Klassenprojekte

Klassenprojekte

Hier sind eine große Zahl von Projekte enthalten, die sowohl von einzelnen Klassen als auch von Gruppen von Klassen durchgeführt wurden.

Soziales Engagement im Tennental

 

- SE-Projekt der Klasse 8e des Jahrganges 2005/2006 -

 

- Betreuende Lehrer: Karlheinz Bethke und Ilona Will -



Die Schülerinnen und Schüler der Klasse werden jeweils eine Woche lang betreute Menschen begleiten und - so gut sie es können - betreuen. Pro Woche werden immer 10 Schülerinnen und Schüler ins Tennental nach Deckenpfronn fahren und dort wertvolle Erfahrungen machen. Arbeitsbeginn ist 8:30 Uhr, der Arbeitstag endet um 17:45 Uhr. So braucht die Klasse 3 Schulwochen um den praktischen Teil des Projektes durchzüfhren. Es beginnt am 20. Februar und endet - mit einer Woche Unterbrechung wegen der Faschingsferien - am 17.März. Schülerinnen und Schüler, die nicht im Tennental sind, müssen ihr erlerntes Wisen in der darauffolgenden Wochen an die anderen weitergeben. Das verspricht spannend zu werden.

Der Förderverein unterstützt dieses Projekt mit einem Zuschuss für Verpflegung und zur Deckung der Fahrtkosten.

(Karlheinz Bethke)


In diesem Frühjahr haben im Rahmen eines sogenannten SE-Projektes nacheinander drei Gruppen der Klasse 8c der Jerg-Ratgeb-Realschule Herrenberg im Tennental mitgearbeitet. Dies ist der Bericht der verantwortlichen und begleitenden Lehrerin.

Im neuen Lehrplan soll das SE-Projekt einen festen Platz haben. SE, das steht für soziales Engagement. Die 8c hat mit ihren Lehrerinnen sowie Klassenlehrer Herrn Bethke dieses Projekt in diesem Jahr in Angriff genommen. Nachdem die „Tennentaler“ uns freundlicherweise die Möglichkeit gegeben haben, dieses Projekt bei ihnen durchzuführen, haben wir uns sehr gefreut. In der 7. Klasse haben wir schon für unser Gartenprojekt die Jungpflanzen – vor allem Salat, Kohlrabi und Tomaten – vom Tennental geholt und erfolgreich angebaut und vermarktet.

Die Schülerinnen und Schüler wurden in Gruppen eingeteilt und arbeiten – so gut sie können – je eine Woche in den verschiedenen Werkstätten mit. Jeder hat eine Nische gefunden, sei es in der Landwirtschaft, im Garten, in der Bäckerei, in der Schreinerei und im Metallbereich.

Einigen von uns liegt das praktische Arbeiten mehr als der eher theoretische Stoff in der Schule, bei anderen ist es umgekehrt. Auf jeden Fall hat uns dieses Projekt um viele Erfahrungen reicher gemacht und dafür wollen wir uns bei allen Tennentalern herzlich bedanken.

Hier einige Stellungnahmen einzelner Mädchen und Jungen:

Simon und Benjamin: Anfänglich war das Ausmisten schon gewöhnungsbedürftig, aber das körperliche Arbeiten und das Arbeiten an der frischen Luft waren toll.

Sarah und Nina: Uns hat der gute Zugang zu den Betreuten gefallen und die Disziplin, die in der Schreinerei herrscht.

Michi, Micha, Tim: Es war echt super. Die Arbeit war sehr abwechslungsreich, wir fühlten uns herzlich willkommen. Dass wir richtig Verantwortung hatten, hat uns sehr imponiert. Ebenso haben uns die Gedichte von Markus sehr beeindruckt.

Thomas: Ich habe viel gelernt. Ich durfte schweißen und schmieden. Es war ein gutes Gefühl zu merken, dass man tatsächlich eine Hilfe war. Besonders beeindruckt hat mich auch, dass ich von den Betreuten gelernt habe.

Jenny und Mareike: Unsere anfänglichen Bedenken, wie das wohl werden wird waren absolut unnötig. Man gehörte einfach dazu.

Einige Jungen können sich vorstellen, ihren Zivildienst im Tennental zu leisten. Auch die Atmosphäre in der Mittagspause in der Familie wurde gelobt. Man sei sich vorgekommen, als gehöre man ganz selbstverständlich dazu.
Wir Lehrerkräfte wollen natürlich nicht versäumen, uns zu bedanken. Auch wir hatten bei unseren Kurzbesuchen immer das Gefühl, willkommen zu sein. Es war schön, in strahlende Gesichter zu schauen und zu erleben, dass unsere Klasse mit diesen neuen Erfahrungen einen wichtigen Schritt in Richtung erwachsen werden machen kann. Auch von unserer Seite ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die die Realisierung dieses Projektes möglich gemacht haben.







Projekt der Klassen 7c und 8c des Jahrganges 2005/2006

 

betreuender Lehrer: Hans-Peter Krafft




Die Klassen haben die riesige Betonwand im Öko-Garten künstlerisch neu gestaltet.

Für dieses Projekt sind Materialkosten in Höhe von 1.983 € angefallen. An Spenden sind 1.333 € zusammengekommen. Der Förderverein hat den Restbetrag in Höhe von 650 € bezuschusst.






Hinter der Jerg-Ratgeb-Realschule befindet sich seit einiger Zeit ein Ökogarten, verwaltet von den Schülern der Sportklasse 7c. Einen Haken hat die schöne Gartenidylle jedoch: Die grauen Betonwände ringsum sind alles andere als schön anzuschauen. Um das zu ändern, bemalen die Sportklässler die Wände mit bunten Motiven. Ob Schüler, Eltern, Lehrer oder Ehemalige: Alle helfen tatkräftig mit.

Maike Löffelhardt kann nicht mehr warten: „Mich juckt's in den Fingern, ich fang jetzt an", verkündet sie, schnappt sich Farben und Pinsel, klettert flugs auf das Gerüst und beginnt den grauen Beton mit einem bunten Motiv zu bemalen. Eine goldgelbe Mohnblume soll es werden. Die 31-jährige Erzieherin ist wie ihre Zwillingsschwester Anke eine ehemalige Schülerin der Jerg-Ratgeb-Realschule. Beide wurden damals unterrichtet von Kunstlehrer Hans-Peter Krafft. Eine tiefe Freundschaft hat sich zu ihrem Lehrer entwickelt, und das ist bis heute so geblieben: Ehrensache also, dass die künstlerisch begabten Zwillinge mithelfen, wenn es heißt, den drögen Mauern Leben einzuhauchen.

Die hässlichen grauen Wände passten so gar nicht zu dem schönen Garten. Es wurde Zeit, dass etwas gemacht wird. Jetzt erstrahlen sie in neuem Glanz: Die bunten Wandmalereien ergänzen die Gartenatmosphäre stimmungsvoll. Mannshohe Blumen und saftiges Gemüse schmücken nun die Wände. Die Tomate ist das Logo des Ökogartens. Klar, dass auch sie nicht fehlen darf.

Viel haben die Schüler der Sportklasse 7c selbst gemalt, wie zum Beispiel die beiden lebhaften Streif- und Karomuster. Um den Werken den letzten Schliff zu verleihen, hat zum Schluss noch ein Profi den Pinsel angesetzt: Aus der Feder von Kunstlehrer Hans-Peter Krafft stammen die Konturen, welche das Bild plastischer erscheinen lassen.

Die Eltern und Geschwister der Schüler haben sich ebenfalls nicht lumpen lassen. Eine Collage mit allerlei frischem Gemüse ist das Werk einer künstlerisch begabten Mutter. Die Zehntklässlerin Judith Stahl, deren Geschwister die Sportklasse besuchen, hat ein Gartenmotiv und Comic-Stil entworfen: Eine fliegende Tomate gießt glückliche Blumen.

Bevor die heitere Pinselei losgehen konnte, mussten die verdreckten Wände erst einmal mit einem Hockdruckreiniger gründlich abgespritzt werden. Das Vorstreichen haben die Kinder selbst übernommen. Einen ganzen Tag lang haben sie von morgens bis abends eifrig die Grundierung aufgetragen. Und das gleich zweimal. Zuvor musste jedoch noch ein Gerüst angeschafft werden. Denn die Betonplatten sind hoch und die Schüler klein.

Gefunden wurde das Gerüst bei einer Herrenberger Malerwerkstatt. Zu vergünstigten Preisen hat diese es aufgebaut und wird es den Schülern so lange überlassen, wie es gebraucht wird. Mit all den Farben und all der Ausrüstung ist die Malaktion ein teurer Spaß. Großzügige Spenden von Familien, Freunden und Bekannten der Schüler haben jedoch dafür gesorgt, dass die Kosten von etwas mehr als 1 000 Euro wieder hereingekommen sind.

Für Anke Löffelhardt ist die Malerei Entspannung pur. „Da oben auf dem Gerüst kann man mal abschalten, zur Ruhe kommen", erklärt die gelernte Grafikdesignerin. Eine beruhigende Wirkung erhofft man sich von den Gemälden. Vom Entwurf bis zum fertigen, 2,5 auf 2,5 Meter großen Wandgemälde ist es ein weiter Weg, weiß Kunstlehrer Hans-Peter Krafft. „Die kleine Vorlage vom Papier auf diese Größe zu übertragen ist nicht leicht", erläutert er. „Aber so entsteht immer etwas Neues und Unvorhergesehenes."

 

Mit Kreide werden die Motive auf dem grauen Beton vorgezeichnet. Die Vorlagen stammen entweder aus der Feder der Schüler oder sie sind von Postkarten übernommen. Eines ist sogar dem Stil Andy Warhols nachgeahmt. Verschiedene Techniken können dann beim Malen zum Einsatz kommen, erklärt Hans-Peter Krafft „Es ist für jeden etwas dabei, einfache Malerei oder auch Schwierigeres." So können auch Kinder, die sonst selten einen Pinsel in der Hand haben, schöne Bilder auf die Wände zaubern.

Die Schüler sind stolz auf ihre Leistung. In einer kleinen Ecke wollen sie ganz unauffällig und bescheiden ihre Namen verewigen. „Die Kinder identifizieren sich sehr mit dem Projekt", erzählt ihre Klassenlehrerin. Nur eines trübt die Freude am Malen ein wenig: Die Schüler sprühen nur so vor Ideen - doch es gibt nur so wenig Platz, um sie zu verwirklichen.


(Hans-Peter Krafft)

- der Klasse 7e des Jahrganges 2005/2006 -

 

- Betreuende Lehrer: Frau Sauter und Herr Becker -



Kurzbeschreibung des Schullandheim – Aufenthalts der Klasse 7e mit Herrn Becker und Frau Sauter

Ort

Das Schloss Rechenberg liegt sehr idyllisch in dem kleinen Ort Rechenberg oberhalb des Jagsdtals zwischen Ellwangen und Crailsheim. Rechenberg ist ein kleiner Ort, wo es außer einem Landmaschinen – Handel keine Läden gibt.
Die Jugendherberge ist untergebracht in der Burg, die ca. 500-600 Jahre alt ist.

Die Schülerinnen und Schüler waren in 4-8 Bett- Zimmern untergebracht. Es gab einen Küchendienst, der jeden Tag von 4 Schülern/innen gemacht werden musste.

Wir hatten uns auch deshalb für diese Jugendherberge entschieden, weil sie ein erlebnispädagogisches Programm anbietet, aus dem man einzelne Aktivitäten auswählen kann, die dann von jungen Sozialpädagogen/innen organisiert und begleitet werden. Wir haben uns Survival und Funkorientierung ausgewählt.

Zeitplan

Mo. 12.6. Anreise; Zimmerverteilung und einräumen, Betten beziehen, Umgebung erkunden; Spiele; Nachtwanderung

Di. 13.6. ganztägig : SURVIVAL; lesen, basteln, Sport, schreiben

Mi. 14.6. ganztägig: Rothenburg ob der Tauber

Do. 15.6. Busfahrt zum Jagdfalkenhof; Sport- und Spieltag TT-Turnier; Grillen

Fr. 16.6. Wandern nach Ellwangen; Stadtbummel, Wellenbad; Kino

Sa. 17.6. Funkorientierung; Unter der Erde; T-Shirts entwerfen, basteln, schreiben

So. 18.6. Badesee; packen / vorbereiten; Abschlussabend

Mo. 19.6. Zimmer aufräumen, fegen, Zimmerkontrolle; Heimfahrt

Funkorientierung
Ausgebildet in der Handhabung von Karte und Kompass bestand die Aufgabe der TeilnehmerInnen darin, aufgeteilt in zwei Gruppen auf unterschiedlichen Wegen zu einem vorgegebenen Zielpunkt zu kommen. Der Haken an der Sache war, dass die Gruppen jeweils das Kartenstück der anderen Gruppe hatten und deren Weg kannten. Somit mussten sich jetzt die Gruppen ausgerüstet mit Funkgeräten gegenseitig ihren Weg lotsen. Bei dieser Aktion war ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit gefragt.

Survival — Überleben in der Natur
Ein Tag voller Abenteuer: Aus dem "Nichts" Gebrauchsgegenstände bauen, Feuermachen ohne Feuerzeug und Streichhölzer, knifflige Aufgaben lösen, Abseilen und der Aufbau einer Seilbrücke, waren angesagt.

Der Klasse hat das ganze viel Spaß gemacht. Da das Programm sehr abwechslungsreich war, war für jeden etwas dabei. Außerdem spielte das Wetter mit!

Der Förderverein sponsert der Klasse für professionelle Präsentationen im Rahmen des Notebook-Unterrrichts eine Funkmaus.

(Frau Sauter und Herr Becker)


Burg Rechenberg bei Crailsheim


Vor der Burg im Sonnenschein


Untergebracht in 6-8 Bett Zimmern


Freizeitbeschäftigung


Freizeitbeschäftigung


im Kriminalmuseum


Mit Asche, Stroh und Holze wurde im Survivaltraining erfolgreich Feuer gemacht


Das Survivaltraining beinhaltete auch das Abseilen von einer etwa 4 Meter hohen Mauer


Flugvorführungen im Jagdfalkenhof


Einfahrt ins Besucherbergwerk Wasseralfingen "Tiefer Stollen"


Am Badesee werden die Mädchen geärgert


Die tolle Zeit im Schullandheim ist leider schon zu Ende

- der Klasse 8d des Jahrganges 2006/2007 -

 

- Betreuende Lehrer: Frau Susanne Maier-Haag -



Am Montag 20. November, dem Jahrestag der Verabschiedung der Kinderrechtskonvention durch die UNO, veranstaltete die Klasse 8d der Jerg -Ratgeb - Realschule Herrenberg einen Aktionstag zum Thema Kinderrechte.
Unter dem Motto „Straßenkind für einen Tag“ informierten die SchülerInnen vor der Stiftskirche in Tübingen durch einen Informationsstand über Kinderrechte und deren Missachtung. Sie führten aber auch typische Arbeiten von Straßenkindern durch:
Schuhe putzen, Autoscheiben-Reinigen, Bücher verpacken, Verkauf von Gebäck im Bauchladen.
Dieses Projekt gehört zu dem TOP SE der Realschule und wurde im Unterricht zuvor intensiv vorbereitet.
Es war ein wichtiges Anliegen an einem Tag in die „Haut eines Straßenkindes“ zu schlüpfen; dieser „Sichtwechsel“ wurde bewusst in Tübingen durchgeführt, da hier die SchülerInnen eher den Rollenwechsel durchleben konnten.
Mit großem Engagement beteiligten sich die Schüler und Schülerinnen an der Aktion. „Wir führen diese Aktion durch, um darauf aufmerksam zu machen wie wenig die Rechte der Kinder in anderen Ländern gelten“, so lautete eine Schüleräußerung, oder “Was wir hier lernen ist wichtig für unser ganzes Leben“. Eine weitere Schülerin äußerte sich „Ich möchte eine Veränderung für die Straßenkinder erreichen“ Es war ihnen aber auch ein wichtiges Anliegen Geld für ein Projekt von „terre des hommes“ zu sammeln, damit peruanische Kinder grundlegende Bildungschancen erhalten. Für das Projekt „Manthoc“ in Lima, Peru konnten 484,16€ überwiesen werden.
Die Lernerfahrungen der Achtklässler ist sicher eine wichtige Bereicherung, die sie noch lange begleiten wird.

Der Förderverein hat die Fahrtkosten für dieses Projekt übernommen. Somit konnte der gesamte gesammelte Betrag dem Projekt "Mantoc" zur Verfügung gestellt werden.

(Susanne Maier-Haag und Sarina Blumenhagen)



- der 9er-Klassen des Jahrganges 2006/2007 -

 

- Betreuende Lehrerin: Rose Kible -




England. Traumhafte Idylle, das Rauschen der Nordsee, der Anblick von Stalaktiten, der Geruch heißen Wassers inmitten kalten Gesteins – traumhaft. Dass das jedoch nicht das Einzige ist, was England zu bieten hat, bemerkten die 46 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassenstufe der Jerg-Ratgeb-Realschule in Herrenberg schnell.
Die Sightseeing-Tour am ersten Tag in London war sicherlich eine der schönsten Unternehmungen, bei der die Schülergruppe einige der bekannten Sehenswürdigkeiten Londons, wie Big Ben, Trafalgar Square, Tower Bridge, London Eye, Piccadilly Circus, St. Paul’s Cathedral, Houses of Parliament und weitere bestaunte. Ein wichtiger Moment, auf den die Schülergruppe an diesem ersten Tag hinfieberte, war der freundliche Empfang durch die Gastfamilien in Midsomer Norton bei Bath.
In den folgenden Tagen besuchte die Gruppe das Bristol Explore Museum, die Kathedrale von Wells, die Tropfsteinhöhlen von Wookey Hole und die dazugehörige Papiermühle, das Kino in Bath, die tolle Shoppingstadt Cardiff und das historische Kohlebergwerk Big Pit in Blaenavon sowie zuletzt die Römischen Bäder in Bath. Die Bootsfahrt auf dem River Avon, die am letzten Tage folgte, wurde durch eine großzügige Spende des JRS-Fördervereins gesponsert.
Diese erlebnisreiche Studienfahrt wird den Schülern sicherlich für immer in schöner Erinnerung bleiben.

(Tanja Schneider)


Eindrücke von der Bootsfahrt auf dem River Avon:





Jugendliche bauen Regale und Unterbau selber

 

von Thomas Morawitzky, Gäubote Herrenberg, 15. März 2008



Für den Gärtnereibetrieb der Schule langen die „Öko-Kids" der Herrenberger Jerg-Ratgeb-Realschule und ihre Eltern ordentlich hin: Die jungen „Heim(at)werker" bauen ein neues Gerätehaus.

GB-Foto: Bäuerle

Schubkarre um Schubkarre: Hier wird fest geschafft.


Das alte Gerätehaus drückt sich bescheiden an die Wand, das neue Gerätehaus steht als Rohbau, frei auf der Fläche. Der Boden des neuen Hauses wurde ausgehoben und aufgefüllt, Erde und Kies überall, auch auf dem Weg, der hinführt zu den beiden Holzhäusern, die hinter der Herenberger Jerg-Ratgeb-Schule stehen. Hier wurde gearbeitet, das sieht man, und hier wird auch noch weiterhin gearbeitet, denn fertig ist das Haus noch lange nicht. Schüler und Eltern packen mit an, wenn es darum geht, den neuen Geräteschuppen für die Schulfirma der Jerg-Ratgeb-Schule aufzurichten.

Die „Ökokids" sind die Schulfirma der Jerg-Ratgeb-Schule, gestartet vor mittlerweile sechs Jahren, ein WVR-Projekt, das heißt: ein Projekt im Rahmen eines Unterrichtsfaches, bei dem schwerpunktmäßig Arbeitssituationen der freien Wirtschaft simuliert werden. Zahlreiche Schulen in Baden-Württemberg haben Schulfirmen gegründet, die wirtschaften, verwalten, produzieren. In der Jerg-Ratgeb-Realschu¬le ist es ein kleiner Gärtnereibetrieb, dort werden Salate und Kohlrabi angebaut - allein etwa 1 400 Salate wachsen dort Jahr für Jahr. Wenn in diesem die Osterferien erst einmal vorüber sind, ist es an der Zeit, die neuen Setzlinge auszubringen, die die „Ökokids" von ihrem Kooperationspartner, der Dorfgemeinschaft Tennental, erhalten. Noch vor den Ferien wird die Gärtnerklasse dazu nach Deckenpfronn fahren - dort erhält sie auch ihre Einweisung in die Gärtnerei. Schließlich wechselt die Klasse, die die Schulfirma betreibt, von Jahr zu Jahr. Dazwischen werden die Felder des Vorjahres umgegraben - seit Jahren vom Vater von Jens und Anja Vetter, der einen kleinen Traktor besitzt, und der diese Arbeit übernimmt, obwohl seine Kinder die Gärtnerklasse längst schon hinter sich haben.

Nach den Osterferien werden die Schü¬ler vor allem mit ihren Feldern zu tun haben; an einem weiteren Arbeitseinsatz werden vor allem die Eltern beteiligt sein. Die waren aber natürlich auch schon dabei, als neulich erst einmal richtig geschafft wurde, am Gerätehaus. 31 Schüler, sieben Eltern und zwei Lehrer packten an. Meisterleistungen vollbrachten vor allem die Jungs der Klasse: „Bei den kleineren Jungs dachte man schon, das Kind fliegt mit dem Arbeitsgerät davon", erzählt die Lehrerin. „Das war aber nicht so, die Kleinen haben gezeigt, dass sie die Sache fest im Griff haben."

Sie mussten eine rund 50 Zentimeter tiefe Baugrube ausheben, die auch noch, der leichten Steigung des Geländes zum Trotz, eben verlaufen sollte. „Es war keine leichte Arbeit, die Erde war noch fast gefroren." Die Mädchen waren es, die dann den Mineralbeton herbeikarrten, mit dem die Grube aufgefüllt wurde. Wertvolle Arbeit beim Bau der Hütte haben die Profis der Deckenpfronner Zimmerei Riebe geleistet, die das hölzerne Gerüst des Hauses aufgestellt haben. Die Firma wird dem Haus auch seine Wände und Fenster geben und ist somit für den ganzen Holzbau am Gerätehaus zuständig - nur die Inneneinrichtung wollen die Schüler selbst bauen. Dabei trifft es sich gut, das Karlheinz Bethke Technik unterrichtet - unter seiner Regie werden die Regale für all die Hacken entstehen. Und die Eltern betonierten die Pfosten des Häuschens in den Boden und-verlegten Randsteinplatten.

Über 40 Schiller, Eltern, Lehrer packten am vergangenen Samstag zwischen 9.30 Uhr und 12.30 Uhr kräftig an - und eine weitere derartige Aktion wird nochmals folgen. Ende April spätestens soll das Häuschen dann fertig sein, gerade rechtzeitig, bevor die wichtigste Arbeit im Garten beginnt. Damit die gelingt, muss Ordnung im Gerätearsenal herrschen: „Das neue Haus ist zum Aufbewahren von Hacken, Spaten, Gießkannen da. Wir haben Schubkarren und auch eine Gartenfräse", erklärt Karlheinz Bethke. Kein Wunder, dass der alte Schuppen, der der Schule einst von der Großmutter eines Schülers überlassen worden war, so langsam zu klein wurde, für all das Besteck, das der Fleiß der gärtnernden Schüler benötigt. Als, wiederum, wie es sich für echte Heim(at)werker gehört: In die Hände gespuckt und an die Arbeit. Fertig ist das neue Gerätehaus noch lange nicht.

(Artikel erschienen am 15.02.2008 im Gäubote Herrenberg. Wir danken der Redaktion des Gäubote für die freundliche Genehmigung des Nachdrucks. Siehe auch www.gaeubote.de)

Der Förderverein beteiligt sich an den Materialkosten für den Geräteschuppen mit ca. 3.000,- Euro.

Unser Webauftritt

Seit 2006 gibt es nun diese Homepage. Vorläuferin war eine Homepage, die auf ein spezielles Design ausgelegt war.

Dieses Konzept wurde aber in der Zwischenzeit als wenig praktikabel verworfen. Stattdessen haben wir uns nun für ein so genanntes CMS, ein Content Management System, entschieden, wozu man kaum Skripte und Fachsprachen kennen muss. Das bedeutet, dass die Homepage in Zukunft sehr pflegeleicht ist.

Einige Inhalte der Internetseiten für den Förderverein wurden von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10e, Jahrgang 2005 / 2006 („der ersten Notebookklasse“) erstellt:
Anna Baitinger, Oliver Beck, Kevser Bekrek, Felix Bleichert, Mara Funke, Atilla Gülseren, Susanne Heim, Tim Heldmaier, Kristina Lenz, Max Monauni, Maren Möpps, Franziska Niehage, Timo Paulus, Susanne Pietsch, Marcel Roth, Stefan Ruckaberle, Daniel Ruoß, Maik Sattler, Mark Sattler, Jendrik Schwarz, Marc Schweitzer, Max Seeger, Lisa Volz, Maren Walter, Andreas Widmayer, Lisa Wirtl, Mario Wörner und Jakob Zimmermann.
Für die technische Umsetzung war Andreas Widmayer verantwortlich.
 
Dieses Projekt wurde besonders unterstützt durch Frau Blaschke, Herrn Hasenbusch, Herrn Krafft und Herrn Stocker.

(Mark Sattler, Anrdeas Widmayer)

- der 9er-Klassen des Jahrganges 2005/2006 -

 

- Betreuende Lehrerin: Rose Kible -



Dieses Projekt hat der Förderverein mit einem Zuschuß von 500,- € unterstützt.

Direkt aus dem Herzen von Londen haben sich die Englandreisenden beim Förderverein für den Förderzuschuß mit dieser tollen Ansichtskarte bedankt:






Eine Fahrt übers Meer nach England

 

Der Reisebericht



Auch in diesem Jahr machten 47 Schülern/innen der neunten Klassenstufe der Jerg-Ratgeb-Realschule in der Woche vom 9.07. bis 16.07.06 eine Studienfahrt nach Midsomer Norton / Bath in England. Begleitet wurde die Gruppe von Frau Kible, Frau Maute und Herrn Kubin.

Der erste Tag ihrer Reise war ausgefüllt mit einer ‚sightseeing tour’ durch London. Vorbei an Trafalgar Square, Big Ben, den Houses of Parliament, Piccadilly Circus,
St Paul’s Cathedral und Tower Bridge ging es zur Wachablösung an den Buckingham Palast. Krönung des Tages war der Besuch in Mme Tussauds berühmtem Wachsfigurenkabinett, der durch eine großzügige Spende des Fördervereins der Jerg-Ratgeb-Realschule möglich gemacht wurde.

Der spannendste Moment des ersten Tages war die Ankunft in Midsomer Norton, wo die Gruppe von den Gastfamilien freudig in Empfang genommen wurden.

In den folgenden Tagen standen abwechslungsreiche und sehr interessante Dinge auf dem Programm. Die Gruppe besuchte das Technikmuseum in Bristol, die Tropfsteinhöhle von Wookey Hole, die imposante Kathedrale von Wells, die Stadt Cardiff und ein stillgelegtes Kohlebergwerk in Wales und das malerische Städtchen Bath mit seinen römischen Bädern.

Die Nachmittage wurden meistens mit Stadtbummeln und ‚Shoppen’ vertrieben. Selbst das als trübe und regnerisch berühmte englische Wetter spielte mit und bescherte uns 5 Tage Sonnenschein pur. Alles in allem war es eine großartige Reise, und jeder einzelne kam begeistert und mit viel neuer Lebenserfahrung nach Herrenberg zurück. An dieser Stelle danken die Schüler/innen, die Eltern und die drei begleitenden Lehrkräfte dem Förderverein der JRS für die großzügige Unterstützung.

Die Schüler/innen waren sich einig, dass diese Studienfahrt als ein unvergessliches Ereignis für sie in Erinnerung bleiben wird.

(Sabrina Baitinger, Franziska Rehnert, Lasse Stötzer, Kl 9e)


Alle Englandreisenden sind versammelt zum Gruppenbild vor der Abbey in Bath.


Während der Audienz mit der königlichen Familie präsentieren sich unsere Englandreisenden zwanglos dem Fotografen.
Hintere Reihe von links: Prinz Charles, Jochen Kubin, Queen Elisabeth II, Annika Maute, Rose Kible
Vordere Reihe von links: Simone Marquardt, Marina Gfrörer, Nataie Brösamle


Zur Ehre der könglichen Familie haben sich einige unserer Englandreisenden die traditionellen Bärenfellmützen aufgesetzt. Die Personen von links: Prinz Charles, Natalie Brösamle, Laura Elsässer, Queen Elisabeth II, Simone Marquardt, Marina Gfrörer