecherdurchsage „da Gäste im Haus sind, erwarten wir vorbildhaftes Verhalten" bewirkt das genaue Gegenteil. Verschiedene Gruppen stehen sich gegenüber und liefern sich eine tänzerische Auseinandersetzung. Die Annäherung eines Jungen und eines Mädchens wird angedeutet, welche schließlich in einem Tanzduett der beiden gipfelt. Zum Schluss wird deutlich: Alle gehören zusammen.

Auch der JRS-Chor, mit dem Anja Pfeifer gearbeitet hat, erinnert sich an 50 Jahre Musikgeschichte. Beim Lied „Read all about it" von Emeli Sandé herrscht eine besonders andächtige Stimmung im Publikum. Mit ihrem Vortrag von „Almost is never enough" sorgt Solo-Sängerin Ruveyda Okullu für Begeisterung. Nach „Astronaut" brandet sehr viel Beifall auf. Den Abschluss des Konzertes übernimmt die JRS-Big-Band. Gesangssolistin Nina Herz zieht mit ihrer kraftvollen Stimme bei „Can you feel the love tonight" die Besucher in ihren Bann. Und beim letzten Stück „Chili Pepper 101" zeigt Riegler auf der Klarinette was er alles drauf hat - das Publikum tobt. „Ich habe wieder die Wette verloren, denn wir sind wieder nicht um 22 Uhr fertig", erklärt er - und schiebt die Schuld auf den kaputten Pausengong der Stadthalle.

■ Mehr Infos zu den Schulen gibt es im Netz unter schule.gauebote.de

 

(Artikel erschienen am 17.03.2016 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de).