Klassenprojekte

Das Schullandheim der Klasse 7b nach Nördlingen

vom 16. 07.2018  – 20.07.2018

betreuende Lehrkräfte: Christian Holub, Karoline Beuten

Am Montag, den 16.07.2018 fuhren wir, die Klasse 7b mit Frau Beuten und Herrn Holub, ins Schullandheim nach Nördlingen in Bayern. Alle freuten sich schon riesig auf die gemeinsamen Tage, doch der Start verlief etwas holprig. Wegen einer Stellwerksstörung in Stuttgart fiel unsere S-Bahn ab Herrenberg aus und wir erreichten unseren Anschlusszug in Cannstatt nicht mehr, sodass wir auf dem dortigen Bahnhof eine lange Wartezeit in Kauf nehmen mussten.

Mit zwei Stunden Verspätung kamen wir in Nördlingen an, dies tat unserer Laune jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: unsere Unterkunft hatte unser Essen extra warm gehalten, so konnten wir uns unmittelbar nach der Ankunft stärken. Vielen Dank schon mal an dieser Stelle an das JUFA Hotel in Nördlingen für die hervorragende Bewirtung, den unkomplizierten Service und die wunderschönen Zimmer, die Sie uns zur Verfügung stellten.

Nach dem Essen ging es zu einer Stadtführung mit Stadtrallye, die direkt an der Stadtmauer begann. Die Schülerinnen und Schüler staunten, als die Stadtführerin im historischen Gewand auftauchte und uns über die Bedeutung der Nördlinger Stadtmauer informierte, welche die einzige Stadtmauer mit vollständig begehbarem Wehrgang in Deutschland ist. Anschließend erkundeten wir noch das Hotelgelände, das sich direkt an der Stadtmauer befindet, ehe wir uns schlafen legten.

Am nächsten Tag stand das Stadtmuseum auf dem Programm. Dort erfuhren wir, welche Rolle Nördlingen im Dreißigjährigen Krieg spielte. Nach dem Mittagessen besuchten wir das Rieskratermuseum mit seinen interessanten Stationen zum Einschlag des Rieskraters und den damit verbundenen Veränderungen der Erdoberfläche in dieser Region. Im Anschluss stiegen wir den Kirchturm, auch  Daniel genannt,  hoch, der das Wahrzeichen der Stadt ist und einen hervorragenden Blick über das Nördlinger Ries bietet.

Am Mittwochmorgen besuchten wir  das Stadtmauermuseum im Löpsinger Tor. Es beherbergt viele alte Reliquien aus dem Dreißigjährigen Krieg. Der lebendige und anschauliche Vortrag der Museumsführerin ließ uns viele neue Erkenntnisse gewinnen, beispielsweise woher der Begriff „Erbsen zählen“ stammt.

Das Nördlinger Ries erkundeten wir in einer dreistündigen Wanderung am Nachmittag. Wir liefen zum Galgenberg, vorbei am Freibad und am Stadtrand entlang. Unser Wanderführer Markus kam mit seiner witzigen Art super bei uns allen an und glänzte dazu noch mit beeindruckendem Fachwissen in Geschichte, Botanik und Geologie. Auf einem Abenteuerspielplatz durften wir uns dann austoben und Markus machte mit uns Gruppengeschicklichkeitsspiele, was uns allen großen Spaß bereitete.

Am Abend ließen wir es uns dann bei Gemüselasagne, Kroketten, Kartoffelknödel und Salat gutgehen. Tischtennis, Disco – Fox – Tanz, Volleyball und Billardspiel rundeten den Tag ab.

Um 21.40 Uhr gingen wir noch einmal zum Daniel, um das berühmt berüchtigte „So Gsell so“ zu hören, das jeden Tag vom Turmwächter in alle Himmelsrichtungen gerufen wird.

Am Donnerstag fuhren wir nach Aalen - Wasseralfingen in den „Tiefen Stollen“, einem still gelegten Besucherbergwerk. Mit viel technischem Aufwand, unter anderem einer künstlich hervorgerufenen Sprengung, wurde uns das mühsame Leben der Bergarbeiter nahegebracht. Nachdem wir wieder in Nördlingen waren, gingen wir zusammen ins Freibad, worauf sich schon alle die ganze Woche über freuten. Am Abend gestalteten wir einen „Bunten Abend“, der so viele Programmpunkte beinhaltete, dass wir das Restprogramm in einen „Bunten Morgen“ umwandeln mussten und um 22.30 Uhr den Tag ruhen ließen.

Die restlichen Programmpunkte wurden gezeigt und die Klasse meisterte bravourös ihre Klassenaufgabe. Der Freitag stand ganz im Zeichen der Abreise. Wir räumten und säuberten unsere Zimmer und aßen in der Stadt noch ein Eis, ehe wir uns mittags auf die Heimreise machten und diesmal ganz ohne Verspätung pünktlich um 16.29 Uhr bei Regen in Herrenberg ankamen. Bei Regen! Das ganze Schullandheim über hat es nicht geregnet! Was für ein Glück!

Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dem Förderverein der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg, der uns mit seiner großzügigen Spende dieses unvergessliche Schullandheim ermöglichte!

(Christian Holub)