Klassenprojekte
- Abschlußfahrt nach Berlin der Klasse 10e des Jahrgangs 2007/2008 -

- Schüler der Notebookklasse in der Hauptstadt -

- Betreuende Lehrer: Annika Barth und Hanns-Peter Krafft -




Gruppenbild der 10e vor dem Reichstag in Berlin



„Go, go, go!“

Berlin. Ein großes, hyper modernes Gebäude, Stahl und Beton, eine Staatslimousine, samt Eskorte, zahlreiche Polizeibeamte und die ägyptische Flagge. Fragen über Fragen waren den 29 Schülerinnen und Schülern der Notebookklasse der zehnten Klassenstufe ins Gesicht geschrieben. Wenig später erfuhren sie dann, dass es der ägyptische Staatspräsident Muhammad Husni Mubarak war, den sie durch das Stahlgitter beobachten konnten.

 

Abfahrt 4.47

Nach der Abfahrt mit der S-Bahn um 4.47 Uhr morgens in Richtung Stuttgarter Hauptbahnhof konnten sich die Schüler der Klasse 10e samt LehrerIn, Frau Barth und Herr Krafft, nach der anstrengenden Mathematik-Prüfung auf eine viel versprechende Abschlussfahrt nach Berlin freuen. Im Anschluss an einige Wortgefechte mit Zug-Passagieren, die sich auf die falschen Plätze gesetzt hatten, und nach einigen Stunden Fahrt im ICE konnten die Zehntklässler um zirka 11.30 Uhr das erste Mal Berliner Luft schnuppern.

 

Berlin 1

Um in die Jugendherberge „Gäste-Etage“ in der Osloer Straße zu gelangen, stand den SchülerInnenn ein Zwei-Kilometer-Fußmarsch mit den Koffern bevor, um dann endlich in den fünften Stock der ehemaligen Maschinenfabrik einziehen zu können. Als das Gepäck in den Zimmern abgestellt war, erkundete die Klasse erstmals die Bundeshauptstadt, wobei sie entlang der Buslinie 100 viele Sehenswürdigkeiten zu sehen bekam, z.B. die „Siegessäule“, das „Schloss Bellevue“ oder den „Reichstag“. Ein Fußmarsch bei schönem Wetter führte die 10 e am „Regierungsviertel“, dem „Brandenburger Tor“ und dem weltberühmten „Hotel Adlon“ vorbei. Zurück in der Jugendherberge standen Spaghetti mit Tomatensoße auf dem Kochplan; um die Beschaffung der Zutaten hatte sich Michelle Maly, Schülerin der Klasse, gekümmert. Koch- und Service-Dienstleistungen  wurden professionell und geschlechtsneutral absolviert, sodass genügend Zeit und Laune blieben, um die „kleinen“ Koffer bzw. Taschen zu packen; schließlich galt es, den zweitägigen Ausflug ins „Tropical Island“ vorzubereiten. Eine Bade-, Erlebnis- und Wellness-Landschaft, die unter dem Dach einer zunächst geplanten Luftschiffwerft für den „Cargo-Lifter“ entstanden ist …

 

Tropical Island

Früh aufstehen und „go, go, go…!“ Es galt, die U-Bahn, dann die S-Bahn und schließlich den Bus zum 60 km südlich von Berlin gelegenen „Tropical Island“ nicht zu verpassen. In „Europas größter tropischer Urlaubswelt“ angekommen, wurden die langen Jeans und das Sweatshirt gegen Bikini und Badehose eingetauscht. Mehrere Stunden Freizeit standen nun auf dem Programm. Bei 28°C bis 31°C Wassertemperatur und einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent wurden die Wasserrutschen und der angelegte Regenwald mit seinen rund 50.000 Bäumen, Büschen und Unterholz getestet. Das Tropenhaus erwies sich im Nu als „Volltreffer“. Auf ein Treff mit den Lehrern und der gesamten Klasse folgten wieder etliche Stunden „Freizeit“. Schülerinnen und Schüler als UrlauberInnen entweder am Wasserfall der Bali-Lagune oder während der Gala-Show am Sandstrand der Südsee. Kurz vor drei Uhr nachts wurden die Gespräche untereinander und die Unterhaltungen mit den Lehrern im Whirlpool weniger. Die Gruppe zog sich in die als Camp angelegten Zelte zurück; die besonders Mutigen suchten den Schlaf in einem Matratzenlager, das in einem der Tropenhäuser vorbereitet war.

Das Frühstücksbüfett am nächsten Morgen lockte mit einem reichlichen Angebot. Die Palette reichte vom frischen Obstsalat, über Brötchen, Joghurt, Früchtequark, verschiedenen Wurst- und Käsesorten bis zum Müsli. Dermaßen gestärkt traten die SchülerInnen die Rückreise nach Berlin an. Anlaufstelle „Gäste-Etage“.

 

Berlin 2

Mittags besuchten wir gemeinsam das „Mauermuseum am Checkpoint Charlie“ und hatten im Anschluss wiederum ausreichend Zeit, um in Gruppen entweder im „KaDeWe“ (Kaufhaus des Westens) – wer das nötige Kleingeld besaß – und im „HardRock Cafe“ shoppen zu gehen oder kulturelle Zentren, wie das „Kunstmuseum“ oder die „Philharmonie“ zu besuchen. Im Anschluss bekam die Klasse eine Führung rund ums Brandenburger Tor, die im Plenarsaal des Reichstags weiterging und schließlich in der Kuppel endete. (Die Führung im Reichstag wurde vom JRS-Förderverein großzügig gesponsert – hierfür nochmals vielen Dank!)

Abends wurde aufgrund der noch vorhandenen Mengen an Spaghetti und Tomatensoße nochmals gekocht und das Programm für den darauf folgenden, den letzten Tag der Abschlussfahrt besprochen…

Der zweite Teil des nächsten Tages ging dann wieder etwas hektischer vonstatten. Während einzelne Schülergruppen vormittags das „Olympiastadion“, den „Wannsee“, das „Schloss Sanssouci“, den „Zoologischen Garten“ oder das „Holocaust Mahnmal“ besichtigten, galt nachmittags wieder die Parole: „Go, go, go – nur nicht die U-Bahnen zum Hauptbahnhof verpassen!“

 

Herrenberg, Ankunft 23Uhr58

Als dann alle ihre Plätze im ICE gefunden hatten, folgte der Rest der Abenteuer-Reise. Abenteuer Bahn: Umsteigen in Hannover. Fußballer-Randale. Umsteigen in Stuttgart: Willkommen im Club alkoholisierter Stuttgart-Ausflügler. Kurz vor Mitternacht war die Abschlussfahrt offiziell beendet. Alle wohlbehalten in Herrenberg zurück. Einige Erinnerungen an eine rundum gelungene Klassenfahrt in die deutsche Hauptstadt werden vermutlich im Gedächtnis bleiben.